Für die Angehörigen ist es schwer, wenn ein Familienmitglied an Demenz erkrankt.
06.03.2024 09:40
Demenz: Für Angehörigeein schmerzhafter Prozess des Abschiednehmens
Am Donnerstag, 11. April findet im Thurgauerhof in Weinfelden von 14 bis 16 Uhr die Impulsveranstaltung «Demenz aus der Sicht der Angehörigen» statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung unter: www.demenz-terzstiftung.ch oder Telefon 052 723 37 00.
Weinfelden Im Zentrum dieser Impulsveranstaltung steht ein Referat von Dr. med. Irene Bopp-Kistler. Sie hat fast drei Jahrzehnte in der Memory Clinic des Stadtspitals Zürich Waid Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen begleitet - auf dem Weg zur Diagnose und darüber hinaus. Obwohl sie seit 2024 pensioniert ist, unterstützt sie Ratsuchende noch immer in einer mediX Gruppenpraxis. Moderiert wird diese Veranstaltung, welche Projektleiter René Künzli eröffnen wird, von dem Gerontologen Carsten Niebergall. Musikalisch umrahmt wird der Anlass von Otto Spring. Dies hat einen besonderen Grund: Bei einer Demenz bleibt das musikalische Gedächtnis bewahrt. Musik ist Balsam für die Seele. Auch das Tanzen ist neben dem Singen eine hervorragende Tätigkeit. Mit dem Singen wird zudem die Sprache stimuliert. In Zürich wurde sogar der «Weischno-Chor» für Menschen mit und ohne Demenz gegründet, der sich eines grossen Zuspruchs erfreut. Mit dem Film mit Brigitte und Nick Labhart soll konkret an einem Angehörigenbeispiel aufgezeigt werden, wie Ehefrau und Sohn die krankheitsbedingten Veränderungen von Michal Labhart erleben. Das Gespräch in diesem Film führte Rebecca Bohli. Dr. med. Irene Bopp-Kistler wird dann in ihrem Referat auf den schmerzlichen Prozess des Abschiednehmens für die Angehörigen eingehen. Christine Lienhard von der Stiftung Lebensfreude wird zudem an Beispielen aus der Praxis aufzeigen, was einfühlsame Clowns bei Demenzpatienten bewirken können. Mit einem weiteren musikalischen Beitrag wird der Anlass um 16.00 Uhr seinen Abschluss finden.
Am 28. März erscheint in den Weinfelder Nachrichten ein ausführliches Interview mit Dr. med. Irene Bopp-Kistler.
www.demenz-terzstiftung.ch
Werner Lenzin