06.03.2024 00:00
Am Sonntag wird in Ermatingen wieder ein grosses Fasnachtsspektakel über die Bühne gehen.
Groppmatingen zelebriert die letzte Fasnacht der Welt
Ermatingen fiebert der Fasnacht entgegen, die mit einem grossen Groppenumzug am Sonntag, 10. März gefeiert wird. Los geht es aber bereits schon am Freitag und Samstag mit der Beizenfasnacht.
Die Festlichkeiten haben bereits am Mittwoch begonnen und gehen am Freitag, 8. März, mit der Dorffasnacht in der Mehrzweckhalle unter dem Motto «Top Gropp of Switzerland» weiter. Dort werden beeindruckende Talente und mitreissende Musik für Glücksmomente sorgen. Die Türen öffnen um 18 Uhr, das Programm startet um 19.30 Uhr. Am Freitag wird anschliessend eine ausgelassene Aftershow-Party gefeiert.
Die Jugendfasnacht und die Rathausbesetzung am Freitagmittag sind ebenfalls feste Bestandteile des Programms, ebenso wie die Beizenfasnacht mit einer Bar-Meile am Samstagabend.
Der Höhepunkt wird dann der Groppenumzug am Sonntag, den 10. März, ab 14.01 Uhr sein, wo zahlreiche Besucher die einmaligen Fasnachtswagen und -gruppen bestaunen können. Nach einer coronabedingten Pause gibt es endlich wieder einen grossen Umzug, der erste seit 2018. Die Zuschauer dürfen sich auf einen spektakulären Aufmarsch freuen, der dieses Jahr ganz im Zeichen der 1300-Jahr-Feierlichkeiten von Ermatingen steht. Unter dem Motto «Aus Tradition weltoffen» wird ein Mix aus Ermatinger Geschichte und modernen Fasnachtssujets präsentiert und somit als einer der grössten und attraktivsten Umzüge des Groppenkomitees in die Geschichte eingehen.
Geschichte der Groppenfasnacht
Der Legende zufolge hatte im Jahr 1414 Papst Johannes XXIII. das Konzil von Konstanz eröffnet. Weil es ihm nicht gelang, die Spaltung der Kirche mit ihren drei Päpsten zu beenden, floh er 1415, drei Wochen vor Ostern, aus Konstanz. Er fand Zuflucht beim Ermatinger Pfarrer, und zum Essen wurden ihm Groppen aufgetischt – kleine Raubfische, die sich gerne im Frühling im seichten Gewässer der Ermatinger Bucht tummelten. Als Dank gestattete der Papst der Unterseegemeinde ein Fest mitten in der Fastenzeit. Für die Ermatinger Fischer war dies die Gelegenheit, mit päpstlicher Genehmigung den heidnischen Frühlingskult der Wintervertreibung wieder aufleben zu lassen – die Groppenfasnacht war geboren. Die ersten modernen Groppen-Umzüge wurden Ende des 19. Jahrhunderts durchgeführt, und um sie besser koordinieren zu können, formierte sich 1904 ein «Comitee». Das Groppenkomitee ist auch heute noch für die Organisation der Ermatinger Fasnacht zuständig.
www.groppenfasnacht.ch
pd