02.05.2022 14:33
Finalgegner ist bekannt
16. Kreuzlinger Sieg in Serie hart erkämpft
Dank seines 21. Saisonerfolgs bleibt der HSC Kreuzlingen auch nach dem 24. NLB-Spieltag souveräner Tabellenführer. Zugleich sicherte sich die SG Wädenswil-Horgen das zweite Finalticket.
Handball Noch zwei Runden sind in der Regular Season der zweithöchsten Spielklasse zu absolvieren. Kreuzlingen führt die Tabelle mit 42:6 Punkten vor Wädenswil/Horgen (39:9 Punkte) an. Seit Samstag ist jetzt auch klar, dass diese beiden Clubs in einer Playoff-Finalserie (best of 5) den Aufsteiger in die Nationalliga A (Quickline Handball League) unter sich ausmachen werden. Für die Zürcher ist es die zweite Finalqualifikation in Folge. Jetzt geht es nurmehr darum, wer die Serie am Freitag, 20. Mai, mit Heimvorteil beginnen kann. Vieles spricht dabei für die Thurgauer, welche aus den letzten beiden Partien beim als erster Absteiger feststehenden Biel (14.) und zuhause gegen Möhlin (10.) nurmehr einen Punkt benötigen, um Platz 1 zu sichern. Die weiteren Spieldaten sind der Sonntag, 22. Mai, der Donnerstag, 26. Mai, und eventuell noch der Samstag, 28. Mai, und der Dienstag, 31. Mai.
Keine Gala
Die Heimaufgabe gegen den TV Steffisburg war die erwartet schwierige Knacknuss. Hier die Kreuzlinger, deren Gedanken verständlicherweise bereits in Richtung Playoff-Final schweifen. Dort die Berner, welche im Kampf um den Klassenerhalt zwei wichtige Punkte mitnehmen wollten. Der Leader erwischte zwar den besseren Start (7. Minute/4:2), doch mit zwei Strafen bremste er sich gleich selbst wieder ein. Die vierminütige Überzahl nützte Steffisburg zum 6:6-Gleichstand. In der Folge nahm der Herausforderer immer wieder Tempo aus seinem Angriffsspiel und zelebrierte langatmige Passstafetten, was von den Unparteiischen vorerst noch toleriert wird. HSCK-Trainer Werner Bösch setzte seinen zuletzt kranken Topscorer Paul Kaletsch erst in der 22. Minute erstmals ein. Er reagierte damit auf den überraschenden 7:9-Rückstand. Der Leader setzte zu einem Zwischenspurt an, bei dem sich vor allem Linksaussen Fabian Schneider als Torschütze auszeichnete. Sein 15:12 in der 27. Minute war bereits sein fünfter Treffer. In der Schlussphase der ersten Halbzeit verteilte der HSCK jedoch wieder grosszügig Geschenke. Die Steffisburger liefen gleich zweimal innert einer Minute in riskante Kreulinger Querpässe und glichen das Skore wieder aus. Nach einem Time-out realisierte Sandro Bär zumindest noch die knappe 16:15-Pausenführung.
Entscheidung erst in Schlussviertelstunde
Die Berner Gäste hatten durch ihren couragierten Auftritt in den ersten 30 Minuten offensichtlich zusätzlichen Mut geschöpft. Sie nützten einen unkonzentrierten Wiederbeginn der Einheimischen zu drei Treffern in Serie zum 16:18. Obschon der Leader reagieren konnte, hatte Steffisburg die Nase in dieser Phase bis zum 19:20 in der 39. Minute meist knapp vorne. Trainer Bösch ersetzte nun den für einmal nicht immer glücklich agierenden Torhüter Haris Berisha durch Routinier Nikola Marinovic. Der 165-fache österreichische Nationalkeeper hatte in der Folge grossen Anteil an der Wende und wehrte in den letzten 20 Minuten nicht weniger als zehn Würfe ab. Auch wenn Steffisburg mit toller Moral um den Anschluss kämpfte, näher als bis auf zwei Treffer kamen es nie mehr heran. Auch die offene Deckung brachte nicht den gewünschten Erfolg. So sicherte sich der HSCK den nächsten Heimsieg und bleibt in der laufenden Saison in der Egelseehalle verlustpunktlos.
red
HSC Kreuzlingen – TV Steffisburg 30:26 (16:15)
Egelsee. – 260 Zuschauer. – Sr. Fallegger/Leu.
Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 2-mal 2 Minuten gegen Steffisburg.
Kreuzlingen: Berisha (1.-39./7 Paraden), Marinovic (39.-60./10 Paraden); O. Wipf, A. Lutz (3), Dedaj (4), Bär (2), Heim, Kaletsch, Portmann (3), Kun (1), Ramosaj (1), Blättler, Schneider (6), L. Lioi, Zeller (2), Tahirukaj (8/3).
Steffisburg: Brenzikofer (1.-53./5 Paraden), R. Stettler (53.-60./1 Parade); Zuege, Karlen (1), Forrer (5), Kiener, Römer (3), N. Lutz (4), Wyttenbach (6/1), Lory (1), Christinat (3), Schöni, Drollinger (1), J. Stettler, Manse (2), Recher.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Kappenthuler (verletzt), Blättler (nicht eingesetzt). – Penaltystatistik: Kreuzlingen 3/3, Steffisburg 1/2.