Hochwasser fordert Einsatzkräfte
Mit dem Hochwasser am Ober- und Untersee kamen auch der Regionale Führungsstab und die Zivilschutzorganisation Kreuzlingen zum Einsatz.
Mit dem Hochwasser am Ober- und Untersee kamen auch der Regionale Führungsstab und die Zivilschutzorganisation Kreuzlingen zum Einsatz.
Der hohe Wasserpegel des Bodensees und Untersees hat die Seegemeinden und deren Einsatzkräfte in der vergangenen Woche stark gefordert. In enger Absprache mit den Seegemeinden und den Führungsstäben wurde die Situation seit dem 3. Juni laufend analysiert. Da sich die Situation am Obersee entschärfte, fokussierten sich die Interventionen später auf die Unterseegemeinden. Am Sonntag bot der Regionale Führungsstab Kreuzlingen die Zivilschutzorganisation Kreuzlingen (ZSO) auf.
Damit sich die Feuerwehr Tägerwilen auf die Bewältigung der Einsätze im Zusammenhang mit dem Starkregen fokussieren konnte, wurde sie in der Nacht von Sonntag auf Montag vom Zivilschutz Kreuzlingen unterstützt. Um einen Rückstau des Wassers von der Seepromenade ins Dorfinnere zu verhindern, wurden Pumpen eingesetzt. Für diese Aufgabe standen 15 Angehörige des Pionierzuges der ZSO Kreuzlingen ab Sonntagabend bis in die frühen Morgenstunden des Montages im Einsatz. Der Zivilschutz wurde auf Wunsch der Gemeinde Gottlieben und des Regionalen Führungsstabes Kreuzlingen beigezogen. Trotz des langanhaltenden Starkregens konnte durch den Einsatz der Zivilschützer verhindert werden, dass weiterer Schaden im Bereich der Gottlieber Seepromenade entstanden ist.
Zur Absicherung der Bodenseeufer wurden den Gemeinden frühzeitig durch die Regionalen Führungsstäbe der Seegemeinden und die zuständigen kantonalen Behörden angeboten, Sandsäcke auf Bestellung bereitzustellen. Die bestellten rund 5700 Sandsäcke wurden am Montagnachmittag vom Betreuungszug der ZSO Kreuzlingen abgefüllt und verpackt. Dies erfolgte im Rahmen eines Wiederholungskurses. So konnte auf das Aufgebot weiterer personeller Ressourcen verzichtet werden. Trotz des kurzfristig umdisponierten WK’s konnte eine lange geplante Einsatzübung sowie die Fachausbildung der Mannschaft ohne Einschränkungen durchgeführt werden.
Ein Angehöriger des Kreuzlinger Pionierzuges unterstützte das Kantonale Katastrophen Einsatzelement (KKE) vom Zivilschutz Thurgau am Montagabend beim Aufbau des Mobildeiches in Ermatingen. Durch den mobilen Damm konnte eine Überflutung des Schiffssteges verhindert und somit dessen Zugänglichkeit sichergestellt werden.
Der Regionale Führungsstab Kreuzlingen und die ZSO Kreuzlingen halten sich für allfällige weiteren Einsätze bereit. ⋌IDSK
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