Frohsinn-Club im Advent und im neuen Jahr
Heute blicken wir auf zwei Veranstaltungen zurück: Auf jene vom 14. Dezember 2022 mit dem Trachtenchor Kreuzlingen und auf jene vom 11. Januar 2023 mit Pfr. Marc Ditthardt.
Trachtenchor Kreuzlingen
Heute blicken wir auf zwei Veranstaltungen zurück: Auf jene vom 14. Dezember 2022 mit dem Trachtenchor Kreuzlingen und auf jene vom 11. Januar 2023 mit Pfr. Marc Ditthardt.
Der Trachtenchor Kreuzlingen hat uns wiederum einen frohen Advents-Nachmittag gestaltet. Die Lieder, teilweise zusammen mit den 29 anwesenden Frohsinn-Clüblern gesungen, hatten den Thurgau mit den Arbeiten und Erlebnissen im landwirtschaftlichen Jahr zum Gegenstand, ebenso wie die Gedichte, die von zwei Trachtenfrauen in einer Gesangspause vorgetragen wurden. Und die Dirigentin, Annemarie Hensinger, hat uns eine beschauliche Geschichte vorgetragen, in der sie beschrieben hat, wie Trauer und Passivität in unerwartete Lebensfreude führen können, wenn man glücklichen Fügungen Vertrauen schenkt. Wie wir nachträglich erfuhren, war der Gesangsvortrag zugleich ein Anlass des Abschieds: Der Verein habe sich aufgelöst, und obschon sich die Sängerinnen und Sänger noch zum gemeinsamen Singen treffen würden, sei dies der letzte öffentliche Auftritt des Chors gewesen, denn sie würden alle älter. Ja – wer nicht! Und ist das nicht gerade jene Altersgruppe, die wir mit den Anlässen im Frohsinn-Club ansprechen wollen?! Unser Problem ist doch, dass die älter werdenden Personen oft das Gefühl haben, sie seien noch zu jung für einen Senioren-Club – und auf einmal sind sie dafür zu alt! Wer Ohren hat zu hören, der höre…
Im neuen Jahr hat uns Pfarrer Marc Ditthardt am 11. Januar mit dem geheimnisvollen Referatsthema «Ich sehe was, was Du nicht siehst….» neugierig gemacht. Wollte er uns durch die Nennung von Eigenschaften nach Objekten suchen lassen, wie wir es vor langer Zeit mit unseren Kindern gemacht haben? Er machte aber gleich klar, dass sein Thema eine tiefere Dimension erfasse, indem er darauf hinwies, dass «sehen» auf Hebräisch «jada» heisse, was auch «erkennen» bedeute. Nicht alles, was man zu wissen glaube, habe man richtig erkannt. Als berühmtes Beispiel einer Erkenntnis, die dem seinerzeitigen Wissensstand widersprach, erwähnte er Galileo Galilei, der dafür verurteilt wurde, dass er einem Weltbild das Wort redete, das rund 100 Jahre zuvor Kopernikus vertreten hatte, nämlich, dass die Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel sei, die sich um die Sonne drehe. Mit zahlreichen Beispielen zeigte Marc Ditthardt, wie leicht wir uns durch Erscheinungsbilder täuschen lassen und wie schwer es uns oft fällt, vielversprechende Eigenschaften technischer Entwicklungen zu erkennen. Natürlich wäre Marc Ditthardt nicht Pfarrer, wenn er sein Thema nicht auch biblisch untermauert hätte: Glaube ist Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht (Hebr. 11.1). Am Schluss verteilte er noch die Kopie eines Vexierbildes, in dem man unter vielen Rosen bei genauem Hinschauen ein Herz erkennen konnte – den Wenigsten gelang das Kunststück.
Am nächsten Anlass lassen wir ein Ereignis Revue passieren, das durch seine Monumentalität eine ganze Region elektrisiert hat: Das Winzerfest 2019 von Vevey. Wer dabei war, wird sich anhand der Bilder gerne an diesen Grossanlass erinnern, den anderen möchten wir aufzeigen, was es mit diesem einzigartigen Fest für eine Bewandtnis hat und was sie verpasst haben.
Wir treffen uns am Mittwoch, 8. Februar, um 14 Uhr, im Gasthaus Sonne Lengwil. Ich freue mich auf viele Personen im AHV-Alter mit mehr oder weniger Bezug zur Gemeinde Lengwil wie auch auf ihre Partnerinnen und Partner, egal welchen Alters.
Kurt Chr. Schneiter
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