Auf Augenhöhe mit dem Playoff-Teilnehmer
Remis zum Hauptrundenabschluss
Die Frauen des HSC Kreuzlingen haben die SPL1-Hauptrunde mit einem 29:29-Heimremis im Nachholspiel gegen den Playoff-Teilnehmer Yellow Winterthur abgeschlossen.
Die Frauen des HSC Kreuzlingen haben die SPL1-Hauptrunde mit einem 29:29-Heimremis im Nachholspiel gegen den Playoff-Teilnehmer Yellow Winterthur abgeschlossen.
Handball Die Spannung war schon vor dem Anpfiff mehr oder weniger draussen. Mit dem überraschenden 31:30-Heimsieg gegen Titelverteidiger Zug drei Tage zuvor hatte sich Winterthur das vierte und letzte Ticket für die Finalrunde bzw. die Playoff-Halbfinals gesichert. Auf Kosten des fünftplatzierten HSC Kreuzlingen, der noch auf eine «Finalissima» im allerletzten Hauptrundenspiel gehofft hatte. So aber hatte das Derby nur für Winterthur eine rechnerische Bedeutung, nimmt man doch die Punkte in die Finalrunde mit. Für die Thurgauerinnen, welche ab nächstem Samstag die Auf-/Abstiegsrunde SPL1/SPL2 bestreiten müssen, ging es hingegen nurmehr um die Ehre.
Die Partie verlief in den ersten 30 Minuten über weite Strecken ausgeglichen, wobei der HSCK meist die Nase knapp vorne hatte. Die Gäste, die das Hinspiel mit einem Tor gewonnen hatten, versuchten dabei Maria Olsovska von Beginn weg mit einer Spezialdeckung zu neutralisieren. Abzusetzen vermochte sich das Team von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug nie, weil ihm zu viele Eigenfehler unterliefen. So schaffte Yellow nach einem zwischenzeitlichen Zweitore-Rückstand bis zum Halbzeitpfiff den 17:17-Gleichstand – nicht zuletzt dank sechs Treffern seiner Liga-Topscorerin Simona Grozdanovska.
Zur zweiten Halbzeit erwischte Kreuzlingen dann den klar besseren Start und ging mit 21:17 in Führung, ehe den Gästen nach sieben Minuten der nächste Treffer gelang. Wenig später verschossen die Einheimischen bereits ihren dritten Penalty. Statt auf vier Tore vorzulegen, mussten sie Yellow wieder bis auf einen Treffer aufschliessen lassen. Die Partie verlief in dieser Phase leistungsmässig ziemlich wellenförmig. Nun konterte wieder der HSCK und legte mit vier Toren in Folge auf 25:20 vor. Zu spielen waren noch rund 13 Minuten. Nach einem Time-out von Trainer Oliver Roth agierten die Zürcherinnen mit sieben Feldspielerinnen. Damit kam Kreuzlingen eigentlich ganz gut zurecht und lag dreieinhalb Minuten vor Schluss immer noch mit 29:26 vorne. Am Ende liess sich der HSCK die Butter aber trotzdem noch vom Brot nehmen. Ein Kreuzlinger Fehlpass zur Unzeit ermöglichte Yellow’s Grozdanovska acht Sekunden vor der Sirene den Ausgleichstreffer. Und weil die italienische Nationalkeeperin Anja Rossignoli in der Schlusssekunde den Wurf von Maria Olsovska blockieren konnte, durfte Yellow über ein Unentschieden jubeln, das sich für den HSCK wie eine Niederlage anfühlte. Allerdings eine ohne Folgen, denn in der Auf-/Abstiegsrunde beginnt alles wieder bei null.
Bereits am kommenden Samstag starten die Kreuzlingerinnen in die zehn Partien umfassende Auf-/Abstiegsrunde SPL1/SPL2. Dabei empfangen sie um 19 Uhr den SPL2-Qualifikationssieger Olten. Den Solothurnerinnen wird der Aufstieg ins Oberhaus durchaus zugetraut. Sie wissen mit der Topscorerin Nina Van Polanen (3 A-Länderspiele) und Ivana Müller-Ravlic zwei langjährige erfolgreiche SPL1-Spielerinnen in ihren Reihen. Der HSCK dürfte also gleich zu Beginn auf einen ziemlich unbequemen, keinesfalls zu unterschätzenden Widersacher treffen. Die weiteren Gegner in der Auf-/Abstiegsrunde heissen Thun, Herzogenbuchsee, Zürich (alle SPL1) und Arbon (SPL2).
red
HSC Kreuzlingen – Yellow Winterthur 29:29 (17:17)
Egelsee. – 200 Zuschauer. – Sr. Keiser/Rottmeier.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 5-mal 2 Minuten gegen Winterthur.
Kreuzlingen: Siggaard (1.-60./13 Paraden), Wörner (für 3 Penalties/0 Paraden); Mayer (1), Kampelmühler (2), Skoricova (7/1), K. Novotna (4/2), Weidmann (1), Rothacker, Marku (6), Gulyas (4), Lischka (1), Olsovska (3), Heinstadt.
Winterthur: Fischbacher (1.-25./1 Parade), Rossignoli (25.-60./7 Paraden), Mützenberg (2 Paraden); Vasic (3), Bölsterli, Makar (1), Von Arx, Grozdanovska (10/5), Mössner (4), Kratz, Rusert (5), Husmann (4/1), Abramovicz (2).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Klein, P. Novotna, Petre (alle verletzt), Scherrer und Suter (beide überzählig). – Penaltystatistik: Kreuzlingen 4 von 7, Winterthur 6 von 6. – Best-player-Wahl by Rausch AG: Pashke Marku (K) und Simona Grozdanovska (W).
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