Von Stadtpräsident Thoams Niederberger (links) gabs einen Schirm für FCK-Präsident Daniel Geisselhardt. In der Hoffnung, dass eine Tribünenüberdachung bald folgt. Kurt Petere
31.05.2023 12:21
«Der FCK ist unser Club»
Mit Sonnenschein, vielen Gästen und dem letzten Heimspiel der Meisterschaft wurde der sanierte Fussballplatz des FC Kreuzlingen eingeweiht. Der Verein bedankte sich für die Infrastruktur, die Festredner für das Engagement des Clubs.
Kreuzlingen Im VIP-Bereich des Sportplatzes Klein Venedig konnte FCK-Präsident Daniel Geisselhardt zahlreiche Gäste begrüssen. «Wir sagen Danke für die tolle Infrastruktur, die uns Stadt- und Gemeinderat über das Budget ermöglicht haben», sagte er. Auch der Verein habe viel in Fronarbeit beigetragen: «Wir haben beispielsweise das Clubbeizli saniert und sind finanziell an die Grenzen gegangen». Nun sei die Anlage top modern. Grund für das Fest sei der Hauptplatz mit neuem Rasen, Lautsprecheranlage und Beleuchtung. «Uns zeichnet aus, dass wir mit dem Handicap-Team Integration betreiben, dass wir eine lebendige Juniorenabteilung haben und das Mädchenteam zusammen mit Münsterlingen, Tägerwilen und dem AS Calcio auf den Weg bringen», sagte Geisselhardt.
Altlasten entsorgt
Gemeinderatspräsident Urs Wolfender danke dem Verein für dessen Einsatz für die Stadt. «Wir können heute ein gelungenes Projekt einweihen und die Mannschaft hat sich klar in der 1. Liga behaupten können». Kreuzlingen könne stolz auf den FC sein, Wolfender lobte in seiner Ansprache vor allem die erfolgreiche Jugendarbeit: «In diesem Bereich wird viel wertvolle Arbeit geleistet, seit Jahren, und wir bedanken uns für dieses Engagement ganz herzlich».
Projektleiter Ruedi Wolfender, Abteilungsleiter im Departement Gesellschaft, ging auf die Projektierungs- und Bauzeit ein. Der FC Kreuzlingen habe profitiert von den Erfahrungen der bisherigen Sportplatzsanierungen. «Wir haben etwas Tolles auf den Altlasten gebaut», sagte er mit dem Hinweis auf den Baugrund. In diesem Bereich hätten sich einige Überraschungen ergeben, immerhin seien 250 Kubikmeter belastetes Aushubmaterial fachgerecht entsorgt worden. 8200 Quadratmeter Rasen gepflanzt, 920 Quadratmeter Verbundstein gesetzt, 1900 Tonnen Rasentragschicht eingebaut, sechs neue Beleuchtungsmasten und eine neue Akustikanlage: «Das sind die Zahlen, hinter dem Gelingen stehen versierte und gute Handwerker». Stadtpräsident Thomas Niederberger sprach von einem erfreulichen Tag, an dem die neue Anlage eingeweiht werden könne. «Die Gastmannschaften sind wohl alle begeistert vom Platz und vom attraktiven Standort am See». Er wolle allen Beteiligten danken und vor allem dafür, dass das Projekt innerhalb des Budgets von 1,3 Millionen Franken abgeschlossen worden sei. Er gratulierte der 1. Mannschaft, dass sie den Ligaerhalt souverän geschafft habe, dies nach anfänglichen Problemen. In Anspielung auf eine Anfrage für die Überdachung des Zuschauerbereichs brachte Niederberger einen Schirm als Geschenk mit: «Mehr liegt heute nicht drin».
Nationalrat Christian Lohr lobte den Verein für seine Arbeit im Bereich Inklusion. «Das ist eine Erfolgsgeschichte, die Bodensee-Kickers sind nicht am Rand des FC tätig, sie sind als vollwertige Mannschaft aufgenommen». Das sei gelebter Fussball: Miteinander auftreten, miteinander siegen, miteinander verlieren. Sein Wunsch sei es, dass die Gesellschaft mehr vom Inklusionsgedanken mitnehme, dass respektvoll und tolerant miteinander umgegangen werde. «Den Tag nehme ich als Festtag für den FCK wahr und ich sage: Das ist unser Club».
Von Kurt Peter