14.08.2023 10:02
Erste Podestplätze für Mutter und Sohn bei den Pistolenschützen
Am Wochenende gelangten auf der Schiessanlage «Hau» in Weinfelden die Thurgauer Meisterschaften mit der Pistole und mit dem Gewehr zur Austragung. Dabei dominierten Heidi Diethelm und ihr Sohn Dylan dem B-, C- und D- Match mit je einem ersten und zweiten Platz. Mit dem Sportgewehr gewann Peter Wirz mit klarem Vorsprung in allen drei Disziplinen.
Schiessen Nach der Schweizerischen Mannschafts-Match-Meisterschaft (SMMM) vom vorletzten Wochenende in Thun, stand für die Thurgauer Schützen, vor dem Ostschweizer Ständewettkampf Ende August, am letzten Wochenende ein weiterer Formtest im Rahmen der Thurgauer Meisterschaft auf dem Programm. Neun Pistolen- und ebenso viele Gewehrschützen schossen auf der Schiessanlage «Hau» in Weinfelden ihr vorgeschriebenes Programm. Dies beinhaltet beim Sportgewehr, den drei-, und zwei- Stellungswettkampf sowie den Liegendmatch über 300 Meter.
Unerklärlicher Rückgang der Teilnehmenden
Unter der verantwortlichen Leitung von Präsidentin Doris Michielin führen die Thurgauer Matchschützen alljährlich diese Meisterschaften durch. Die Teilnahme steht jeder Schützin und jedem Schützen, der über eine Thurgauer Lizenz verfügt, offen. «Diese Meisterschaften werden von den Schützinnen und Schützen leider zu wenig genutzt und die Gründe dafür kennen wir leider nicht», stellt die Präsidentin fest. Pistolen-Matchchef Markus Berner doppelt nach: «Wir haben 17 Pistolenvereine im Thurgau und über deren Adressen über 300 Schützinnen und Schützen angeschrieben, dies allerdings mit wenig Erfolg.» Wo liegen die Gründe für diese Absenzen? Gemäss den Feststellungen des Matchchefs schiessen seit Corona viele nur noch im eigenen Stand, trainieren dort und absolvieren den Standstich: «Dort fühlen sie sich sicher.» Heute verfügen nur noch einige wenige Bezirke im Kanton über eine eigene Matchgruppe. In früheren Jahren spornte man in den Schützenvereinen die besten Schützinnen und Schützen an, sich dort zu beteiligen, um über diesen Weg zu den Thurgauer Matchschützen zu gelangen. Die Verantwortlichen rund um Präsidentin Doris Michielin überlegen sich Massnahmen, um diesem Teilnehmerrückgang entgegenzuwirken. Eine Möglichkeit für die Vereinsschützen wäre die Schaffung eines speziellen Stichs neben dem Programm für die Matchschützen.
Standardmatch bei den Pistolenschützen
Nach den üblichen Matchprogrammen am Vormittag über die Distanzen 25 und 50 m wurde die Thurgauer Meisterschaft am Nachmittag mit dem Standard-Match abgeschlossen. Dieser umfasst im Anschluss an eine Probeserie in 150 Sekunden je 4 Serien à 5 Schuss in 150, 20 und 10 Sekunden abzufeuern. Den ersten und zweiten Platz erreichten beim B-, C- und D-Match Heidi Diethelm (562, 580 und 563 Punkten) vor ihrem Sohn Dylan (561, 569 und 559). Auf Platz drei folgte Daniel Krähemann, Müllheim, Michael Nyffeler und Daniel Krähemann, Müllheim. In den Gewehrdisziplinen gewann Peter Wirz, Stansstad im Dreistellungs- und Zweistellungs- und Liegendmatch mit einem klaren Vorsprung auf die jeweils Zweit- und Drittplatzierten.
Freipistolenmatch
Dieser Wettkampf findet am Dienstagabend statt und erfreulich dürfen 12 Schützen empfangen werden, davon 4 Schützen die aufgelegt schiessen. Mit dieser Beteiligung sind alle Scheiben belegt, was die Präsidentin besonders freut.
Werner Lenzin