Die Kinderkrippe Felsenburg. Kurt Peter
01.09.2022 06:30
Klar für Gleichbehandlung
Zukünftig subjektorientiertes Subventionsmodell für Kreuzlinger Kindertagesstätten
Der Stadtrat will die Gleichbehandlung aller Kreuzlinger Kindertagesstätten. Damit unterstützt er eine Motion, welche eine Anpassung bei Subventionierungen, Defizitgarantien und Darlehen verlangt.
Kreuzlingen Am 20. Dezember 2021 reichten die Gemeinderäte Alexander Salzmann und Christian Brändli eine Motion zum Thema «Kindertagesstätten» ein. Die Motionäre fordern die Gleichbehandlung bei der Subventionierung der Kindertagesstätten der vom Kanton bewilligten Betreuungsplätze und die Gleichbehandlung bei Defizitgarantien und Darlehen. Die Beiträge der Eltern sollen einkommensabhängig und in Anlehnung an das System der Primarschule geregelt werden.
«Die Stadt Kreuzlingen fördert seit vielen Jahren die familienergänzende Kinderbetreuung mit jährlich wiederkehrenden Beiträgen an private Körperschaften», hält der Stadtrat in seiner Antwort auf die Motion fest.
Fallbezogen und pro Anfrage
Der Stadtrat begrüsse die Forderung der Motion. Unterstütze diese Forderung doch die Ziele des Stadtrates, zukünftig ein subjektorientiertes Subventionsmodell bei allen Anbietern, welche die notwendigen Bedingungen erfüllen, einzuführen. «Dieses Modell entspricht dem heutigen vielfältigen Angebot und dem Wunsch vieler Familien, den subventionsberechtigten Krippenplatz nach Standort und Anbieter wählen zu können». Mit den beiden Trägervereinen Villa Doldenhof und Verein Tagesfamilien werde dieses subjektorientierte Subventionsmodell mit Kostendach schon seit Jahren erfolgreich gehandhabt.
In diesem Jahre solle auch die Vereinbarung aus dem Jahr 1992 mit der Kreuzlinger Kinderkrippe (VKK) neu aufgebaut und in gleicher Modellstruktur abgeschlossen werden. «Im Unterschied zu den beiden anderen Vereinen ist die Stadt mit dem VVK über Geschichte, Aufbau und Reglement enger verbunden». Aus diesem Grund werde die Gleichbehandlung in zwei zeitlich versetzten Stufen erfolgen. Das etappierte Vorgehen könne die Veränderung finanziell abfedern und die neue Beitragszahlung solide vorbereiten. «Bei der Forderung der Gleichbehandlung der Kindertagesstätten bei den Themen der Defizitgarantien oder Darlehen stellt sich die Frage, ob diese im Vergleich mit anderen Vereinen gesondert behandelt werden sollen», heisst es in der Antwort.
Der Stadtrat spreche sich klar für die Gleichbehandlung aller in Kreuzlingen ansässigen Vereine aus. «Es gelten sodann auch für die Kindertagesstätten die gleichen Bedingungen wie für alle anderen Vereine. Der Stadtrat entscheidet pro Anfrage und fallbezogen». Der Stadtrat werde das Positionspapier aus dem Jahre 2015 überarbeiten sowie neue Ziele und deren Massnahmen umsetzen.