Erste Halbzeit genügt zu ungefährdetem Startsieg
Weiterer Schritt nach vorne
Die Kreuzlinger NLB-Handballer sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und besiegten zum Auftakt das Schaffhauser Talentteam ungefährdet mit 30:25 (14:8).
Cheftrainer Werner Bösch hat sich für die neue Saison einiges vorgenommen. Felix Walker
Die Kreuzlinger NLB-Handballer sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und besiegten zum Auftakt das Schaffhauser Talentteam ungefährdet mit 30:25 (14:8).
Handball Das Team von Cheftrainer Werner Bösch hat sich für die neue Saison einiges vorgenommen. Nach dem starken dritten Schlussrang in der ersten Spielzeit unter dem Vorarlberger und gewichtigen Neuzuzügen will der HSC Kreuzlingen einen weiteren Schritt nach vorne machen – und das bedeutet folgerichtig die Qualifikation für die Aufstiegsplayoffs.
Im Startspiel gegen die gleich mit vier Schweizer U21-Nationalspielern besetzte Spielgemeinschaft (SG) GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen machten die Kreuzlinger in den ersten 30 Minuten klar, dass sie bereit sind, den mit 26 Spieltagen langen und steinigen Weg bis zu den Playoffspielen im nächsten Frühling von Beginn weg entschlossen unter die Füsse zu nehmen. In der Abwehr stellten sie die jungen Munotstädter vor grosse Probleme, so dass diese mit ihrem ersten Torerfolg in der neuen Saison bis zur 8. Minute warten mussten. Während die Defensive des HSCK von Beginn weg funktionierte, blieb er im Angriff noch zu fehlerhaft. Das bewog Trainer Bösch zu einem frühen Time-out (15. Minute), was Wirkung zeigte: Vom 4:2 zogen die Thurgauer innert elf Minuten auf 11:4 davon. Gegen die wuchtigen Würfe der beiden Kreuzlinger Neuzugänge Pau Kaletsch und Bujar Ramosaj sowie Linkshänder Drenit Tahirukaj blieb auch U21-Nationaltorhüter Noé Hottinger auf verlorenem Posten. Auch wenn die Performance des HSCK noch wellenförmig blieb, änderte das nichts an den klaren Kräfteverhältnissen in der ersten Halbzeit.
Spätestens als Rückkehrer Jérôme Portmann gleich nach der Pause einen Konter zum 15:8 abschloss, glaubten wohl nur noch die grössten Optimisten im Schaffhauser Lager an eine Wende. Bis zum 18:10 (34.) lief das Kreuzlinger Spiel rund. Trainer Bösch nutzte den klaren Vorsprung, um möglichst alle Spieler einsetzen zu können. Wenig überraschend, dass es in der Folge nicht mehr alles ganz so reibungslos lief. Nach einem Schaffhauser Doppelschlag zum 19:15 nahm Bösch ein weiteres Time-out. Sein Team blieb jedoch fehleranfällig und die unbekümmert aufspielenden Schaffhauser Talente, die meisten mit Jahrgang 2002 bis 2002, kamen bis zur 49. Minute nochmals bis auf zwei Treffer heran. Wirklich Spannung kam allerdings nicht auf, weil die Thurgauer postwendend konterten und das Skore innert gut vier Minuten vom 22:20 zum 26:20 (53.) erhöhten. Damit war die Entscheidung gefallen. Beste Torschützen waren Bujan Ramosaj (7) und Paul Kaletsch (6) auf Kreuzlinger sowie der U21-Internationale Lionel Mirdita (9) und Sadok Ben Romdhane (6) auf Schaffhauser Seite. Eine starke Leistung zeigte auch Gästekeeper Hottinger mit 14 Paraden, wogegen HSCK-Schlussmann Laszlo Nahaj (7 Paraden) vor allem in der ersten Halbzeit mehrfach glänzte.
Am nächsten Samstag steht für den HSC Kreuzlingen bereits ein weiteres Heimspiel auf dem Programm. Um 19 Uhr empfangen sie den STV Baden in der Egelseehalle. Die Aargauer sind immer ein unbequemer Gegner, an dem sich der HSCK in der Vergangenheit schon öfters die Zähne ausgebissen hat. pd
HSC Kreuzlingen – SG GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen 30:25 (14:8)
Egelsee. – 200 Zuschauer. – Sr. Grünig/Nauer.
Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 2-mal 2 Minuten gegen Schaffhausen.
Kreuzlingen: Nahaj (1.-44./7 Paraden), Färber (44.-60.); O. Wipf (1), Lutz, Dedaj (5), R. Wipf, Briegmann, Bär, Heim (3), Kaletsch (6/2), Portmann (1), Kun (2), Ramosaj (7), Zeller (1), Tahirukaj (4).
Schaffhausen: Hottinger (1.-55./14 Paraden), Kovács (ab 55./1 Parade), Schaffhauser (für 1 Penalty/1 Parade); Waldvogel, Ilic (5), Ramic, Zehnder (1), Ben Romdhane (6), Rilak (2), Hirt, Hrachovec (1), Lagler, Mirdita (9/2), Bührer (1), Lanz.
Penaltystatistik: Kreuzlingen 2 von 2, Schaffhausen 3 von 4 (4./0:0 Zehnder neben das Tor).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Berisha (verletzt), Kappenthuler und Schneider (beide rekonvaleszent).
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