«Wenn ich mein Bauchfett los bin, würde ich mich als kreativen Kopfmenschen beschreiben», Hans Feuz. ⋌zVg
19.09.2024 00:00
Interview mit Hans Feuz, Gemeindepräsient von Altnau
«Ich schätze Menschen, die unkompliziert und pragmatisch sind...»
Er kochte gerne, hofft auf das Beste und ist auf mögliche Herausforderungen vorbereitet. Hans Feuz, Gemeindepräsident von Altnau, einmal ganz privat.
Herr Feuz, was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit als Gemeindepräsident?
Die Fülle an Kontakten mit Menschen die Vielseitigkeit der Aufgaben und nicht zuletzt das Unberechenbare und die Geschwindigkeit, wie sich Situationen laufend verändern können.
Wie lauten Ihre Führungsansätze?
Da habe ich keine. Ich versuche klar, fair, berechenbar und bei mir selber zu sein und mich auf mein Gegenüber einzulassen.
Haben Sie ein Lebensmotto oder eine Lebensweisheit?
Hoffe auf das Beste, aber sei auch auf mögliche Herausforderungen vorbereitet.
Gibt es ein morgendliches Ritual, mit dem Sie in den Tag starten?
Ein Kaffee und ein Ei.
Kommen Sie privat oder im Job manchmal zu spät?
Ich komme pünktlich oder sehr selten gar nicht. Gar nicht, wenn ich einen Termin falsch in meinem Kalender erfasst haben.
Wie erholen Sie sich nach einem stressigen Tag?
Ich koche sehr gern (alleine) und esse sehr gerne mit meiner Frau, der Familie oder mit Gästen.
Sind Sie eher ein Kopf- oder ein Bauchmensch?
Wenn ich mein Bauchfett los bin, würde ich mich als kreativen Kopfmenschen beschreiben.
Welche Werte sind Ihnen wichtig?
Man soll sich nicht so wichtig nehmen.
Welche Eigenschaften an Menschen mögen Sie und welche nicht?
Menschen, die dauernd Drama machen und über alles und jeden empört sind, strengen mich an. Daher schätze ich gelassene, zuversichtliche und lebensbejahende Menschen.
Haben Sie Vorbilder?
Ich würde nicht von Vorbildern sprechen. Ich schätze Menschen, die unkompliziert und pragmatisch sind und die offen und zuversichtlich durchs Leben gehen. Mit solchen Menschen durfte ich in der Vergangenheit und darf ich auch heute noch täglich zusammenarbeiten.
Waren Sie ein guter Schüler?
Ein «bis guter» Schüler.
Welche Fächer mochten sie?
Ausser Turnen und Geschichte fällt mir nicht viel ein, warum ich gerne zur Schule hätten gehen sollen.
Was geht Ihnen auf die Nerven?
Ich glaube, ich habe gute Nerven. Das hilft nach aussen, wenn es in meinem Innern so richtig brodelt.
Sind Sie kritikfähig?
Als Mitglied einer gewählten Behörde muss ich mit jeglicher Art von Kritik umgehen können, ob es mir gefällt oder nicht. Wichtig ist jedoch die aktive Auseinandersetzung mit Kritik, deren Aufnahme aber auch bei Bedarf deren begründete Zurückweisung.
Wenn Sie etwas Grundlegendes auf der Welt sofort ändern könnten, was wäre das?
Ich glaube, wenn wir uns dort wo wir leben für ein gutes Miteinander einsetzen, ist schon viel gewonnen.
Die Fragen stellte:
Angelina Rabener