Kleine Runde an der Prämierungsfeier: v.l. Jimmy Saxer, Liselotte Füllemann, Daniel Jäger, Nina Wägeli, Fabio Schmid, Urs Haag, Jakob Stark. zVg
29.11.2021 14:33
Auszeichnungen zum Jahresende
Ein schwieriges Rebjahr neigt sich dem Ende zu! Da freuen sich die Thurgauer Winzerinnen und Winzer ganz besonders über die 28 Gold- und Silberauszeichnungen, welche ihre Weine an diversen Wettbewerben geholt haben. Coronabedingt im kleinen Rahmen ehrte der Branchenverband Thurgau Weine an seiner Weinprämierungsfeier alle prämierten Winzerinnen und Winzer.
Thurgau Die letzten Jahre waren im Thurgau prächtige Weinjahre. Warme Sommer und praktisch keine Unwetter. Es entstanden hervorragende Trauben, die sich dank dem Wissen der Winzerinnen und Winzer in edle Tropfen verwandelten. 13 Goldauszeichnungen und 15 Silberne holten die Thurgauer Weine an den verschiedensten nationalen und internationalen Wettbewerben. Ob Grand Prix du Vin Suisse, Mondial des Pinots oder Berliner Weintrophy überall waren Thurgauer Weine an der Spitze vertreten. Gleich drei Goldauszeichnungen holten sich das Weingut Wolfer in Weinfelden und Schmidweine aus Schlattingen. Das Weingut Saxer darf sich über zwei Goldprämierungen freuen. Die weiteren gehen an Kartause Ittingen, Schloss Herdern, Rebgut Jäger und Rutishauser-DiVino SA.
2021: Qualität statt Quantität
«Nach einem schneereichen Winter startete die Vegetation zu einem normalen Zeitpunkt. Doch schon bald zeigte sich das Rebjahr 2021 von seiner anspruchsvollen Seite», sagt Markus Leumann, Rebbaukommissär TG, SH und ZH. Gewitterstürme mit Hagel gleich nach der Blüte, extreme Niederschlagsmengen und die feuchte Witterung machten Pflanzenschutz zum Dauerthema und Totalausfälle waren nicht zu vermeiden. Ein sonniger Herbst entschädigte etwas für die Strapazen. Bei der Lese bestätigte sich jedoch die Vermutung und der Ertrag viel so tief aus wie seit 20 Jahren nicht mehr. Und trotzdem sagt Jakob Stark, Präsident Brachenverband Thurgau Weine: «Die Thurgauer Winzerinnen und Winzer schafften es trotz diesen schwierigen Bedingungen, gehaltvolles Traubengut zu ernten. Weshalb wir gespannt sein dürfen auf die Weine des Jahrgangs 2021.»
Herausforderungen nicht nur im Rebberg
Wein ist bekanntlich Geschmacksache und so sind die Auszeichnungen ein wertvoller Kompass für die Winzerinnern und Winzer. «Sie sind eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit und helfen auch beim Verkauf,» sagt Martin Wolfer, Weingut Wolfer. Auch hier mussten die Winzerinnen und Winzer in diesem Jahr wieder flexibel sein. Den coronabedingt gab es immer noch zahlreiche Einschränkungen und die Direktvermarktung erhielt noch mehr Bedeutung. Auch die Volksabstimmungen im Juni erhöhten den Kommunikationsbedarf untereinander und zwischen Winzer und Kunde. «Das Rebjahr 2021 zeigte, wie wichtig der offene Austausch zwischen den Winzerinnen und Winzer aller Couleur ist, um gemeinsam die jetzigen und künftigen Herausforderungen möglichst gut zu meistern», resümierte Jakob Stark, Jetzt wird aber erstmals gefeiert und auf die prächtigen Weine angestossen.
Eine Liste mit allen prämierten Weine ist auf www.thurgauweine.ch zu finden.
red