Erfolgreicher Auftritt gegen Brugg und Frauenfeld
BSV Damen siegten hoch
Die Weinfelder Handballerinnen konnten wichtige Siege erringen und sind auf positivem Weg.
Die BSV Damen feierten einen deutlichen Sieg. zVg
Die Weinfelder Handballerinnen konnten wichtige Siege erringen und sind auf positivem Weg.
HandballEndlich stand wieder einmal eine grössere Heimrunde an, bei welcher die 2. Ligafrauen das Rückspiel gegen den SC Frauenfeld bestritten. Die Auswärtspartie konnte damals souverän gewonnen werden und Ziel war es, die Punkte auch diesmal auf Weinfelder Seite zu behalten.Nachdem am Tag zuvor das Rückspiel gegen Frauenfeld mit einem Sieg belohnt wurde, traten die Weinfelderinnen am Sonntag bereits fürs nächste Spiel auswärts gegen Handball Brugg an. Der Gegner war für die Thurgauerinnen unbekannt. Mit ehemaligen SPL-Spielerinnen im Kader und dank der bisherigen Leistungen, galt Brugg aber sicher als Anwärter für die vorderen Ränge. Entsprechend gespannt war der BSV auf diesen Gradmesser.
Beide Mannschaften hatten zu Beginn Mühe ins Spiel zu finden. Anstelle von Toren wurden technische Fehler oder Fehlwürfe verzeichnet. So war es das Gästeteam, das erstmals in der vierten Minute zu einem erfolgreichen Abschluss fand. Gleich darauf konnte auch Weinfelden den Score eröffnen und die erste Halbzeit entpuppte sich zu einer torarmen, aber ausgeglichenen Partie. Keine der beiden Mannschaften vermochte sich klar abzusetzen, wobei Frauenfeld überzeugender auftrat und phasenweise mit zwei Toren vorlegen konnte. Bei den Gastgeberinnen fehlte es in dieser Hälfte an Überzeugung und der BSV schien auch in der Deckung noch nicht 100% dabei zu sein. Trotzdem konnten die Blauweissen die Führung bis zur Pause wieder an sich reissen, wenn auch nur mit einem Tor Vorsprung (8:7).
Noch war das Spiel nicht wirklich finalrundengerecht und die Weinfelderinnen wurden in der Pausenansprache wachgerüttelt. Obwohl lediglich sieben Tore der Gegnerinnen eingesteckt werden mussten, war der Trainerstaff mit der Deckungsarbeit noch nicht zufrieden. Jede Spielerin sollte einen Zacken zulegen und die Laufwege der Frauenfelderinnen früher unterbrechen. Das grössere Manko war aber im Offensivspiel zu finden: Zu oft fehlte es an Geduld, sodass Abschlüsse gesucht wurden, ohne dass diese zwingend genommen werden mussten. Stattdessen sollte der Ball laufen gelassen und mehr Druck erzeugt werden.
Gesagt, getan. Zurück auf der Platte, wirkten die Gastgeberinnen wie ausgewechselt. Besonders in der Deckung agierte die Equipe endlich leidenschaftlicher, überzeugte mit einer guten Laufarbeit und konnte so einige Angriffe der Gegnerinnen unterbinden. Mit Selbstsicherheit und Siegeswillen getankt, wurden vorne einfache, wichtige Tore erzielt. Besonders Angela Martin und Simone Bürgi zeigten ihr Können auf und agierten treffsicher. Bis zur 42. Minute konnte sich der BSV einen 6-Tore-Vorsprung erarbeiten, ehe er teilweise wieder etwas nachliess. Frauenfeld verkürzte erneut, wirklich in Bedrängnis kam Weinfelden glücklicherweise aber nicht mehr. Mit einer starken Teamleistung konnte der fünfte Sieg im fünften Finalrundenspiel eingefahren werden, Schlussstand 22:17.
Noch war der BSV nicht komplett zurück in seiner Form, dennoch überzeugte das Team vor allem in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit. Nun gilt es diese Leistung über 60 Minuten abzurufen und sich damit die nächsten Punkte zu ergattern. Möglichkeit dazu hat die Mannschaft bereits heute Sonntag, um 16.00h auswärts gegen den unbekannten HC Brugg. Hopp BSV! (ap)
Ejupi (4 Paraden), Roth D. (7 Paraden); Asprion, Bürgi P., Bürgi S. (6/1), Leone (1), Lingenhel J. (1), Lingehel L. (1), Martin (6), Mayer (3), Petrovic (2), Portmann (1), Roth J. (1), Widmer
Dass beide Mannschaften bereits ein Samstagsspiel in den Beinen hatten, konnte nicht verborgen werden. Die Startphase war auf beiden Seiten eher träge und geprägt von Unkonzentriertheiten. Brugg kam früher zu Treffern und konnte mittels Penaltys mit 2:0 vorlegen. Davon liess sich Weinfelden nicht unterkriegen und verkürzte in der elften Minute auf 4:4. Die Führung wechselte danach ständig hin und her: Während Brugg mit schön herausgespielten Chancen zum Erfolg kam, nutzte Weinfelden vor allem die erste und zweite Welle als Treffergaranten. In den letzten fünf Minuten schalteten die Gäste einen Gang höher und stellten eine kompakte Deckung auf die Platte. Dies brachte Selbstvertrauen und so gelangen wichtige Tore, welche zum 13:8-Pausenstand für den BSV verhalfen.
Im Vergleich zum letzten Spiel gelang der Mannschaft eine deutliche Reaktion: In der Abwehr fanden die Thurgauerinnen zur alten Stärke und vorne gelangen auch wieder ein paar Treffer mehr. Dennoch wurde noch zu oft im Abschluss gesündigt und der ein oder andere hektisch produzierte Fehler war sicherlich Grund dafür, dass sich der BSV nicht schon früher absetzen konnte. Für Durchgang zwei galt es alles in die Waagschale zu werfen und den Vorsprung nicht mehr aus den Händen zu geben.
Zurück auf dem Feld legten beide Teams mit Toren los. Wenn sich der BSV Zeit liess und die Laufwege nutzte, erspielte er sich durchaus sehenswerte Chancen, die zu Treffern führten. Brugg gab aber nicht auf und verkürzte trotz guter Verteidigungsarbeit – inklusive Danielle Roth im Tor – immer wieder auf drei oder vier Zähler. Den Thurgauerinnen bereitete dies aber keine Sorgen und sie konzentrierten sich auf ihr Ziel. Jede Aktion wurde gefeiert und die Mannschaft setze sich von Minute zu Minute weiter ab. Die Gastgeberinnen hatten keine Antwort mehr parat, während Weinfelden besonders in der Deckung bemerkenswert auftrat. Am Ende gelang ein deutlicher 27:18-Sieg, der vor allem zu Beginn wohl kaum erwartet wurde.
Der Sieg ist nicht nur punktemässig wichtig, sondern stärkt vor allem das Selbstvertrauen der Spielerinnen wieder. Noch gelang es dem Team nicht das ganze Spiel über sein Können abzurufen, aber der Weg stimmt positiv. Nun gilt es den Fokus auf den nächsten Gastauftritt in Flawil zu legen und dort am Erfolg anzuknüpfen. Hopp BSV! (ap)
Ejupi, Roth D. (10 Paraden); Asprion (6), Bürgi P., Bürgi S. (2), Leone, Lingenhel J., Lingehel L. (3), Martin (8), Mayer (1), Petrovic (4), Portmann (3/3), Roth J., Widmer.
red
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