Hanspeter Hutter, Leiter Finance und Risk, Bankpräsident Roman Brunner und Thomas Koller, Vorsitzender der Geschäftsleitung, freuen sich über das hervorragende Jahresergebnis der TKB. Bild: zVg
24.02.2026 15:06
Höchster Gewinn in der Geschichte der TKB
Thurgauer Kantonalbank blickt auf ein äusserst erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück
Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) kann erneut mit einem sehr guten Geschäftsergebnis aufwarten. Der ausgewiesene Jahresgewinn von 162 Millionen Franken ist der höchste in der 155-jährigen Geschichte der Bank. Die Dividende für Partizipationsscheine wird auf 3,60 Franken erhöht. Das sind 20 Rappen mehr pro Titel.
Weinfelden Die TKB kann das Geschäftsjahr 2025 auf einem neuen Hoch abschliessen. Die TKB sei überaus solid aufgestellt und gehöre zu den bestkapitalisierten Banken, sagten Bankpräsident Roman Brunner und der GL-Vorsitzende Thomas Koller an der Bilanzmedienkonferenz in Weinfelden. Mit rund 230'000 Kundinnen und Kunden sei die TKB die Bank der Thurgauer Wirtschaft. «Im Jahr 2025 konnten wir die Eigenmittelausstattung weiter stärken. Die TKB verfügt über eine Milliarde Franken mehr Eigenmittel als erforderlich», stellte Bankpräsident Roman Brunner erfreulich fest.
In ihrem Kerngeschäft, dem Hypothekargeschäft, konnte die TKB erneut wachsen und das Volumen um 440 Millionen Franken steigern (+ 1,7 Prozent). Das Plus fällt vor dem Hintergrund der anspruchsvollen Refinanzierung jedoch tiefer aus als in den Vorjahren. Die gesamten Kundenausleihungen wuchsen auf 27,3 Milliarden Franken. Um 1,7 Prozent stiegen die Kundeneinlagen auf der Passivseite der Bankbilanz. Diese belaufen sich zu Jahresende auf 19,4 Milliarden Franken. Auch Ertragsmässig konnte die TKB erneut zulegen. Der Geschäftsertrag wuchs um 4,5 Prozent auf 439 Millionen Franken. Dazu trugen alle Ertragssparten bei.
Starke operative Leistung
Der Geschäftsaufwand nahm im Zuge der Strategieumsetzung und des höheren Mitarbeiterbestandes erneut zu. Mit 2,7 Prozent fällt der Anstieg tiefer aus als im Vorjahr, was auch im strikten Kostenmanagement der Bank begründet liegt. Der Personalaufwand beträgt 129 Millionen, der Sachaufwand liegt bei 68 Millionen Franken. Dass die Erträge deutlich mehr anstiegen als der Aufwand, manifestiert sich im Geschäftserfolg, Kennzahl für die operative Leistung. Dieser nahm um 5,1 Prozent auf 230 Millionen Franken zu. Die tiefe Cost-Income-Ratio von 44,4 Prozent unterstreicht die seit Jahren hohe Effizienz der Bank.
Vom starken Jahresresultat profitieren können die Eigentümer der Bank. Die Dividende pro Partizipationsschein wird erneut erhöht. Sie beläuft sich für 2025 auf 3,60 Franken (+ 20 Rappen pro Titel). An den Haupteigentümer, den Kanton Thurgau, liefert die Bank 55,7 Millionen Franken Gewinn ab. Das sind drei Millionen mehr als im Vorjahr. An die gewinnanteilsberechtigten Gemeinden fliesst das gesetzliche Maximum von drei Millionen Franken. Berücksichtigt man zusätzlich die Steuern von 11 Millionen Franken, belaufen sich die Abgaben an die öffentliche Hand auf rund 80 Millionen Franken. Pro Thurgauer und Thurgauerin ergibt dies im Schnitt knapp 270 Franken.
Weiter kommt es zu einigen Veränderungen bei der Bank. Auf der Geschäftsleitungsebene bildet das Private Banking einen separaten Vertriebsbereich. Abteilungen des früheren Bereichs Marktleistungen seien neu im Private Banking und anderen Abteilungen integriert. Zudem werde es im August zu einem Wechsel in der Geschäftsleitung kommen. «Altersbedingt wird Daniel Kummer Ende Juli aus der TKB-Geschäftsleitung ausscheiden. Als Nachfolgerin können wir mit Francesca Keller die erste Frau in der Geschäftsleitung der TKB präsentieren», zeigte sich Roman Brunner erfreut.
«Mehr als eine Bank»
Unter diesem Motto verfolgt die TKB auch weiterhin ihre Strategie. So besteche die TKB mit hohen Werten in Sachen der Kundenzufriedenheit mit dem Ziel, die beste Hybrid-Bank zu sein. Auch in die Infrastruktur werde weiter investiert. «Aktuell befinden sich die Geschäftsstellen in Frauenfeld und in Kreuzlingen im Modernisierungsprozess», sagte Thomas Koller, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Ebenso stehe die Sanierung des TKB-Hauptsitzes in Weinfelden in naher Zukunft an.
Im vergangenen Jahr konnte die TKB 5500 neue Kundinen und Kunden gewinnen. Dabei kamen etwa 700 neue Carlo-Konti (Kinderprogramm) und 450 neue Geschäftskunden hinzu. Auch für die Lernenden ist die TKB weiterhin eine sichere Anlaufstelle, werde jeder Lehrabgänger für mindestens ein Jahr weiterbeschäftigt. «Wir haben sogar die Anzahl der Lernenden von 15 auf 17 angehoben», so Thomas Koller. So wird auch für die Mitarbeitenden viel geleistet, wie etwa Nachhaltigkeitsanlässe oder auf Jahrestreffen für pensionierte Mitarbeitende.
Im vergangenen Jahr habe die TKB zudem 1,6 Millionen Franken in Sponsoring investiert in den Bereichen Sport, Kultur und Nachwuchs, sowie die erste Thurgauer Fussballgolfmeisterschaft für KMU durchgeführt.
Von Nico Wrzeszcz