03.04.2022 14:03
HSC Kreuzlingen auch im Spitzenkampf souverän
Ab Richtung Aufstiegs-Playoff-Finale
Mit dem 13. Erfolg in Serie haben die Kreuzlinger Handballer einen grossen Schritt in Richtung Aufstiegs-Playoff-Final gemacht. Sie bezwangen Stäfa (3.) im Spitzenkampf souverän mit 34:29
Handball Vor fünf Monaten war es eben dieses Stäfa, das dem HSC Kreuzlingen beim knappen 26:25 die letzte Meisterschaftsniederlage zufügen konnte. Im Rückspiel vom Samstag waren die Zürcher aber meilenweit davon entfernt, diesen Erfolg wiederholen zu können. In ihrem «Spiel der letzten Chance» gerieten sie in der Egelseehalle früh klar in Rückstand, führten nie, und waren eigentlich schon zu Beginn der zweiten Halbzeit und drei Kreuzlinger Treffern in Serie zum 22:14 (38. Minute) geschlagen. Nach gut 45 Minuten lag der Tabellenführer vom Bodensee bereits mit zehn Treffern vorne und spätestens jetzt glaubte niemand mehr unter den Zuschauern mehr an eine Wende. Auch die taktische Variante von Stäfa-Trainer Philipp Seitle mit einem siebten Feldspieler anstelle des Torhüters änderte die Kräfteverhältnisse nicht nachhaltig.
Angesichts des klaren Verdiktes liess bei den Kreuzlingern in der Schlussphase die Konzentration etwas nach. Dies gefiel ihrem Cheftrainer Werner Bösch weniger, weshalb er seine Spieler in einem Time-out (50. Minute) nochmals wachzurütteln versuchte. Ohne Erfolg. Gleich mehrfach verfehlten die Kreuzlinger in der Schlussphase das verwaiste Zürcher Tor. Stäfa kam deshalb zwischenzeitlich nochmals auf 29:24 heran und bemüssigte Bösch zu einem zweiten Time-out innerhalb von nur knapp zwei Minuten. Nun reagierten die Thurgauer nochmals. Mit zwei Treffern in Serie zum 31:24 beseitigten sie die allerletzten Zweifel über den Ausgang des NLB-Spitzenkampfs. «Insgesamt zeigte meine Mannschaft eine sehr gute, solide Leistung und kontrollierte die Partie zu jedem Zeitpunkt», freut sich Trainer Bösch. Allerdings könne man sich gegen noch stärkere Gegner solche unkonzentrierten Phasen wie in der Schlussviertelstunde nicht leisten, setzte der Vorarlberger doch auch noch zur Selbstkritik an.
Topteams im Gleichschritt Mit dem 34:29-Heimsieg verteidigte Kreuzlingen seine Tabellenführung. Punktgleich mit dem HSCK ist die SG Wädenswil/Horgen, welche unter der Woche zwar überraschend der SG GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen (8.) in eigener Halle mit 30:31 unterlag, diesen Ausrutscher aber am Samstag mit einem allerdings erst in der Schlussphase bewerkstelligten 32:27-Erfolg beim BSV Stans korrigierte. Das Duo Kreuzlingen/Wädenswil-Horgen liegt somit fünf Spieltage vor Abschluss der Hauptrunde sieben Punkte vor dem ersten Verfolger Endingen. Deshalb zweifelt niemand mehr ernsthaft daran, dass es im Aufstiegs-Playoff-Final zu einem Duell zwischen den beiden Clubs vom Bodensee und vom Zürichsee kommt. In den verbleibenden fünf Runden geht es wohl primär darum, wer als Hauptrunden-Sieger die Best-of-5-Playoff-Finalserie mit einem Heimspiel beginnen kann. Die Entscheidung diesbezüglich fällt wohl im Direktduell vom Samstag, 23. April, 19 Uhr, in der Kreuzlinger Egelseehalle.
HSC Kreuzlingen – Handball Stäfa 34:29 (16:11) Egelsee. – 360 Zuschauer. – Sr. Joss/Quardani. Strafen: x-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, x-mal 2 Minuten gegen Stäfa. Kreuzlingen: Marinovic (1.-60./12 Paraden, 1 Tor), Berisha (nicht eingesetzt); Lutz (2), Dedaj (5), Ramosaj, Bär (2), Heim (4), Kaletsch (6/1), Portmann, Kun (4), Blättler (2), Schneider, L. Lioi, Zeller, Tahirukaj (8/1). Stäfa: Frei (1.-20./0 Paraden), Murbach (20.-50./6 Paraden, davon 1 Penalty), Kusnandar (50.-60./2 Paraden); Bächtiger (5), Schmidt, Ardielli (2), M. Müller (10/6), Vernier (2), Nishida, Honegger, Zelller, Stocker (2), Rinderknecht (3), Zimmermann, Barth (3), Gretler (2). Bemerkungen: Penaltystatistik: Kreuzlingen 2 von 3, Stäfa 6 von 7. - Best-Player-Auszeichnung: Drenit Tahirukaj (K) und Mathias Müller (S).
red