29.06.2021 16:00
Esther Brunner gewinnt Forschungspreis
Walter Enggist
Mit dem Forschungspreis Walter Enggist 2021 wird Esther Brunner als Pionierin auf dem Gebiet der Mathematikdidaktik ausgezeichnet. Der Nachwuchsforschungspreis wird an Miriam Edmunds und Iris Hutter für ihre Arbeit zur Geschichte der Heilpädagogischen Schule Mauren vergeben.
Kanton Zum Forschungspreis Walter Enggist 2021 ist erneut eine Reihe von qualitativ sehr guten Arbeiten eingereicht worden. Die unabhängige Beurteilungskommission unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Sibylle Minder Hochreutener hat die Arbeiten beurteilt und über die Preisvergabe entschieden: Der diesjährige Preis geht an Prof. Dr. habil. Esther Brunner, Professorin für Mathematikdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Thurgau. Esther Brunner befasst sich mit der Frage, was guten Mathematikunterricht ausmacht und wie der Unterricht verbessert werden kann. Die Qualität des Mathematikunterrichts aus fachdidaktischer Sicht ist bisher wenig erforscht. Esther Brunner gilt als Pionierin auf diesem Gebiet. Sie ist die einzige Person in der Deutschschweiz, die bisher im Fach Mathematikdidaktik habilitiert hat.
Der Forschungspreis Walter Enggist 2021 wird Esther Brunner für ihre Habilitationsschrift an der TU München mit dem Titel «Unterrichtsqualität aus mathematikdidaktischer Sicht: Grundlegung, exemplarische Konkretisierung und empirische Überprüfung» verliehen. Mit der Auszeichnung für die Arbeit würdigt die Beurteilungskommission auch Esther Brunners gesamtes bisheriges Schaffen im Bereich Mathematikdidaktik. Dieses findet national und international grosse Beachtung. Mathematik sei das Fundament für sehr viele wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Arbeitsbereiche. Der Qualität, mit der Mathematik schon in der Primarschule vermittelt werde, komme darum grosse Bedeutung zu. Die wissenschaftliche Arbeit von Esther Brunner, die zu einem guten Teil auf Daten aus Thurgauer Schulen beruht, habe grossen Einfluss auf die Praxis in der Schule. Der Forschungspreis Walter Enggist ist mit 15'000 Franken dotiert und wird durch das Kompetenzbündel Thurgau Wissenschaft vergeben.
Nachwuchsforschungspreis für Arbeit zur Geschichte der Heilpädagogischen Schule Mauren
Für den mit dreitausend Franken dotierten Nachwuchsforschungspreis der Thurgauischen Stiftung für Wissenschaft und Forschung ist die Arbeit «Schuel Mure. 125 Jahre Heilpädagogische Schule Mauren» nominiert worden. Sie ist von den Historikerinnen Miriam Edmunds und Iris Hutter als Jubiläumsschrift verfasst worden. Laut der Beurteilungskommission handelt es sich bei der Schrift um das Resultat einer historischen Quellenforschung, die so aufbereitet worden ist, dass sie einem allgemeinen Publikum zugänglich wird. Die Arbeit stelle nicht nur die Sonderschule als Institution vor, sondern gehe auch auf Einzelschicksale ein, mit denen sie würdevoll und empathisch umgehe.
Sowohl der durch das Netzwerk Thurgau Wissenschaft vergebene Forschungspreis Walter Enggist als auch der Nachwuchsforschungspreis der Thurgauischen Stiftung für Wissenschaft und Forschung werden an einer öffentlichen Feier am 27. September, 19 Uhr, an der Kantonsschule Frauenfeld verliehen.
IDKT