Kreuzlinger behalten ihre weisse Weste
Sieg im zweiten Saisonspiel
Der HSC Kreuzlingen hat in der NLB-Meisterschaft auch sein zweite Saisonspiel gewonnen. Er besiegte den hartnäckig auftretenden STV Baden mit 28:25 (14:12).
HSCK-Torhüter Laszlo Nahaj wurde als bester Spieler der Partie ausgezeichnet. Felix Walker
Der HSC Kreuzlingen hat in der NLB-Meisterschaft auch sein zweite Saisonspiel gewonnen. Er besiegte den hartnäckig auftretenden STV Baden mit 28:25 (14:12).
Handball Zufriedene Gesichter im Kreuzlinger Lager, ziemlich viel Frust bei den Aargauern nach einer Partie, die von den Schweizer Olympia-Halbfinal-Schiedsrichtern Arthur Brunner und Morad Salah souverän geleitetet wurde und in der nur drei Zeitstrafen ausgesprochen werden mussten. Wie schon im Startspiel gegen Schaffhausen (30:25) konnten die Grenzstädter ihr grosses Potenzial auch gegen Baden allerdings nur phasenweise ausschöpfen. Das reichte allerdings immer noch, um die keinesfalls zu unterschätzenden Badener, die in Kreuzlingen ihren Saisoneinstand hatten, auf Distanz zu halten. So reist der HSCK am nächsten Sonntag als verlustpunktloses Spitzenteam zur noch punktelosen SG Yellow/Pfadi. Die Partie in der Winterthurer AXA-Arena wird um 19.30 Uhr angepfiffen.
Die Kreuzlinger starteten gegen Baden ziemlich verhalten in die Partie. Der Einzige, der wirklich von Beginn weg hellwach war, war Laszlo Nahaj. Der ungarische Keeper bewahrte die Thurgauer mit mehreren Paraden vor einem grösseren Rückstand. HSCK-Cheftrainer Werner Bösch sah sich angesichts des unkonzentrierten Beginns seines Teams bereits in der 11. Minute beim Stand von 2:5 zu einem Time-out genötigt. Die Thurgauer waren soeben während gut zehn Minuten ohne erfolgreichen Abschluss geblieben, was allerdings auch an der kompakten, physisch präsenten und gut eingestellten Badener Defensive lag. Bis zum 6:6-Gleichstand dauerte es zwar, doch danach schien der Motor endlich auf Betriebstemperatur gekommen zu sein. Die Einheimischen diktierten nun das Spielgeschehen, führten zwischenzeitlich mit 13:10 und gingen am Ende mit einem 14:12-Vorteil in die Halbzeitpause.
Nicht zuletzt dank weiteren Paraden von Nahaj erhöhten die Kreuzlinger das Skore bis auf 19:15 (38. Minute). Aber Baden liess sich nicht abschütteln. Selbst nachdem Julius Voelkin mit einem Penalty an Nahaj gescheitert war steckten die Gäste nicht auf und kämpften sich unter der Regie von Spielmacher Amer Zildzic wieder heran. Gut zehn Minuten vor Schluss schafften sie nochmals den 21:21-Gleichstand. Der Favorit wankte, schüttelte sich kurz, und zeigte dann aber eine starke Reaktion. Innerhalb von sechs Minuten schraubte der HSCK das Skore wieder auf 26:22 in die Höhe und sorgte damit für die Entscheidung in dieser umkämpften Partie, in der sich Baden mehr als nur achtbar schlug. Als treffsicherste Werfer etablierten sich die Rückraumspieler Paul Kaletsch (K) und Pascal Bühler (B) mit jeweils sechs Treffern.
red
HSC Kreuzlingen – STV Baden 28:25 (14:12)
Egelsee. – 250 Zuschauer. – Sr. Brunner/Salah.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 2-mal 2 Minuten gegen Baden.
Kreuzlingen: Nahaj (1.-54./57.-60.), Färber (54.-57.), Berisha (nicht eingesetzt); O. Wipf (3), Lutz, Dedaj (4), Briegmann, Bär (2), Heim (2), Kaletsch (6/1), Portmann (1), Ramosaj (4), Zeller (2), Tahirukaj (4).
Baden: Wyss (1.-23./43.-60.), Cucuz (22.-43.); Küttel, Bühler (6), Biffiger, Zuber (5), Zildzic (4), Herzig, Klampt (3), Voelkin (2), Hildebrandt (5), Vizi.
Penaltystatistik: Kreuzlingen 1 von 1, Baden 0 von 1 (39./19:15 Voelklin scheitert an Nahaj).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Kun (verletzt), Schneider und Kappenthuler (beide rekonvaleszent). – Rausch-Best-Player: Laszlo Nahaj (K) und Michel Hildebrandt (B).
Lade Fotos..