Ernst Kreidolf «Der Zaubergarten». zVg
12.03.2026 00:00
Gedenkanlass für Ernst Kreidolf
Am Dienstag, 3. März, konnte Anna-Katharina Brunner-Kuoni im Namen des «Vereins Ernst Kreidolf» (VEK) rund 70 Zuhörer:innen in der Aula der Sekundarschule Tägerwilen anlässlich eines Vortragsabends zum 70. Todestag des Malers Ernst Kreidolf begrüssen.
Sie stellte die beiden Referent:innen vor: Barbara Stark, seit 2013 Präsidentin des VEK, und Rolf Seger. Er beleuchtete zunächst mit zahlreichen Bildern die Kinder- und Jugendzeit von E.K., bei seinen Grosseltern auf dem Staudenhof und die Lehrzeit als Lithograph in Konstanz. Den Schluss seiner detaillierten Ausführungen bildete das besonders schöne Ölgemälde «Der Zaubergarten» von 1934, das der Bürgergemeinde Tägerwilen gehört und im Gemeindehaus ausgestellt ist. – Danach sprach Barbara Stark über «Die abenteuerliche Fahrt zu wagen … Ernst Kreidolfs künstlerischer Weg». Sie zeigte Zeichnungen aus dem «Tägerwiler Skizzenbuch» des 13-jährigen Ernst Kreidolf (1876). Diverse Stilrichtungen wie «Naturalismus», «Symbolismus», «Jugendstil» und «Historismus» beeinflussten den jungen E.K. und hinterliessen Spuren in seinem Werk. Exaktes Zeichnen demonstrierte E.K. bei Anatomie- und Skelett-, Pflanzen- und Tierstudien sowie bei Portraits. Den grössten Bekanntheitsgrad aber brachten E.K. wohl die Märchenbücher. Zuerst erschien «Blumen-Märchen» (1898) und später u.a. «Alpenblumenmärchen» (1922). Die Zuhörer quittierten den interessanten und vielseitigen Vortrag mit einem langanhaltenden Applaus. - Ende August wird eine Ausstellung mit Kreidolfbildern in der «Alten Säge» stattfinden, dies auf Initiative von Gemeinderätin Margrith Künzi, Präsidentin OK «100 Jahre Märliumzug Tägerwilen».
Rolf Seger