Sie stehen für das Ja zur Sanierung und Erweiterung der städtischen Verwaltungsliegenschaften (vl.): Luca Dal Dosso, Beni Merk, Elina Müller, Ornina Be Nissa und Ramona Zülle. Kurt Peter
21.05.2026 05:00
«Ein Projekt, das überzeugt»
Überparteiliches Komitee für die Sanierungen und Neubauten der städtischen Verwaltungsliegenschaften
Ein Projekt das überzeugt, ein Standort mit der Chance zur Zentrumsgestaltung und Bauten, die publikumsfreundlich sind sowie eine effiziente Verwaltung erlauben. Das sind die Gründe für das Pro Komitee die Sanierung und Erweiterung der städtischen Liegenschaften zu unterstützen.
Kreuzlingen Ausser der SVP, die auch Ja-Parole gefasst hat, sind alle Parteien im Pro Komitee vertreten. «Nach mehr als 30 Jahren Planung liegt ein gutes Projekt auf dem Tisch, die das drängende Problem zu einem guten Ende bringen kann», ist Beni Merk (Freie Liste), überzeugt. Die Stadt sei durch das Ja zur Initiative «Freihaltung der Festwiese» dazu gezwungen worden, einen neuen Standort zu suchen. Mit dem vorliegen Projekt könnten viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Und er zieht ein weiteres Fazit: «Für das, was wir für eine neue Verwaltung bereits ausgegeben haben, haben wir herzlich wenig bekommen».
Kein Schnäppchen auf dem Tisch
Das bisherige Hin und Her in der Sache sei kein gutes Signal, fährt er fort. Ein Ja zur Vorlage am 14. Juni mache auch den Weg zur Umgestaltung der Festwiese möglich. Das sei erst möglich, wenn die knapp erfolgreiche Abstimmung zum Projekt «Festwiese» im Jahr 2016 abgeschrieben werden könne. Mit der Sanierung und der Erweiterung der städtischen Liegenschaften von knapp 49,4 Millionen «liegt kein Schnäppchen auf dem Tisch, das ist dem Komitee bewusst, aber die städtischen Finanzen lassen die Realisierung zu».
Eine moderne Verwaltung brauche effiziente Strukturen, so Ramona Zülle (Mitte). Das vorliegende Projekt sorge für bessere Abläufe und koordinierte Arbeit für das Volk, zeigt sie sich überzeugt. Ausserdem sei bei einer Zustimmung eine leistungsorientierte Verwaltung möglich. Das bestätigt Elina Müller von der SP: «Der Nutzen für die Bevölkerung ist hoch, endlich gibt es einen barrierefreien Zugang zur Liegenschaft und durch die zentrale Lage und die Konzentration der Abteilungen an einem Ort ist eine bessere Orientierung möglich».
Beleben und neu gestalten
Ornina Be Nissa (EVP) sieht das Projekt als «durchdachte Gesamtlösung mit der Möglichkeit, die bestehenden Bauten zu sanieren und in ihrem Charakter zu erhalten». Luca Dal Dosso (GLP) verweist auf die Chance, das Kreuzlinger Zentrum zu beleben und neu zu gestalten. «Das bestehende Stadthaus ist zu klein geworden und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen», sagt er. Es sei an der Zeit, das Zentrum zur richtigen Begegnungszone zu machen, zusammen mit dem neuen Bushof und der Hauptstrasse Nord müsse auch der Boulevard so gestaltet werden, dass «er endlich seine Funktion als Begegnungsraum erfüllt».
Auch Luca Dal Dosso kommt auf das Geld zu sprechen: «Wir sind uns bewusst, dass das Projekt die Finanzen beansprucht, doch die Situation lässt Sanierung und Erweiterung ohne eine Steuererhöhung zu». Und es gehe nicht nur ums Geld, denn «der persönliche Kontakt der Bevölkerung mit der Verwaltung ist wichtig und wir können mit dem grosszügigen Neubau ein Zeichen setzen». Für sie sei auch wichtig, dass das Projekt breit abgestützt erarbeitet worden sei und nicht zuletzt aus diesem Grund eine grosse Akzeptanz finde, fügt Elina Müller hinzu.
Billiger wird es nicht mehr
Dem Pro-Komitee sei bewusst, dass die Stimmberechtigten über eine sehr komplexe Vorlage abstimmen müssen. Denn neben dem Bau- und Sanierungskredit stehen auch Landtausch, Übertrag einer Parzelle vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen sowie die Aufhebung des Kreditbeschlusses gemäss Volksabstimmung vom 27. November 2016 für das «Gesamtprojekt Neubau eines zentralen Stadthauses, Bau einer Tiefgarage und Neugestaltung der Festwiese (Projekt «Schlussstein»). Es gelte, den Stimmberechtigten die Zusammenhänge aufzuzeigen, ist sich Ornina Be Nissa bewusst. Andererseits «ist die Realisierung des Projekts nur mit dem Landabtausch überhaupt möglich», macht Beni Merk geltend. Und alle sind sich einig: Ein Nein zur Vorlage wäre ein massiver Rückschritt und würde genauso Investitionen zur Folge haben. «Billiger wird es sicher nicht mehr», ist die klare Aussage des Pro-Komitees.
Von Kurt Peter