Rund 120 Gäste trafen sich am "Chranz-Club"-Anlass. zVg
28.11.2022 15:17
Der Tradition um den Schwingsport verpflichtet
120 Gäste am «Chranz Club»- Anlass in der Festscheune beim Fussballgolf Thurgau in Müllheim
«Wir wollen heute Abend die Tradition des Schwingens leben und den Austausch unter Gleichgesinnten geniessen», sagte Manuel Strupler, Präsident des «Chranz Club» bei der Begrüssung der 120 Gäste.
Region Er machte darauf aufmerksam, dass es zur Aufgabe des Vereins gehört, die aktive Thurgauer Schwinger und deren Nachwuchs zu unterstützen und die Tradition des Schwingens und dessen Werte im Thurgau zu pflegen. «Heute Abend wollen wir die gesellschaftlichen Kontakte unter allen am Schwingsport Interessierten pflegen und auf die wichtigsten Highlights des zu Ende gehenden Schwinger-Jahres zurückblicken», freute sich Strupler. Er freute sich, dass ein Teil des zurzeit 120 Mitglieder zählenden Vereins das Kantonale hier in Müllheim, das NOS und das Schwingfest auf der Schwägalp zusammen besucht haben.
Kampfrichter am Eidgenössischen
Im Verlaufe des Abends blickte der Präsident zurück auf das Kantonale Schwingfest in Müllheim. Dabei lobte er das grosse Engagement von den gesamten OK Mitgliedern, den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, darunter auch zahlreiche Jugendliche. «Wo gibt es das, dass Spitzenschwinger, wie unsere, eine Woche beim Aufbau des Festplatzes helfen und anschliessend ihren Wettkampf absolvieren», fragte sich Strupler. Er war als OK-Präsident zusammen mit Vizepräsident Mathias Tschanen Hauptverantwortlicher des Anlasses. Danach Kampfrichter Urs Schatt berichtete von seinem Einsatz als Kampfrichter am diesjährigen Eidgenössischen Schwingfest in Pratteln vor 50'000 Zuschauern: «Zu meinem Vorbereitungsarbeiten gehörte auch das Kennenlernen der Teamkollegen und die Verständigung infolge fehlender Sprachkenntnisse mit Händen und Füssen.» Für ihn waren es zwei gute Tage mit guten Entscheidungen und sein erklärtes Ziel: «Ich hänge nochmals ein Jahr an» wurde mit grossem Applaus quittiert.
Die beiden Aushängeschilder
Inmitten der fröhlichen Schwingerrunde sitzt auch Regierungsrätin Monika Knill zusammen mit ihrem Ehemann. «Ich bin seit Anfang an dabei in diesem Verein und konnte nicht nein sagen, als Manuel mich anfragte», stellt sie fest. Für sie übt alles rund um den Schwingsport eine Faszination aus, die sie in ihrer Gesamtheit tief beeindruckt. Wichtig findet sie, dass junge Menschen beim Schwingsport, wie in jedem Sport, sich lernen einzuordnen und lernen, was Fairness grundsätzlich bedeutet. «Der ursprünglich olympische Gedanke kann nicht am PC erfüllt werden, sondern vielmehr auf dem Schwingplatz», davon ist die Regierungsrätin überzeugt. Als wichtige Aufgabe des Clubs nennt sie die Unterstützung des Nachwuchses. Über ihre Erfahrungen in diesem Jahr berichten die beiden
Aushängeschilder im Thurgauer Schwingsport: Samuel Giger und Dominic Schneider. Ersterer ist nach einem mehrwöchigen Aufenthalt zusammen mit seiner Freundin in Australien «top motiviert», wie er sagt, in die Heimat zurückgekehrt. Schneider hat nach seinem erfolgreichen zweiten Platz am Eidgenössischen in Pratteln nach dem anfänglichen Medienrummel wieder in den Alltag zurückgefunden und seine Arbeit auf dem Hof in Friltschen wieder aufgenommen, wobei es auch galt, zahlreiche Briefe von jugendlichen Fans zu beantworten. Während bei Schneiders daheim eher weniger über das Schwingen gesprochen wird, ist bei der Schwingerfamilie von Gigers Freundin Michelle das Thema Schwingsport «einmal mehr und einmal weniger» ein Thema. Beide Spitzenschwinger kommunizieren klar: «Wir wollen weiterhin im Thurgau trainieren und sind auch gewillt, unser Wissen auch ausserkantonalen jungen Schwingern weiterzugeben. Beide haben ihr Training wieder aufgenommen und planen die Teilnahme an den verschiedensten Schwingfesten im kommenden Jahr. Erstmals will Giger am Unspunnen-Schwinget im kommenden Jahr. Erstmals will Giger am Ende August dabei sein. Er wünschte sich abschliessend wohl das, was alle Anwesenden anstreben: «Es gilt Sorge zu tragen am Schwingsport und trotz anstehenden Veränderungen gilt es Traditionen und Brauchtum auch in Zukunft zu pflegen und zu erhalten.» Nach einer kurzen Verdankung und dem Schlusswort des Präsidenten wurde das Dessertbuffet eröffnet und natürlich der gesellige Austausch unter den Mitgliedern genossen.
Von Werner Lenzin