v.l. Thomas Gimmi, Dani Zelger, Valentin Huber, Thomas Bornhauser. Desirée Müller
03.09.2021 12:19
Eine Investition, die man nicht sieht
Diverse Massnahmen werten die Güttingersreuti auf, viele sind aber nicht sichbar
Die «schönste Sportanlage der Ostschweiz» bietet den Sportlerinnen und Sportler nach der Sanierung die eine oder andere Annehmlichkeit. Viele der Neuerungen sind für die Vereine und Schulklassen aber gar nicht ersichtlich. Bei einem Rundgang werden uns die Feinheiten erklärt.
Weinfelden Stolz öffnet Dani Zelger, Betriebsleiter der Sportanlage, ein kleines Schranktörchen gleich neben dem Eingang zur Halle. Hightech pur erwartet einem, doch Zelger kennt jeden der dutzenden Knöpfe und Hebel. Über diese Zentrale kann so ziemlich alles in der Güttingersreuti gesteuert werden, was mit Technik zu tun hat. Während den Sanierungsarbeiten hatten er und sein Team mehr zu tun, als beim regulären Betrieb. «Sein Einsatz, der seines Teams und den beteiligten Handwerkern war wirklich hervorragend», lobte Stadtrat Thomas Bornhauer. Er steht im Foyer Die eine oder andere Kinderkrankheit gebe es noch, so Liegenschaftsverwalter Thomas Gimmi. Doch im Grossen und Ganzen können sie mit dem Ergebnis der insgesamt drei Sanierungsetappen zufrieden sein.
Neue WC’s und mehr Garderoben
Mehrmals betont Thomas Bornhauser, dass viele der Sanierungsarbeiten nicht sichtbar seien. So, als ob er die Investition der vier Millionen Franken rechtfertigen müsste. Doch die Vorteile, die sich den Benutzerinnen und Benutzern seit Abschluss der Arbeiten bieten, rechtfertigen die Kosten. Die neuen sanitären Anlagen machen bei der Besichtigung zumindest eine sehr gute Falle. Auch das besser nutzbare Angebot an Garderoben überzeugt. Der separate Duschraum ist mit einem Sitzplatz für Menschen mit einem Hanicap ausgestattet. Beim Eintreten in die Sportanlage fällt dazu gleich das vergrösserte Office aufsowie der Windfang-Vorbau als Witterungsschutz. Was den Besuchern verborgen bleibt, sind Massnahmen zur Eliminierung von Sicherheitsrisiken wie Brandschutzmassnahmen. Vor allem der neue Hallenboden macht Thomas Gimmi Freude. Er kniet sich hin und fährt vorsichtig über die fabrigen Markierungen. «Diese wurden abgedeckt und dann von Hand bemalt», erklärt er. Eine sehr aufwändige Arbeit, die nicht als solche erkannt wird.
Vieles neu, aber nicht neu erfunden
Martin Belz, Chef vom Bauamt, führt in den Keller der Anlage und nimmt aus seiner Mappe einen Stapel Blätter mit Bildern, welche die Sanierungsarbeiten zeigen. Viel sei auf den ersten Blick nicht sichbar, wiederholt auch er. Doch dank den Massnahmen kann die Lebensdauer der Sporthalle um zirka zwanzig Jahre verlängert werden. Und als Energiestadt konnte Weinfelden dank besser gedämmten Fenstern und energiesparenden Installationen einen Beitrag zum ökologischen Fussabdruck der Stadt beitragen. Bei den geplanten Sanierungkosten werde es wohl keine Überraschungen geben. So konnten die drei Etappen mit dem veranschlagten Budget durchgeführt werden. «Ich habe schon so ziemlich jede Sportanlage der Ostschweiz besichtigt. Unsere finde ich immer noch die schönste», schwärmt Thomas Bornhauser. Dass sie nun in neuem Glanz – wenn teils auch nicht ersichtlich – erstrahlt, hat sich doch der Aufwand gelohnt.
Von Desirée Müller