Erfolgreiche Revanche und 8. Sieg in Serie
Heimsieg für die Kreuzlinger Handballer
Mit einem diskussionslosen 33:23-Heimerfolg über die SG Yellow/Pfadi Espoirs Winterthur haben die Kreuzlinger NLB-Handballer ihren 2. Tabellenplatz verteidigt
Kreuzlingens Abwehrchef Bujar Ramosaj zeigte sowohl in der Abwehr als auch im Angriff eine starke Leistung. Felix Walker
Mit einem diskussionslosen 33:23-Heimerfolg über die SG Yellow/Pfadi Espoirs Winterthur haben die Kreuzlinger NLB-Handballer ihren 2. Tabellenplatz verteidigt
Handball Kreuzlingens Sportlicher Gesamtleiter Heiko Grimm zeigte sich nach dem Schlusspfiff insgesamt sehr zufrieden mit dem Auftritt der Gastgeber. Die Aufgabe gegen eine junge, talentierte Winterthurer Mannschaft sei keineswegs eine einfache gewesen. Nach einem verhaltenen Auftakt habe man sich aber schnell aufgefangen, die vorhandenen Stärken ausgespielt und schliesslich den erwarteten Heimsieg souverän ins Ziel bringen können. Am nächsten Samstag folgt nun die schwierige Auswärtsaufgabe beim BSV Stans und dann eine Woche später, am 5. März, 19 Uhr, in der heimischen Egelseehalle der mit Spannung erwartete Spitzenkampf gegen das derzeit drittklassierte Gossau. Gegen die Fürstenländer hatte der HSCK in der Vorrunde eine seine bisher erst drei Niederlagen kassiert. Zugleich messen sich in diesem Ostschweizer NLB-Derby auch zwei der besten Offensivabteilungen der Liga.
Wer nach der 40:23-Gala eine Woche zuvor im Spitzenkampf beim STV Baden ein Startfurioso des Tabellenzweiten gegen den Ranglisten-13. erwartet hatte, rieb sich etwas verwundert die Augen. Die Kreuzlinger begannen nämlich überaus fehlerhaft, erreichten in der ersten Viertelstunde nur eine bescheidene Wurfausbeute von knapp 50 Prozent und sahen sich gegen die körperlich zwar unterlegenen, aber sehr lauf- und spielstarken Winterthurer Talente mit einem Dreitore-Rückstand (4:7/16. Minute) konfrontiert. Dazu trug bei den Gästen auch Keeper Charlot Klieber mit mehreren Glanzparaden wesentlich bei. In der Folge begann der Favorit, angeführt von einem auch abschlussstarken Abwehrchef Bujar Ramosaj, aber einen Steigerungslauf und bewies damit Charakterstärke. Mit sechs Treffern in Serie wendeten die Thurgauer das Blatt zu ihren Gunsten. Den Eulachstädtern gelang während gut neun Minuten kein einziger Treffer mehr. Damit legte der HSCK die Basis zu seiner 14:10-Pausenführung.
In der zweiten Halbzeit versuchten sich die Gäste zwar mit sieben Feldspielern anstelle des Torhüters, doch auch dieser taktische Schachzug blieb erfolglos. Mehrfach trafen die Kreuzlinger nach Balleroberungen ins verwaiste Tor. Nach zwei solch einfachen Treffern zum 20:13 (39.) brachen die Winterthurer diesen Versuch wieder ab. Nach zwei weiteren Torerfolgen der Einheimischen zum 22:13 war die Partie schon gut 20 Minuten vor Schluss entschieden. HSCK-Cheftrainer Werner Bösch nahm deshalb zahlreiche Wechsel vor und verhalf so der zweiten Garde zu Spielpraxis. Anstelle des formstarken Stammkeepers Haris Berisha (Abwehrquote 40 Prozent) stand in der Schlussphase aber nicht der langjährige NLA-Torhüter Nikola Marinovic, sondern die nominelle Nummer 3 Cédric Färber zwischen den Pfosten. Schliesslich brachte der HSCK seinen 13. Sieg im 16. Saisonspiel souverän ins Ziel. Mit dem 33:23 tat er zudem auch noch etwas für’s Torverhältnis.
red
HSC Kreuzlingen – SG Yellow/Pfadi Espoirs Winterthur 33:23 (14:10)
Egelsee. – 300 Zuschauer. – Sr. Haldemann/Neumann.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 3-mal 2 Minuten gegen Winterthur.
Kreuzlingen: Berisha (1.-42./10 Paraden), Färber (42.-60./1 Paraden), Marinovic (nicht eingesetzt); O. Wipf (2), Lutz (1), Dedaj (4), R. Wipf (1), Bär (1), Heim, Kaletsch (1/1), Portmann (3), Kun (3), Ramosaj (6), Blättler (3), Zeller (2), Tahirukaj (6).
Winterthur: Kleber (1.-60./14 Paraden), Maierhofer (nicht eingesetzt); Krügel, A. Lioi, Dechow (5), Tellenbach (1), Köller, Wuffli (6/6), Siegrist (3), Rohrbach, Bucher (1), Dörflinger (2), Spiess (2), Blumer (3).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Kappenthuler und Schneider (beide verletzt). - Penaltystatistik: Kreuzlingen 1 von 1, Winterthur 6 von 6. – Best-Player-Wahl by Rausch AG: Bujar Ramosaj (K) und Charlot Klieber (W).
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