Auch Kreuzlingerinnen können Leader nicht stoppen
Die SPL1-Frauen des HSC Kreuzlingen verlieren das Nachtragsspiel bei Leader und Titelverteidiger Spono Eagles Nottwil mit 25:33. Am Samstag, 17 Uhr, empfangen sie zum Rückrundenstart den DHB RW Thun.
Rückraumspielerin Petra Skoricova war mit sieben Treffern die erfolgreichste Schützin des HSC Kreuzlingen in Nottwil. Bild: Felix Walker
Die SPL1-Frauen des HSC Kreuzlingen verlieren das Nachtragsspiel bei Leader und Titelverteidiger Spono Eagles Nottwil mit 25:33. Am Samstag, 17 Uhr, empfangen sie zum Rückrundenstart den DHB RW Thun.
Handball Die Titelverteidigerinnen vom Sempachersee sind aktuell unantastbar. Nach sechs Partien zieren die Spono Eagles mit 11:1 Zählern souverän die NLA-Tabellenspitze. Der erste Verfolger LC Brühl Handball St. Gallen liegt bereits drei Verlustpunkte zurück, das drittplatzierte Winterthur schon deren sechs. Die Ränge 3 bis 7 trennen nur gerade zwei Punkte. Kreuzlingen ist bei «Halbzeit» Sechster, was gerade noch für den angestrebten Einzug in die Finalrunde ausreichen würde.
Auch gegen den HSC Kreuzlingen zeigten die Luzernerinnen am Mittwochabend ihre Spielstärke auf. Mit einem Blitzstart lege Spono bis zur 9. Minute gleich auf 6:1 vor. Bei den Gästen vom Bodensee, die immer noch auf ihre verletzte Topscorerin Annika Blanke verzichten müssen, passte in der Startphase hingegen wenig zusammen. Fehlwürfe und technische Fehler prägten das Bild beim HSCK, dessen Motor erst nach rund einer Viertelstunde auf Betriebstemperatur lief. So kam das Team von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug auch wieder bis auf 11:13 (22.) heran. Es war die beste Kreuzlinger Phase im ganzen Spiel. Aber gegen Ende dieser ersten Halbzeit unterliefen den Thurgauerinnen dann einfach wieder zu viele Fehler, was der Leader bestrafte und sich mit fünf erfolgreichen Abschlüssen in den letzten acht Minuten einen 18:12-Vorteil bei Halbzeit erarbeitete.
Nach dem Seitenwechsel verwaltete der Tabellenführer diesen Vorsprung souverän. Der Rückstand des HSCK betrug immer zwischen sieben und neun Toren. Am Ende resultierte eine diskussionslose 25:33-Niederlage. Erfolgreichste Schützinnen auf Seiten des HSCK waren Petra Skoricova (7 Tore), Selina Weidmann (5) und Pashke Marku (4).
Für die Kreuzlingerinnen gilt es die Niederlage beim Leader abzuhaken und nach vorne zu schauen. Diesen Samstag empfangen sie um 17.00 Uhr das Schlusslicht aus Thun im Egelsee. In diesem Heimspiel sind zwei Punkte eigentlich Pflicht, will man sich im Rennen um die sechs Finalrunden-Plätze weiterhin gute Chancen ausrechnen. Nach Auswärtssiegen im Hinspiel (29:25) und vor Wochenfrist im Cup-Achtelfinal (26:22) gegen die Thunerinnen ist der HSCK folgerichtig in der Favoritenrolle. Allerdings werden die Thunerinnen alles daransetzen, sich zu revanchieren. Für die Berner Oberländerinnen heisst das Motto bereits «Verlieren verboten!», stehen sie doch bereits nach der Vorrunde mit dem Rücken zur Wand. Bei einer weiteren Niederlage würde ihr Rückstand auf die Finalrundenplatz bereits auf fünf Punkte anwachsen.
Unter der Woche wurden die Viertelfinals im Schweizer Cup 2022/23 ausgelost. Von Glück können die Kreuzlingerinnen zwar nicht sprechen, doch bescherte ihnen die Auslosung zumindest eine sehr spannende Affiche und Heimvorteil. In der Runde der letzten Acht empfängt der HSCK den grossen Rivalen und aktuellen Tabellenzweiten LC Brühl Handball aus St. Gallen in der Egelseehalle. Die Partie wurde auf Samstag, 4. Februar 2023, 18.00 Uhr, angesetzt.
red
Spono Eagles Nottwil – HSC Kreuzlingen 33:25 (18:12)
SPZ. – 140 Zuschauer. – Sr. Müller/Schaad.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Spono, 3-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Spono: S. Schaller (1.-60./11 Paraden), Strebel (für 1 Penalty/0 Paraden); T. Schaller (1), A. Emmenegger (10), Jund (1), M. Emmenegger (7), Stähelin (3), Zumstein (3), Snedkerud, Hodel, Strebel, Boesen (2), Venetz (1), Hartz, Cilurzo (1), Bucher (4/4).
Kreuzlingen: Siggaard (3 Paraden), Wörner (7 Paraden, davon 1 Penalty); Kampelmühler (3), Skoricova (7/2), Klein, Weidmann (5), Schalko (3), Rothacker, Marku (4), Kikanovic (3/1), Novotna, Heinstadt.
Bemerkungen: Penaltystatistik: Spono 4/6, Kreuzlingen 3/5. – Kreuzlingen ohne Blanke (verletzt) und Rakaric (rekonvaleszent).
Lade Fotos..