Auf der Wiese soll künftig ein Gemeinschaftsgarten realisiert werden. Kurt Peter
25.11.2022 00:00
«Ein Budget ohne grosse Wellen»
Evangelische Kirchgemeinde rechnet mit einem kleinen Verlust
Das Budget 2023 der evangelischen Kirchgemeinde rechnet bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 16 Prozent mit einem kleinen Verlust von 44 000 Franken. Das Resultat ist bei steigenden Ausgaben den höheren Steuereinnahmen bei juristischen Personen zu verdanken.
Kreuzlingen «Wir sind froh, ein ausgeglichenes Budget mit gleichbleibenden Steuerfuss präsentieren zu können», erklärte die Präsidentin der evangelischen Kirchgemeinde Susanne Dschulnigg. Die Stimmberechtigten würden am 6. Dezember an der Versammlung über ein Budget befinden, welches «sich im Rahmen des Vorjahres bewegt und keine grossen Wellen wirft». Was ihr Sorgen macht ist eine Motion im Grossen Rat, welche die Abschaffung der Kirchensteuern für juristische Personen fordert.
Energiekosten steigen massiv
Die Einnahmen aus diesen Steuern beliefen sich auf 16 Prozent des Budgets. Die Kirchen hätten zudem Aufgaben im öffentlichen Interesse zu erfüllen, etwa den Unterhalt der Sakralbauten oder im Sozialbereich, wenn es um randständige Personen gehe. «Ausserdem beruht unser Staat auf christlichen Werten». Dschulnigg verwies anlässlich der Medienkonferenz auf zwei personelle Veränderungen im kommenden Jahr: Mesmer Paul Stadelmann gehe Ende Januar in Pension, Mesmer Franz Schärli Ende Juni.
Kirchenpflegerin Marianne Pfändler ging detailliert auf das Budget ein. Drei Positionen seien dabei beachtenswert. Die Kirchgemeinde haben einen höheren Anteil der Arbeitgeberbeiträge zu übernehmen, dem Personal werde eine Lohnerhöhung von zwei Prozent gewährt. Im Sachaufwand seien 50 000 Franken für neue Hardware budgetiert, «das hängt mir der Anschaffung von Laptops zusammen», erklärte sie. Ausserdem werde mit wesentlich höheren Energiekosten gerechnet. Beim Unterhalt fielen die Sanierungen der elektrischen Anlagen der Kirche Kurzrickenbach sowie die Erneuerung der Steuerung der Lüftung, dem Netzwerk zur Lüftungssteuerung, dem Unterhalt der Lüftungssteuerung und die Schalldämmung des Foyers im Kirchgemeindehaus ins Gewicht
Eigenes Gemüse aus dem Zentrum
An der Kirchgemeindeversammlung möchte die Vorsteherschaft die Zustimmung zum Projekt «Gemeinschaftsgarten». Auf der Wiese südlich des Kirchgemeindehauses möchte eine Gruppe gerne eine solche Anlage realisieren. «Es handelt sich aber nicht um einen Schrebergarten mit Häuschen pro Parzelle», stellt Susanne Dschulnigg klar. Ein Gemeinschaftsgarten soll ein attraktiver, vielfältig genutzter Ort sein, an dem sich Gross und Klein, Alt und Jung einbringen und eigenes Gemüse oder Beeren pflanzen und ernten können.
«Im Sommer wurde an uns der Wunsch herangetragen, auf einem Teil des Geländes einen Gemeinschaftsgarten zu realisieren», so die Präsidentin. Die Projektgruppe plane eine Vereinsgründung noch im Dezember. In einem Gebrauchs-Leihvertrag würden Betriebskonzept sowie Zusammenarbeitsvereinbarungen mit Kirche und Stadt ausgearbeitet. «Die Kirchgemeinde stellt vorerst 150 Quadratmeter Land kostenlos bis auf Widerruf zur Verfügung, die Erschliessungskosten gehen zu Lasten des Vereins». Der Kirchgemeinde entständen somit keine Kosten.
Von Kurt Peter