Thomas Dufner und das Komitee "Üsi Arena" setzen sich für ein Ja zum Kreditbegehren ein. Kurt Peter
04.09.2025 05:00
«Eine Institution sichern»
Im breit abgestützten Pro Komitee «Üsi Arena» setzen sich Persönlichkeiten über die Region hinaus für die Arena ein
Das Komitee «Üsi Arena» setzt sich für ein klares Ja für das Kreditbegehren für die Sanierung der Bodensee-Arena ein. Präsident Thomas Dufner spricht von einer Vorlage, welche die Zukunft der Arena und damit einer wichtigen Infrastrukturanlage sichert.
Kreuzlingen «Es gilt, eine Bo-densee-Arena zu erhalten und zu sanieren, die einen überregionalen Stellenwert hat und wichtige infrastrukturelle Funktionen erfüllt», sagt Thomas Dufner, für den die positiven Argumente für ein Ja zum Kreditbegehren überwiegen. Am 28. September haben die Stimmberechtigten das letzte Wort, wenn sie über ein Kreditbegehren von netto 26,1 und brutto 26,7 Millionen Franken befinden. Für Thomas Dufner liegen die Argumente auf dem Tisch: «Die in den 1970er Jahren als Eissporthalle von Kreuzlingen, Konstanz und der Schulgemeinde realisierte Anlage hat sich zu einer Kreuzlinger Institution entwickelt und ist nicht mehr wegzudenken».
Vorteil Multifunktionalität
Der Erhalt der Bodensee-Arena sei der Beweggrund gewesen, das Komitee «Üsi Arena» zu gründen. Die Gründung und die sehr grosse Bereitschaft mitzumachen, sei auch auf den Verein «Freunde der Bodensee-Arena» zurückzuführen. «Der Verein unterstützt die Bodensee-Arena sehr aktiv mit Beiträgen und Aktivitäten». Die Unterstützendenliste ist lang und umfasst nicht nur Personen aus der Stadt und der Region, sondern darüber hinaus. «Was natürlich nicht überrascht, denn wenn die Bodensee-Arena wegfällt, fehlt ein Drittel der Eisfläche im Kanton Thurgau», erklärt Thomas Dufner.
Mit einem Ja zum Sanierungskredit könne eine Anlage realisiert werden, deren Vorteil auch die Multifunktionalität sei, meint der Komitee-Präsident weiter. Beispielsweise wegen der Möglichkeit, Gruppenunterkünfte für Trainingslager zu schaffen. «Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie gefragt solche Lager im Sommer sind. Das eingehauste Ausseneisfeld bietet diese Möglichkeiten, wenn in der Halle kein Eis vorhanden ist». Daher seien die Vorschläge, den Umbau des Ausseneisfeldes aus Spargründen wegzulassen, keine Option, im Gegenteil: «Das Weglassen des Ausseneisfeldes wäre ein grosses Problem».
Bewilligug läuft aus
Eine sanierte Bodensee-Arena bietet nach Meinung des Pro-Komitees eine deutliche Steigerung der Nutzungsmöglichkeiten. «Es ist für alle Sportvereine eine Win-Win-Situation und für unser Komitee ist es wichtig, die hohen Investitionen den Stimmberechtigten verständlich zu machen», sagt Thomas Dufner. Natürlich stehe der Sport im Vordergrund, doch die Multifunktionalität biete verschiedene Möglichkeiten für Firmenanlässe, Kultur, Events, Messen, Hotel und Ausstellungen. «Und davon kann auch die Gastronomie profitieren». Die Bodensee-Arena AG sei neu aus-schliesslich für den Betrieb zuständig: «Damit diese mindestens kostendeckend arbeiten kann, sind die vielfältigen Möglichkeiten einer sanierten Arena unumgänglich».
Der Unterhalt der Liegenschaft liegt künftig bei der Stadt. Es sei immer wieder in die Anlage investiert worden, doch «gerade im Bereich Brandschutz haben sich in den vergangenen Jahre die Vorschriften deutlich und immer wieder verschärft». Und gerade diese Vorschriften machten die Bodensee-Arena heute zu einer Halle mit eingeschränkter Nutzung. «Die Betriebsbewilligung durch die Gebäudeversicherung der bestehenden Arena läuft im März 2026 aus», gibt Dufner zu bedenken. Ausnahmebewilligungen seien nur möglich, weil das Sanierungskonzept auf dem Tisch liege. Thomas Dufner erinnert daran, dass «sich die Bodensee-Arena in den vergangenen zehn Jahren positiv entwickelt hat, auch ohne Fernsehproduktionen».
Verwaltungsratspräsident Matthias Mölleney habe jährlich in einer Sitzung der Finanz- und Rechnungsprüfungskommisssion über die Bodensee-Arena berichtet, sagt Thomas Dufner, der die Kommission damals präsidierte. «Wir haben den Verwaltungsrat darauf hingewiesen, dass die Bodensee-Arena hauptsächlich der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll». Seitdem das Schweizer Fernsehen die Arena nicht mehr mit Produktionen belege, habe der Sport wieder Priorität. «Die Vereine sind froh um diese Möglichkeiten, allein die Young Lions des HC Thurgau trainierten sechs bis sieben Mal pro Woche in der Arena». Neben den Sportvereinen biete die Bodensee-Arena auch der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit für Eislauf an.
Eventhalle von grosser Bedeutung
Dass mit der Mitte, der EVP, der FDP, der Freien Liste, der GLP, der SP und der SVP fast alle Kreuzlinger Parteien das Kreditbegehren unterstützen, überrasche nicht: «Das Anliegen ist eine gute Sache und die Bodensee-Arena ist eine Institution, die es zu bewahren gilt». Als Eventhalle sei sie für die ganze Region von grosser Bedeutung. Wichtig seien auch die energetischen Optimierungen, die Energieeffizienz könne gesteigert und die Betriebskosten gesenkt werden. Nach der Sanierung werde der gesamte Energiebedarf über Elektrizität und Umweltwärme abgedeckt. Die grosse Photo-voltaikanlage auf dem Hauptgebäude und der Trainingshalle trügen zur hohen Eigenproduktion bei. «Alles in allem eine überzeugende Vorlage für eine gute Zukunft der wichtigen Arena».
Von Kurt Peter