Der Gemeinderat stimmte der Verlängerung des Baurechtsvertrages mit dem Centro Italiano zu. Kurt Peter
09.09.2025 14:16
Centro und Minigolf atmen auf
Der Kreuzlinger Gemeinderat genehmigt beide Baurechtsvertäge ganz deutlich
Unter Dach und Fach brachte der Gemeinderat an seiner letzten Sitzung die Baurechtsverträge mit dem Centro Italiano und dem Minigolf. Damit sichert er den beiden angesehenen Institutionen die Zukunft.
Kreuzlingen Gabriela Schläfli (SP) stellte in Vertretung des abwesenden Gemeinderates und Präsidenten der Kommission Allgemeines und Administration (AuA), Andreas Hebeisen, die Botschaft zur Verlängerung des Baurechtsvertrages mit dem Centro Italiano vor. Die Kommission sei der Meinung, dass die Verlängerung sinnvoll sei und eine künftig vorliegende Baubewilligung das aus 2017 stammende Baurecht in Kraft setzen werde. «An einem Heimfall des Centro ist niemand interessiert, auch die SP-Fraktion wird der Botschaft zustimmen».
Zeit zur Umsetzung
Es sei wichtig, den Heimfall zu verhindern, betonte auch Séverine Schindler für die SVP. «Was soll die Stadt mit dieser Liegenschaft anfangen?», fragte sie. Die Zukunft des Centro sehe die Fraktion aber nicht so rosig, die alte Garde trete zurück, die zweite und dritte Generation habe wenig Bereitschaft für freiwilliges Engagement. Dennoch werde die Fraktion der Botschaft zustimmen. «An und für sich ist die Botschaft unbestritten», sagte René Knöpfli für die FDP-Fraktion. Doch wenn das Bau-Vorhaben nicht umgesetzt werde, gehe das Wohlwollen gegenüber dem Centro zurück.
Domenico Lorenzetti (Mitte/EVP) regte für seine Fraktion an, dass die Zustimmung an Bedingungen geknüpft werde. Unter anderem an regelmässige Gespräche zwischen dem Centro und dem Stadtrat um den Fortschritt des Projekts zu diskutieren. «Wir behalten uns vor, einen Rückweisungsantrag zu stellen», hielt er fest. Der Vorstand des Centro habe bekräftigt, das Projekt umzusetzen, nahm Beni Merk für die Fraktion FL/G/glp Stellung. Das Baugesuch sei da, die Verlängerung des Baurechtsvertrages gebe Zeit, das Projekt umzusetzen. Stadtpräsident Thomas Niederberger versprach regelmässige Gespräche mit dem Centro und warnte vor einer Rückweisung. Der Gemeinderat stimmte der Botschaft schliesslich mit 36 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung zu.
Projekt wird Standort gerecht
Die AuA stimme auch dem Baurechtsvertrag mit Julius Kartal für die Minigolfanlage zu, sagte Gabriela Schläfli zur nächsten Botschaft und auch die SP-Fraktion stimme dafür. Für die SVP sei die Frage nach dem gastronomischen Angebot offen, meinte Séverine Schindler. Ebenso fehle der Fraktion eine Indexierung des Baurechtszinses. Die Betriebszeiten seien weder in der Botschaft noch im Baurechtsvertrag definiert. «Dennoch: Die Minigolfanlage ist beliebt bei Einheimischen und Gästen». Einzig die Frage nach der Umsatzbeteiligung ab 500'000 Franken habe in der Fraktion FL/G/glp Fragen ausgelöst, so Urs Wolfender.
«Die Minigolfanlage gehört zu Kreuzlingen wie die Kirche St. Ulrich», sagte René Knöpfli für die FDP-Fraktion. Der bisherige Betreiber Richard Lüthi habe einen guten Job gemacht, beim anstehenden Wechsel sei klar, dass es Neuerungen gebe werde. Das Projekt von Julius Kartal sei eine klare Aufwertung und werde dem Standort gerecht, so Rico Dufner für die Mitte/EVP-Fraktion. Der Betrieb der Minigolfanlage sei gesichert. «Für die Indexierung des Baurechtszinses gilt der Referenzzinssatz und die Umsatzbeteiligung der Stadt ab 500'000 Franken ist mit Fakten und Erfahrungen hinterlegt. Ausserdem ist ein Ganzjahresbetrieb vorgesehen», ging Thomas Niederberger auf die Fragen ein. Der Antrag von Alexander Salzmann (FDP) für eine zweite Lesung wurde mit 29 Nein- gegen 7 Ja-Stimmen abgelehnt, die Botschaft mit 36 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung genehmigt.
Von Kurt Peter