10. Sieg in Serie
HSCK besteht Härtetest
In einem packenden und hochklassigen NLB-Spitzenkampf setzten sich der HSC Kreuzlingen vor 400 Zuschauern verdient mit 31:24 gegen ein starkes Gossau durch.
Kreisläufer Alan Lutz war gegen Gossau mit fünf Treffern einer der erfolgreichsten HSCK-Schützen. Felix Walker
In einem packenden und hochklassigen NLB-Spitzenkampf setzten sich der HSC Kreuzlingen vor 400 Zuschauern verdient mit 31:24 gegen ein starkes Gossau durch.
Handball Das deutliche Schlussresultat im Ostschweizer Derby täuscht etwas über den wahren Spielverlauf hinweg. Die Gossauer zeigten in der Kreuzlinger Egelseehalle über weite Strecken eine sehr couragierte Leistung. Erst in den Schlussminuten mussten Fürstenländer abreissen lassen, als sie dem Kräfteverschleiss augenscheinlich Tribut zollen mussten. Mit dem saisonübergreifend bereits elften Heimsieg in Serie und der erfolgreichen Revanche für die 30:32-Vorrundenniederlage in Gossau zementierten die Thurgauer ihren zweiten Tabellenplatz, der nach Abschluss der Hauptrunde zur Teilnahme an den Aufstiegsplayoffs berechtigt. Zwar liegen sie nach 18 von 26 Spieltagen neu punktgleich mit der SG Wädenswil/Horgen sogar auf dem 1. Platz, doch haben die Zürcher zwei Partien weniger ausgetragen. Gossau auf Rang drei liegt nun neu bereits vier Punkte hinter dem HSCK zurück und weist zudem auch noch das klar schlechtere Torverhältnis auf.
Die Startviertelstunde verlief (fast) nach dem Geschmack der Thurgauer. Obschon sie gleich dreimal vom Penaltystrich aus am Gossauer Keeper Gabor Busa scheiterten, gingen sie mit 7:4 in Führung. Doch die Gäste kämpften sich zurück und wendete die Partie mit fünf Toren in Folge zum 8:11 (23. Minute). Der HSCK sündigte in dieser Phase mehrmals im Abschluss. Da machten auch Topscorer Paul Kaletsch, Spielmacher Valon Dedaj und Linkshänder Drenit Tahirukaj keine Ausnahme. Die entfesselt aufspielenden Fürstenländer gingen so mit einer leistungsgerechten 16:13-Führung in die Pause. Und sorgten dafür, dass HSCK-Cheftrainer Werner Bösch in der Kabine einigen Gesprächsbedarf hatte.
Wie schon eine Woche zuvor in Stans schien Bösch sein Team in der Pause die wegweisenden Anweisungen gegeben zu haben. Jedenfalls gelang den Kreuzlingern in der zweiten Halbzeit eine markante Leistungssteigerung – sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Der in der Pause eingewechselte Routinier Nikola Marinovic war mit seinen Paraden mitverantwortlich dafür, dass der HSCK vom zwischenzeitlichen 13:17 (32.) die Wende zum 22:19 (44.) schaffte. Die kämpferischen Gossauer gaben sich zwar noch nicht geschlagen, schafften immer wieder den Anschluss, aber auf Augenhöhe mit dem Tabellenzweiten schafften sie es nicht mehr. Trotz des vierten vergebenen Penalties legte der HSCK wenig später auf 25:23 nach und brach damit den Widerstand. Innert weniger Minuten erhöhte er das Skore auf 29:23 und steuerte damit seinem elften Heimsieg in Serie entgegen. Der Kreuzlinger Sieg war aufgrund der starken Leistung in der zweiten Halbzeit (18:8) verdient, fiel am Ende mit 31:24 aber das eine oder andere Tor zu hoch aus.
Für die Kreuzlinger geht es am nächsten Samstag gleich mit einem weiteren Heimspiel weiter. Sie empfangen dabei den Tabellensiebten Birsfelden. Die Basler haben am Samstag mit einem 32:28-Heimerfolg über das Schlusslicht Biel einen grossen Schritt in Richtung Ligaerhalt gemacht und können dementsprechend ohne allzu grossen Druck an den Bodensee reisen.
red
HSC Kreuzlingen – TSV Fortitudo Gossau 31:24 (13:16)
Egelsee. – 400 Zuschauer. – Sr. Boshkoski/Stalder.
Strafen: je 2-mal 2 Minuten.
Kreuzlingen: Berisha (1.-30./5 Paraden), Marinovic (31.-60./12 Paraden); O. Wipf, Lutz (5), Dedaj, R. Wipf, Bär, Heim (2), Kaletsch (4), Portmann, Kun (6), Blättler (6/2), L. Lioi, Zeller, Tahirukaj (1).
Gossau: Busa (1.-60./11 Paraden, davon 3 Penalties), Niedermann (0/für einen Penalty); Linde (4), Ham (3), Mattioli, Inauen (1), Amman (3), Mächler (1), Brülisauer, Bucher, Knauth (1), Geiger (1), Lind (7/2), Schneider (3).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Schneider (rekonvalesent), Kappenthuler und Nahaj (beide verletzt). – Penaltystatistik: Kreuzlingen 2 von 6, Gossau 2 von 2. – Best-player-by Rausch: Nikola Marinovic (K) und Gabor Busa (G).
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