Eschenwelke fordert Opfer
Kranke Bäume werden entfernt - Zeitweise werden Wege gesperrt
Von Kurt Peter
Tobias Fischer zeigt einen von der Eschenwelke betroffenen Baum, der daher gefällt werden muss. Kurt Peter
Von Kurt Peter
Kreuzlingen Rund ein Viertel der Baumarten im regionalen Wald sind Eschen. Das Eschentriebsterben führt nun dazu, dass im Gebiet «Fuchslöcher» zur Kettensäge gegriffen werden muss. «Die meisten der etwa 300 Bäume, die wir in diesem 2,5 Hektaren grossen Gebiet fällen müssen, sind Eschen, aber auch andere Baumarten nehmen wir im Zug der Arbeiten aus dem Wald», erklärt Förster und Pro Forst-Betriebsleiter Tobias Fischer.
Fischer will die Öffentlichkeit im Vorfeld der Arbeiten informieren: «Es handelt sich um ein sehr beliebtes Naherholgungsgebiet mit vielen Spaziergängern, Sportlern und Hündelern. Wir werden einzelne Wege temporär sperren müssen, um die Sicherheit zu gewährleisten». Die Arbeiten werden in den kommenden Tagen beginnen. «Wir hätten gerne über Wochen Minustemperaturen, darauf warten können wir aber nicht», sagt Tobias Fischer. Rund zwei Wochen werden die Arbeiten dauern. Nach solch grossen Eingriffen bestehe die Gefahr, dass bei starkem Schneefall oder Sturm grössere Schäden entstehen könnten.
Die vom Fällen betroffenen Bäume sind zwischen 30 und 100 Jahre alt, die zu schlagende Menge beläuft sich auf 480 Kubikmeter. Auch das Holz kranker Eschen sei gut zu gebrauchen und angesichts der Nachfrage, auch nach Energieholz, «sind wir gewillt, diese Aktion nun zu realisieren». Der Wald gehört der Bürgergemeinde Kreuzlingen. Da der Preis im Durchschnitt über alle Baumarten 45 Franken pro Kubikmeter beträgt, hat die Holzmenge einen Wert von rund 21 000 Franken. «Viele Stämme geht in den Export», sagt Tobias Fischer, «und kommen dann als Stuhl oder Tisch wieder zurück aus Vietnam».
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