Erich von Däniken
Nach seinem Vortrag im Modelhof hat sich Erich von Däniken Zeit genommen für ein Interview mit den «Frauenfelder Nachrichten».
Herr Däniken, wie fanden Sie den Anlass im Modelhof?
Anstrengend, so ganz ohne Mikrofon. Aber ich bin es gewohnt frei zu reden. Das Publikum war sehr angenehm. Sehr interessiert. Andernorts ist es schon vorgekommen, dass ich oft unterbrochen wurde.
Kannten Sie viele Gäste?
Ich habe einige Gesichter gesehen, die mir bekannt vorkamen.
Waren Sie schon einmal hier?
Nein.
Warum eigentlich immer ein blaues Jacket?
Aus Gewohnheit. Weil es einfach meine Farbe ist. Ich habe 14 davon im Schrank.
Es gibt Menschen, die spotten über Sie. Macht Ihnen das etwas aus?
Damit kann ich leben, da stehe ich drüber. Ich habe 75 Millionen Bücher verkauft. Ärgerlich finde ich nur, wenn mich Menschen kritisieren, die nichts von mir gelesen haben.
... und wenn man Sie als Verschwörungstheoretiker bezeichnet?
Da kann ich nur müde lächeln. Ich habe diese Sachen ja nicht erfunden. Am Vortrag habe ich etliche hochrangige Politiker zitiert, die den Kontakt zu Aliens und auch den Austausch von Informationen bestätigen. Die bestätigen, dass es Vereinbarungen mit denen gibt, sich noch nicht zu zeigen, weil das die Erde ins Chaos stürzen würde.
Die Suche nach vermeintlicher Präsenz ausserirdischer Intelligenz in der Menschheitsgeschichte gilt als «Pseudo-Wissenschaft». Wie stehen Sie dazu?
Auch mit Kritik kann ich umgehen. Leider fehlt vielen Wissenschaftlern Basiswissen. So gibt es tolle, fähige Astronomen. Vernünftige Menschen. Aber sie wissen nichts über das Thema.
Diese Ausserirdischen, die uns beobachten, die angeblich unter uns sind, die klingen wie extraterrestrische Schweizer: hoch entwickelt, rücksichtsvoll, eher sanft und freundlich ...
Es wimmelt im All von Lebensformen, wie Blumen auf einer Wiese. Manche sind völlig anders als wir Menschen, unvorstellbar anders. Aber einige davon sind menschenähnlich.
Sie beklagen sich, dass die Presse hierzulande absichtlich nicht über diese Themen berichtet. Das hört sich jetzt schon nach Verschwörung an ...
Das ist einfach Fakt. Es gibt in der Schweiz noch genau eine unabhängige Zeitung, und das ist die «Weltwoche». Nehmen wir die Funde von Alien-Mumien in Peru vor wenigen Jahren. Für mich ein klarer Beweis für Ausseridische. Das wurde totgeschwiegen. Sie finden auch keine Rezensionen meiner Bücher in den hiesigen Medien.
Auf der anderen Seite veröffentlichen Sie mit der Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI (A.A.S.) selbst ein Magazin. Öffentlichkeit wird also hergestellt ...
Unser Magazin ist unpolitisch, wir widmen uns nur der Frage, ob es Besuch von Ausserirdischen gibt. Sobald andere Journalisten oder Journalistinnen über neue Erkenntnisse auf diesem Gebiet schreiben wollen, wird das von oben abgeblockt. Das habe ich selbst erlebt. Verleger und Chefredaktoren haben Angst, dass man sie nicht mehr ernst nimmt. Dabei haben wir gute Argumente.
In den USA und in Brasilien ist das anders?
Beides sind wunderbare UFO-Länder. Da kann man sich mit Wissenschaftlern an den Tisch setzen und sachlich über UFOs diskutieren. Obwohl der CIA schon in den 60er Jahren das Motto ausgab, Ufologen lächerlich zu machen. Mein erstes Buch, übersetzt «Chariots of the Gods», kennt in den USA jeder. Von der Serie «Ancient Aliens» gibt es mittlerweile über 200 Folgen. Das Thema ist in.
Stimmt es, dass Sie an Ihrem 85. Geburtstag Post vom Vatikan bekommen haben?
Der Papst hat mir mit einer schönen Urkunde zum Geburtstag gratuliert. Darauf erteilt mir der Heilige Vater Franziskus von Herzen den apostolischen Segen und erbittet die Fülle der göttlichen Gnaden für mich.
Sie glauben an Gott, beten immer noch jeden Tag. Wie passt das mit Aliens zusammen?
Sehr gut. Ein Schöpfer muss ja auch diese erschaffen haben. Aber der Gedanke vom Menschen als Krone der Schöpfung, davon müssen wir uns verabschieden.
Sie sind jetzt bald 87 Jahre alt – und bieten immer noch Bildungsreisen an und halten etliche Vorträge. Was treibt Sie an?
Ich möchte die Menschen dazu bringen, nachzudenken. Es geht nicht um Glauben. Man soll darüber reden, aber daran glauben muss man hinten und vorne nicht. Ich bin kein Guru, ich leite keine Sekte. Vor Ort zu zeigen, was hier nicht stimmen kann, ist immer am Eindrücklichsten. Auf diesen Reisen waren übrigens schon Journalisten dabei. Die waren schwer beeindruckt.
Und Entertainment?
Nur um zu unterhalten, würde ich nicht so viel Arbeit auf mich nehmen.
Wie geht es eigentlich Ihrem Vergnügungspark?
Der ist seit bald zwei Jahren geschlossen. Corona Pause. Hoffentlich ist dieser Spuk bald zu Ende.
Ihr Einfluss auf die Popkultur ist jedenfalls riesig. Vor allem auf das Kino. Haben Sie einen Lieblingsfilm?
«2001 – A Space Odyssee». Und «Star Gate» von Roland Emmerich. Den hatte ich sogar schon mal am Telefon.
Was passiert mit Ihrem geistigen Erbe, wenn Sie mal nicht mehr können oder mögen?
Es gibt mittlerweile sehr viele gute Forscher auf dem Gebiet. Mich selbst braucht es da gar nicht mehr. Die Idee ist nicht mehr zu killen.




Vampirgerüchte mit glanzvoller Premiere
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