Kein zweiter Exploit gegen den Titelverteidiger
Die SPL1-Frauen des HSC Kreuzlingen verlieren das vorgezogene Spiel der 9. Runde zuhause gegen den Titelverteidiger LK Zug trotz Gegenwehr mit 27:35 (14:16).
Selina Weidmann wurde als beste Kreuzlinger Spielerin ausgezeichnet. Felix Walker
Die SPL1-Frauen des HSC Kreuzlingen verlieren das vorgezogene Spiel der 9. Runde zuhause gegen den Titelverteidiger LK Zug trotz Gegenwehr mit 27:35 (14:16).
Handball Den Zugerinnen gelang am Mittwochabend in der Egelseehalle nicht nur der vierte Meisterschaftserfolg in Serie, sondern auch die angestrebte Revanche für die 25:26-Heimschlappe gegen den HSCK in der Vorrunde. Gleichzeitig übernahm der Titelverteidiger auch die Tabellenspitze. Sicher ein zusätzlicher Motivationsschub vor dem Zuger Europacup-Gastspiel vom Wochenende in Holland. Das Hinspiel hatte Zug mit zwei Toren Unterschied gewonnen.
Trotz einer frühen Unterzahl starteten die Kreuzlingerinnen vielversprechend gegen den Meister. Nach knapp sechs Minuten lagen sie mit 4:2 und nach zwölf Minuten mit 6:3 vorne. Den Vorsprung verteidigte der Aussenseiter hartnäckig. Zug bekundete viel Mühe und ging erst in der 19. Minute durch seine rumänische Flügelspielerin Andreea Taivan erstmals in Führung. Bis dahin hatte der HSCK die Innerschweizerinnen mit deren Nationalspielerinnen Celia Heinzer und Stefanie Eugster ganz gut unter Kontrolle. Vor allem kassierte er kaum Gegenstosstreffer. Trotz vier Minustoren in Serie vom 8:6 zum 8:10 blieb der HSCK auf Augenhöhe und durfte sich bei Halbzeit (14:16) immer noch Chancen auf einen Punktgewinn ausrechnen.
Nach dem Seitenwechsel pendelte sich der Kreuzlinger Rückstand bei zwei bis drei Treffern ein. Nach dem zwischenzeitlichen 18:23 (40. Minute) schaffte das Team von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug dank drei Treffern in Serie nochmals den Anschluss zum 23:25. Elf Minuten vor Schluss kam somit nochmals Spannung auf. Aber die Zugerinnen reagierten postwendend, profitierten dabei aber auch von einigen Kreuzlinger Fehlern. Am Ende feierte der Meister so doch noch den erwarteten Auswärtssieg, der mit 35:27 etwas zu deutlich ausfiel. Das Schlussresultat widerspiegelt nicht wirklich, dass der HSCK über weite Strecken der Partie wiederum auf Augenhöhe mit dem Titelverteidiger war.
Mit dem Negativergebnis gegen Zug geht es für die Kreuzlingerinnen nun in die lange Meisterschaftspause. Sie liegen aktuell auf Platz fünf und zwei Punkte hinter dem viertklassierten Winterthur und besitzen damit immer noch Chancen auf ein Ticket für die Finalrunde (Top 4). Den nächsten Ernstkampf bestreitet der HSCK am 8. Januar in Herzogenbuchsee, bevor dann am 15. Januar in eigener Halle das Ostschweizer Derby gegen Brühl St. Gallen auf dem Programm steht.
red
HSC Kreuzlingen – LK Zug 27:35 (14:16)
Egelsee. – 152 Zuschauer. – Sr. Keiser/Rottmeier.
Strafen: je 4-mal 2 Minuten.
Kreuzlingen: Wörner (1.-30./5 Paraden), Siggaard (31.-60./7 Paraden, davon 2 Penalties); Kampelmühler-Rink (1), Skoricova (6/1), Suter, K. Novotna (5/3), Weidmann (5), Rothacker, Marku (2), Gulyas, P. Novotna (4), Lischka, Olsovska, Heinstadt (2), Bratina (2).
Zug: Abt (1.-60./11 Paraden), Ligue (für zwei Penalties/1 Parade); Scherrer (5), Stutz, Heinzer (7/2), Goldmann (1), Taivan (1), Estermann (2), Steinmann (4), Eugster (2), Litscher, Riner (6), Spieler (3), Zaetta, Bächtiger (4).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 4 von 5 (43./18:23 K. Novotna scheitert an Ligue), Zug 2 von 4 (42./18:23 Scherer und 49./22:25 Spieler scheitern an Siggaard).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Mayer, Klein und Plüss (alle verletzt); Olsovska nach ihre Kreuzbandverletzung erstmals wieder auf der Bank, aber nicht eingesetzt.
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