Sie präsentierten die Sonderausstellung (vl): Dorena Raggenbass, Nina Schläfli und Yvonne Istas. Kurt Peter
12.05.2022 06:00
Der geschichtliche Teil des Jubiläums
«Gartuliere!» - Sonderausstellung im Museum Rosenegg zu 75 Jahre Stadt Kreuzlingen eröffnet am 15. Mai und dauert bis 11. September
Die Menschen stehen im Mittelpunkt der Sonderausstellung, welche auf die Geschichte der Stadt von 1947 bis heute zurückblickt. Sie bietet Einblicke in Entwicklungen der Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Bildung
Kreuzlingen «Seit zwei Jahren laufen die Vorbereitungen für die Ausstellung», erklärte Museumsleiterin Yvonne Istas anlässlich der Vorstellung von «Gratuliere! - 75 Jahre Stadt Kreuzlingen». Stadtpräsident Thomas Niederberger «freut sich wahnsinnig, dass die Ausstellung am 15. Mai eröffnet werden kann». Sie sei bis 11. September im Museum Rosenegg zu sehen und bilde den geschichtlichen Teil des Jubiläumsjahres, ein Meilenstein im Hinblick «auf das Stadtfäscht vom 1. bis 3. Juli, welches sicher den absoluten Höhepunkt für die Kreuzlinger Bevölkerung bieten wird». Die Sonderausstellung zeige auf, wie sich die Stadt seit dem Jahr 1947, als die 10. 000 Einwohnerin geboren wurde, entwickelt habe.
Prägende Ereignisse
Zusammengestellt hat die Ausstellung die Kreuzlinger Historikerin Nina Schläfli. Es sei ihr eine Ehre gewesen, diese Inhaltlich zu gestalten und am Aufbau dabei gewesen zu sein. «Es ist eine Übersichtsausstellung, die Themen können nur an der Oberfläche gezeigt werden». Zentral sei die Frage, was Kreuzlingen ausmache. «Und dies sind die Menschen, die hier Arbeiten, Wohnen, Kultur und Gastronomie geniessen, Sport treiben, zur Schule gehen und die Freizeit geniessen». Aus rationellen Gründen seien zwei wichtige Themen gestrichen worden: Städtische Infrastruktur und Verkehr. «Es war uns wichtig, die Quartiervereine in die Ausstellung mit einzubeziehen», so Stadträtin Dorena Raggenbass. So seien in den verschiedenen Räumen Interviews mit den Bewohnerinnen und Bewohner aus den vier Quartieren zu sehen und zu hören. Bustouren durch die Quartiere würden im Rahmenprogramm angeboten. Einen besonderen Höhepunkt bilden die vielen Fotos, die im Rahmen der Sonderausstllung ein erstes Mal öffentliche gezeigt werden. Neben Bilder aus der städtischen Sammlung handelt es sich um private Fotos aus der Bevölkerung, welche diese für die Sonderausstellung zur Verfügung gestellt haben.
«Fotos dürfen übrigens immer noch eingereicht werden», erklärte Yvonne Istas, «so dürfen und sollen die Bewohner und Bewohnerinnen Einfluss auf die Ausstellung nehmen». Neben der Entwicklung der Stadt in den vergangenen 75 Jahre werden in einem Raum auch wichtige Ereignisse dieser Zeit präsentiert. Im Zentrum dabei natürlich der Brand der Kirche St. Ulrich 1963. «Die Katastrophe war prägend für die Stadt», so Dorena Raggenbass. Ebenfalls prägend und noch gar nicht lange zurück war die Schliessung der Grenze während der Pandemie. «Wir gewähren auch Einblicke in Projekte, die diskutiert, aber nie verwirklicht wurden».
Von Kurt Peter