Bestattungswesen in Weinfelden sorgt für Novum im Thurgau
Ab dem 1. Januar 2024 erweitert die Stadt Weinfelden die Bestattungsdienstleistungen. Gab es bisher nur ein Bestattungsunternehmen, stehen ab Januar zwei Unternehmen zur Auswahl.
In Weinfelden stehen ab 1. Januar 2024 zwei Bestattungsunternehmen zur Auswahl: v.l. Peter Jenny von Ppunkt Jenny Bestattungen, Stadträtin Ursi Senn-Bieri, Roger Häfner-Neubauer, Leiter Bestattungsamt Weinfelden, sowie Marcel und Irina Thalmann von der Thalmann Bestattungsdienste AG. Bild: Nico Wrzeszcz
Ab dem 1. Januar 2024 erweitert die Stadt Weinfelden die Bestattungsdienstleistungen. Gab es bisher nur ein Bestattungsunternehmen, stehen ab Januar zwei Unternehmen zur Auswahl.
Weinfelden Früher oder später wird jeder Mensch mit dem Thema Tod konfrontiert. Im Todesfall ist das Bestattungsamt die erste Anlaufstelle. «Die Aufgabe des Bestattungsamtes ist, die Angehörigen auf ihrem schweren Weg gut zu begleiten. Das Amt steht beratend zur Seite und organisiert die Beisetzung», erklärte Stadträtin Ursi Senn-Bieri. Bisher habe die Stadt Weinfelden mit der Thalmann Bestattungsdienst AG zusammengearbeitet, es entwickelte sich sogar eine Eingespieltheit. «Vor einigen Jahren gab es aber eine Anfrage, ob man nicht einen weiteren Dienstleister beauftragen könne. Dies wurde in der Kommission besprochen mit der abschliessenden Frage, ob sich daraus ein Mehrwert ergeben würde», so Senn-Bieri. Gemeinsam mit dem Stadtrat habe die Kommission nun entschieden, den Weg für einen zweiten Dienstleister frei zu machen. «Die Abläufe sind für die Betroffenen sehr wichtig. Ab dem 1. Januar 2024 können wir Ihnen mit der Auswahl aus zwei Dienstleistern einen Mehrwert bieten.» Die Stadt Weinfelden sei schliesslich am Wachsen, auch mit Blick auf die Bevölkerungszahlen.
«Bei einem Todesfall sind die Heime oder auch die Polizei, sollte die Person zu Hause versterben, direkt involviert. Dazu sind die Kenntnisse nötig, dass man neu die Wahl zwischen zwei Bestattungsunternehmen hat», erklärte Roger Häfner-Neubauer, Leiter Bestattungsamt Weinfelden. Die Stadt Weinfelden halte sich bei der Entscheidung über das Bestattungsunternehmen raus. Den Heimen, der Polizei oder dem Bestattungsamt sei es dabei selbst überlassen, inwieweit sie die Angehörigen bei der Wahl des Bestattungsunternehmens mit einbeziehen. Einzig bei Todesfällen zuhause entscheiden die Angehörigen selbst.
Der Vorteil an zwei Dienstleistern: beide Unternehmen verfügen über grosse Erfahrungen auf ihrem Gebiet und hätten auch die nötigen Kapazitäten. «Das Bestattungswesen ist eine sehr spezielle Dienstleistung, man muss vor Allem im Kontakt mit den Angehörigen gut mit dem Thema Tod umgehen können.» Mit dem Weg hin zu zwei Dienstleistern sei im Kanton Thurgau auch ein gewisses Novum geschaffen worden. «Durch die Beauftragung von zwei Bestattungsunternehmen lösen wir eine Monopolstellung auf», so Häfner-Neubauer.
Auf dem Friedhof gibt es vier Aufbahrungsräume, dort haben die Angehörigen die Möglichkeit, sich vor der Bestattung noch einmal von Ihren Liebsten zu verabschieden.
Von Nico Wrzeszcz
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