03.11.2022 08:45
«Biz am Schwimmä»
Messen Weinfelden leitet neu die Vermarktung des Thurgauerhofsaals
Beat Engel und der Thurgauerhof - zwei, die einfach zusammengehören. Doch seit dem 1. August gehen er und der grosse Saal «getrennte Wege». Im Sommer reichte der Hotelier die Kündigung bei der Stadt für die Vermarktung des Thurgauerhofsaals ein.
Weinfelden «Für Beat Engel waren die letzten Jahre während der Pandemie keine einfache Zeit. Wir können verstehen, dass er sich nun voll auf sein Kerngeschäft, die Leitung des Hotels, konzentrieren möchte», sagt Max Vögeli. Bisher managte Engel gemeinsam mit seinem Team die Vermietung der zweitgrössten Eventlocation im Kanton in Eigenregie. Man sei sich aktuell am Einpendeln, so der Stadtpräsident. Die neue Aufgabe übernimmt der grösste Kunde des Thurgauerhofsaals: Mit der Messen Weinfelden AG habe man einen erfahrenen Partner gefunden, der im Rahmen eines Leistungsauftrags der Stadt die Vermarktung übernommen hat. Altbekanntes und Neuland Für Messen Weinfelden Geschäftsführer Gregor Wegmüller eine naheliegende Kooperation. «Zwei Drittel der Thurgauerhofsaal-Kunden kannten wir bereits. Dazu sind wir gut vernetzt in der Eventlandschaft im Thurgau», so Wegmüller. Es sei ihre «Mission», den Thurgau im Herzen des Kantons zu beleben. «Das Engagement im Thurgauerhof passt sehr gut in unser Portfolio», ist er überzeugt. Kulturanlässe von ausserkantonalen Veranstaltern zu koordinieren, sei hingegen Neuland für sie. Nach einem «Eingrooven» werde das Team um den «WEGA-Macher » aktiv auf Kundenakquise gehen und ihr Netzwerk ausserhalb der Kantonsgrenzen weiter ausbauen. Aktuell seien sie noch etwas «am schwimmen», doch der grösste Lupf sei getan. So musste ein neuer Hausmeister gefunden und die Infrastruktur wie Reinigungsmaschinen aufgestockt werden. Auch die ganzen Abläufe galt es neu zu koordinieren. Für die Stadt wie auch die neue Vermarkterin eine Mammutaufgabe in kurzer Zeit.
Kein Blindflug mehr
Rund 80 Veranstaltungen im Jahr fanden bisher im Thurgauhofsaal statt. Die Zahl dürfe gerne noch steigen, so Gregor Wegmüller. Besonders freut es die Messen-Weinfelden- Crew, dass ihre Arbeit künftig schneller «messbar» sei. «Mit den Messen arbeiten wir jeweils ein halbes Jahr im Blindflug auf einen Event hin. Mit den regelmässigen Veranstaltungen im Saal können wir Aufträge schneller abschliessen. Auch ein schönes Gefühl.» Auf Provision arbeitet Messen Weinfelden auf Anfrage aber nicht. Der exklusive Caterer bleibt weiterhin der Stelzenhof, der die Küche gemietet hat. Nur Vereine dürfen laut Max Vögeli einen externen Partner engagieren. Trotz vieler Neuerungen sind beide Parteien zufrieden: «Der Übergang ist reibungslos verlaufen», zeigt sich Vögeli erleichtert. Den Zeitaufwand für die neue Aufgabe kann Wegmüller noch nicht einschätzen. Ende Jahr werde man sehen, wo das Team aufgestockt werden muss.
Von Desirée Müller