Die Graphik stammt aus der Projektstudie der Bewerbung von Helvetic PV aus dem Jahr 2018. Das eine oder andere Detail könnte sich also noch ändern. Die Unterlagen sind noch im Entstehungsprozess.
03.03.2022 07:00
Komplett sanierungsbedürftig
Bahnhof Bernrain soll zum Plus-Energiehaus werden - Vorentscheid liegt derzeit öffentlich auf
Der Vorentscheid zum Umbau und der Sanierung des Bahnhofes Bernrain liegt auf. Das Erscheinungsbild soll modern sein, unter Beibehaltung des klassischen Gebäudes- Viel Wert legt die Bauherrschaft auf nachhaltige Modernisierung.
Kreuzlingen Der derzeit aufliegende Vorentscheid für den «Umbau und die Nutzungsänderung von Bahnhof in Gewerbe» ist auch Grundlage für den späteren Baurechtsvertrag der Stadt mit der Bauherrschaft. «Die Liegenschaft ist schwer sanierungsbedürftig beziehungsweise baufällig», hält der Baubeschrieb des Vorentscheides fest. Ein Komplettabriss und Wiederaufbau sei aus regulatorischen Gründen nicht möglich.
Nachhaltig und zukunftsorientiert
Komplett sanierungs- und umbaunotwendig sind laut Vorentscheid alle Räume im Wohngebäude. Ausserdem sind die Fenster und Türen der gesamten Liegenschaft zu ersetzen sowie Böden und Wände innen komplett zu erneuern. Im Stationsgebäude, dem Anbau West, sind Schalterraum, Warteraum, Schuppen und Stellwerk von den umfangreichen Arbeiten betroffen. Die Fassaden sind so zu erneuern, dass sie den aktuellen Energievorschriften entsprechen. Erneuert wird auch die gesamte Gebäudetechnik.
Ziel ist laut Baubeschrieb ein «modernes Erscheinungsbild unter Beibehaltung des klassischen Gebäudes als Gesamtes». Die Liegenschaft wird mit umweltfreundlichen Technologien ausgestattet um «als Beispiel für nachhaltige und zukunftsorientierte Baumodernisierung zu dienen». Inklusive der Aussendämmung wird das Gebäude nach der Sanierung um 25 Zentimeter breiter. Geplant ist zudem, «sofern der angemessene Nutzen bestätigt wird, passende, in die Fassade integrierte solarthermische Kollektoren zur Brauchwassererhitzung und Heizungsunterstützung.
Mit E-Ladestationen
Der bisher nicht ausgebaute Estrich soll zu Wohn-, beziehungsweise Bürozwecken ausgebaut werden. Das historische Holz-Treppenhaus zwischen Erd- und Obergeschoss soll restauriert und beibehalten werden. Geheizt wird mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. «Mit der Photovoltaikanlage soll mehr Strom erzeugt werden, als das Gebäude verbraucht. Das Ziel ist ein Plus-Energiehaus», heisst es.
Ladestation sind für E-Bikes zur SBB-Linie hin geplant. Für die eigenen Fahrzeuge und eventuell für die öffentliche Nutzung sollen ein bis zwei Ladestationen für Elektroautos realisiert werden. Die restliche Fläche Richtung Osten wird als Parkplatz für Firmenautos dienen. Kleinere Bepflanzungen nach ökologischen Gesichtspunkten sind im Bereiche Aussengestaltung vorgesehen. Der Vorentscheid rechnet mit Kosten von 750'000 Franken.
Von Kurt Peter