Die Weinfelder Schüler sammelten rund 100 kg Abfall am nationalen Clean Up Day. Nico Wrzeszcz
22.09.2022 09:19
Die Strassen sind wieder sauberer
Weinfelder Schüler sammelten über 100 Kilogramm am Clean-Up-Day
Am letzten Freitag und Samstag fand in der ganzen Schweiz der Clean-Up-Day 2022 statt. Aus diesem Anlass waren am Freitag, 16. September, 160 Schülerinnen und Schüler aus neun Schulklassen auf den Strassen unterwegs.
Weinfelden Zum ersten Mal nahm die Stadt Weinfelden unter der Verantwortung von Stadtrat Daniel Engeli am nationalen Clean-Up-Day teil. Rund 160 Schülerinnen und Schüler aus neun Weinfelder Klassen der Primarschule waren während etwa zweieinhalb Stunden im Einsatz. «Die Stadt nutzt die nationale Aktion zur Sensibilisierung der Bevölkerung. Littering sorgt für Unmut und verursacht Kosten für die Allgemeinheit», erklärte Daniel Engeli die Motivation der Stadt Weinfelden an der diesjährigen Teilnahme am Clean-Up-Day. «Ich bin der Meinung, dass das Liegenlassen, beziehungsweise Wegwerfen von Abfall eine Charaktersache ist», so der Stadtrat weiter. Vier Botschafter der IGSU waren am Freitag mit den Schulklassen unterwegs. Diese achteten darauf, dass der gesammelte Müll einigermassen getrennt wird, also dass Glasflaschen in anderen Müllsäcken landen als der übliche Restmüll.
150 Abfallkübel im Stadtgebiet
Der Werkhof Weinfelden unter der Leitung von Martin Schneeberger, unterhält etwa 150 Abfallkübel auf dem ganzen Stadtgebiet. Die Standorte werden teils bemängelt, sei es über die Lage oder das Fehlen. In den nächsten Jahren werde der Werkhof sukzessive Abfalleimer ersetzen und Standorte bedürfnisgerecht ergänzen. Bereits in diesem Jahr haben die Grillstellen neue Abfallkübel aus Holz erhalten. «Unsere Mitarbeitenden vom Werkhof leisten Top Arbeit für ein sauberes Weinfelden. Schön, wenn ihre Arbeit von unserer Bevölkerung in Weinfelden ästimiert wird», lobte Daniel Engeli die Arbeit von Martin Schneeberger und seinem Team. In Weinfelden gebe es einige Hotspots, an denen vermehrt Müll liegen gelassen wird. «Zusätzlich zum Werkhof patrouilliert unser mandatierter Sicherheitsdienst Securitas im Stadtgebiet und spricht Gruppen an», erklärte der Stadtrat. Der Sicherheitsdienst könne Bussen aussprechen, dabei müssen die Personen aber in flagranti erwischt werden und der Abfall der Person zugesprochen werden können. Die Bussgeldhöhe beläuft sich auf 50 Franken. Jährlich fallen rund zehn bis 15 Bussen an.
«Bewusstsein stärken»
Zum Clean-Up-Day hat die Stadt Weinfelden bei der Schule angefragt, neun Primarschulklassen haben sich beteiligt. «Es ist wichtig, dass wir den Schülern von Klein auf mitgeben, dass irgendjemand am Ende den Müll aufsammeln muss», erklärte Primarschulpräsident Thomas Wieland. «Unser Ziel ist es, so früh wie möglich das Bewusstsein der Schüler zu stärken.» Am Freitag nahmen Klassen von der zweiten bis zur sechsten Klasse teil. Auch im Unterricht soll Littering regelmässig thematisiert werden. Gegen 11 Uhr trafen die Schulklassen nach rund zwei Stunden Müll sammeln am Weinfelder Marktplatz ein. Vor allem die Kleinsten hatten eine grosse Freude daran. Auch am Marktplatz sammelten sie nach Hinweis von Werkhofleiter Martin Schneeberger munter weiter. Noch vor Eintreffen der Schüler meinte Schneeberger: «Ich schätze, dass keine 100 Kilogramm Müll zusammen kommen werden. Aber dennoch finde ich es gut, dass dieses Problem bei den Jungen schon thematisiert wird.» Das Werkhof-Team sei im Sommer oft auch am Wochenende unterwegs um den Müll einzusammeln, vor allem an den bekannten Hotspots. Doch auch viel illegal entsorgter Müll sorgt für Arbeit für das Werkhof-Team. So werde viel Abfall und auch Sperrgut oft im Wald oder an der Thur entsorgt.
Je mehr Klassen am Marktplatz eintrafen, umso grösser wurde der Haufen an Müllsäcken. Unter anderem ein Fahrradschloss oder eine noch verschlossene Bierdose wurden gefunden. Am Ende nahm Schneeberger den Müll mit zur KVA zum Wiegen und zur Entsorgung. Die Schülerinnen und Schüler haben leicht aufgerundet 100 Kilogramm Klein-Abfall gesammelt.
Von Nico Wrzeszcz