Die Kreuzlinger Spielmacherin Pavlina Novotna (3 Treffer) gibt der zehnfachen Spono-Torschützin Mia Emmenegger für einmal das Nachsehen. Felix Walker
07.02.2022 09:46
HSCK nur 20 Minuten lang auf Augenhöhe
Auswärtsniederlage beim Leader
Die Kreuzlingerinnen kassierten am zweitletzten Spieltag der SPL1-Hauptrunde die erwartete Auswärtsniederlage bei Leader Spono Eagles in Nottwil. Mit 29:41 fiel diese deutlich aus.
Handball Am Ende lautete das Fazit wie bisher immer bei den Kreuzlinger Gastspielen in der Sporthalle des Paraplegikerzentrums Nottwil: Ausser Spesen nichts gewesen! Im insgesamt 13. Duell auf höchster Stufe setzte es für die ersatzgeschwächten Thurgauerinnen (vier Ausfälle) eine deutlich 29:41-Niederlage ab, weil sie in der Abwehr keinen Zugriff auf die spielstarken Luzernerinnen hatten und für einmal auch wenig Unterstützung seitens der Torhüterinnen kam. In der ersten Halbzeit gelang ihnen nur gerade eine Parade. Dass keine einzige Zeitstrafe gegen den HSCK ausgesprochen wurde, zeigt zudem auf, dass es zuweilen auch an der nötigen Aggressivität und Entschlossenheit fehlte. 29 Plustreffer in der Halle des Leaders sind hingegen eine durchaus respektable Leistung.
Einbruch kurz vor der Pause
In der Startphase sah es noch so gar nicht nach einer deutlichen Niederlage aus. Bis zur 22. Minute und dem 14:13-Zwischenstand agierte das Team von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug durchaus auf Augenhöhe mit dem zuvor siebenmal in Folge siegreichen Tabellenführer. In den letzten Minuten vor der Pause unterliefen dem HSCK dann aber zu viele Fehler. Diese Einladungen nützte Spono vor allem in der Person von A-Nationalspielerin Mia Emmenegger eiskalt aus. Die 16-jährige Rechtsaussen, sicher eines der vielversprechendsten Talente im Schweizer Frauenhandball, realisierte mit dem 22:15-Pausenstand bereits ihren zehnten (!) Treffer.
Nach dem Seitenwechsel dauert es nur knapp fünf Minuten, bis Spono erstmals mit zehn Treffern vorne lag. Ab diesem Zeitpunkt waren die Punkte verteilt und beide Trainer wechselten ihre Mannschaft durch. So kam beim HSCK unter anderem die erst 17-jährige Ilaria Suter zu viel Einsatzzeit, welche sie mit einem gekonnten Durchbruch zum ersten Torerfolg auf höchster Stufe nützte. Am Ende feierten die in jeder Hinsicht besseren Luzernerinnen einen verdienten Heimerfolg, mit dem sie ihre Spitzenposition verteidigen. Beim HSCK erzielten drei Spielerinnen (Marku, K. Novotna und Skoricova) jeweils fünf Tore.
Derby zum Abschluss
Am letzten Spieltag der Hauptrunde empfängt der HSCK am Samstag, 19. Februar, 17 Uhr, den Tabellenvierten Yellow Winterthur zum Derby. Die Eulachstädterinnen bietet sich zuvor auswärts gegen den Ranglistenvorletzten Herzogenbuchsee oder gegen Zug (3.) die Chance, sich mit einem Sieg das vierte Finalrundenticket zu sichern. Gelingt dies nicht, kommt es in Kreuzlingen zur «Finalissima». Bereits definitiv in der Auf-/Abstiegsrunde sind Thun, Herzogenbuchsee und Zürich, sowie die beiden SPL2-Vertreter Olten und Arbon.
red
Spono Eagles Nottwil – HSC Kreuzlingen 41:29 (22:15)
SPZ. – 100 Zuschauer. – Sr. Brunner/Salah.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Spono, keine gegen Kreuzlingen.
Nottwil: Schaller (10 Paraden), Strebel (1 Parade); A Emmenegger (1), Schardt (2), M. Emmenegger (10), Stähelin (6), Zumstein (3), Müller (1), Hodel (5), L. Amrein (2), S. Amrein (3), Boesen (1), Decurtins (3/1), Csebits (4).
Kreuzlingen: Siggaard (1.-17./27.-60./6 Paraden), Wörner (17.-27./0); Kampelmühler (2), Skoricova (5), Suter (1), K. Novotna (5/5), Weidmann, Scherrer, Marku (5), Gulyas (3), P. Novotna (3), Lischka, Olsovska (4), Heinstadt (1).
Penaltystatistik: Spono 1 von 2, Kreuzlingen 5 von 5.
Bemerkungen: Kreuzlingen u.a. ohne Klein und Rothacker (beide verletzt), Mayer (krank) und Weidmann (nicht eingesetzt).