Der neue Schulpräsident Raphael Jud führte durch eine ruhige Gemeindeversammlung. Kurt Peter
24.01.2024 08:39
Keine Diskussionen im Kemmental
Schulgemeindeversammlung bewilligte Budget 2024 und neue Gemeindeordnung
In nicht einmal einer halben Stunde genehmigten die Stimmberechtigten der Schule Kemmental das Budget 2024 sowie die Änderungen der Gemeindeordnung. Diskussionslos und mit grossen Mehrheiten.
Kemmental Es war die erste Schulgemeindeversammlung für Raphael Jud als Präsident. Er begrüsste in der Mehrzweckhalle Illighausen 59 Stimmberechtigte. Katrin Burkart, in der Verwaltung für die Finanzen zuständig, präsentierte das Budget 2024, welches, bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 93 Prozent, mit einem kleinen Gewinn von 23'700 Franken abschliesst. Bei den Ausgaben gebe es keinen nennenswerten Differenzen zu den Vorjahren, «bei den Personalausgaben rechnen wir mit 275'000 Franken höherem Aufwand, zudem ist auch eine Einlage von 400 000 Franken in den Fonds für Baufolgekosten budgetiert», sagte sie.
Über eine Million an die Urne
Der positive Abschluss sei darauf zurückzuführen, dass mit der Umstellung auf HRM2 im Jahr 2017 die Liegenschaften im Finanzvermögen neu bewertet werden mussten. «Daraus wurde die so genannte Neubewertungsreserve über knapp 1,8 Millionen Franken gebildet. Diese Reserve durfte während fünf Jahren nach der Einführung von HRM2 nicht verändert werden». Ab 2022 bis 2026 werde sie nun jährlich mit 352 000 Franken aufgelöst, budgetiert als ausserordentlicher Ertrag mit schrittweiser Überführung ins Eigenkapital. Die Investitionsrechnung sieht Ausgaben in Höhe von zwei Millionen Franken vor, dies für die Schulraumerweiterung Alterswilen. Das Budget mit gleichbleibendem Steuerfuss wurde diskussionslos und einstimmig genehmigt.
Die Stimmberechtigten hatten auch über die Änderung der Gemeindeordnung zu befinden. Für die Schulbehörde sei jetzt der Zeitpunkt, die Gemeindeordnung aus dem Jahr 2013 der neuen Vorlage des Kantons anzupassen, sagte Schulpräsident Raphael Jud. Über Investitionen von über einer Million Franken oder jährlich wiederkehrenden Ausgaben von über 100 000 Franken soll in Zukunft an der Urne entschieden werden. Die Mitglieder der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission sollen in stiller Wahl bestätigt werden, sofern die Anzahl der Kandidierenden die der zu wählenden Mitglieder nicht übersteigt. Wie bisher an der Urne gewählt werden Präsidium und Mitglieder der Schulbehörde. Bei drei Nein-Stimmen wurde die Vorlage deutlich angenommen. Schulbehördenmitglied Pascal Furrer informierte kurz über den Stand des Erweiterungsbaus Schulanlage Alterswilen. Bis 9. Februar hätten interessierte Firmen Zeit, ihre Unterlagen einzureichen. «Fünf Firmen kommen in die nächste Runde, Einsendeschluss für die Unterlagen ist der 26. April», erklärte Pascal Furrer. Wichtig sei, dass das das Gebäude Anfang August 2025 bezugsbereit sein müsse.
Von Kurt Peter