Den Bund in die Pflicht nehmen
Im Gemeinderat wurde ausführlich über die Sicherheitslage in Kreuzlingen diskutiert. Inzwischen hat sich der Stadtrat schriftlich an den zuständigen Bundesrat Beat Jans gewandt.
Thomas Niederberger ist am Kreuzlinger Gespräch. zVg
Im Gemeinderat wurde ausführlich über die Sicherheitslage in Kreuzlingen diskutiert. Inzwischen hat sich der Stadtrat schriftlich an den zuständigen Bundesrat Beat Jans gewandt.
Kreuzlingen «Der Bund muss bei der Sicherheit im Asylwesen in die Pflicht genommen werden», forderte in einer emotional geführten Debatte SVP-Gemeinderätin Barbara Hummel vom zuständigen Stadtrat Thomas Beringer. «Wir sind in Kontakt mit dem Bund, der vom Staatssekretariat für Migration beauftrage Sicherheitsdienst kennt die Hotspots und überwacht diese vermehrt», sagte Thomas Beringer. Auch die Zusammenarbeit der städtischen und privaten Sicherheitsdienste mit der Kantonspolizei funktioniere.
«Wir unternehmen das Möglichste, wir können aber nicht garantieren, dass nichts passiert». Die Lage beunruhige, nicht nur in Kreuzlingen, sagte Stadtpräsident Thomas Niederberger. Der Stadtrat verstehe die unguten Gefühle in der Bevölkerung. «Ich habe dem zuständigen Bundesrat Beat Jans einen Brief geschrieben, in dem ich die Situation erläutere, untermauert mit parlamentarischen Vorstössen». Das Ziel sei es, mögliche Massnahmen zu besprechen. Allerdings diene es der Sache nicht, wenn Leserbriefe mit reisserischen Titeln veröffentlicht würden. Georg Schulthess widersprach vehement: «Der Stadtrat unternimmt nicht das Möglichste, wenn Thomas Beringer das so sagt, dann sollte er zurücktreten». SP-Gemeinderätin Elina Müller warnte vor sozialen Spannungen: «Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden, den Opfern muss geholfen werden». Aber leider herrsche jetzt eine «Sündenbock-Stimmung».
⋌kp
Es wird kommen wie in Deutschland. Frauen können sich am Abend nicht mehr ohne Angst in der Öffentlichkeit bewegen. Schliessen Sie endlich die Grenzen.
Nicole Riedmüller antworten
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