Kreuzlingerinnen scheitern im Cup-Achtelfinal
Gegen Co-Leader LC Brühl St. Gallen ist Schluss
SPL1-Co-Leader LC Brühl St. Gallen war im Achtelfinal des Schweizer Cups 2021/22 eine zu hohe Hürde. Der HSC Kreuzlingen schied mit 20:31 (13:15) aus.
Katerina Novotna war im Achtelfinal gegen Brühl mit sechs Treffern die erfolgreichste Kreuzlinger Schützin. Felix Walker
SPL1-Co-Leader LC Brühl St. Gallen war im Achtelfinal des Schweizer Cups 2021/22 eine zu hohe Hürde. Der HSC Kreuzlingen schied mit 20:31 (13:15) aus.
Handball Nach einer wenig überzeugenden Leistung im Sechzehntelfinal, als am Samstag der einheimische 1.-Liga-Tabellenführer SG Muotathal/Mythen-Shooters nur mit 27:25 bezwungen werden konnte, zeigten die Kreuzlingerinnen am Sonntag im Achtelfinal gegen den klar favorisierten Supercup-Gewinner und SPL1-Co-Tabellenführer LC Brühl St. Gallen zumindest bis zur 40. Minute einen sehr ansprechenden Auftritt. Auch deshalb, weil ihnen die zuletzt treffsichere Linkshänderin Petra Skoricova verletzungshalber fehlte. Die Slowakin wurde am Samstag mit einem Faustschlag ausser Gefecht gesetzt. Wie lange sie ausfällt, ist noch unklar. An ihrer Stelle musste gegen Brühl die Linksaussen Pashke Marku im Rückraum spielen. Einen erfreulichen Einstand gab die erst 17-jährige Rückraumspielerin Ilaria Suter mit zwei Treffern.
Die Kreuzlingerinnen, bei denen wie schon am Samstag auch die angeschlagene Selina Weidmann nicht eingesetzt werden konnte, erwischten gegen die hochkarätig besetzte Brühler Truppe den besseren Start und lagen nach knapp zehn Minuten mit 4:3 und nach 22 Minuten überraschenderweise immer noch mit 8:7 vorne. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit konnte sich der haushohe Favorit steigern, um schliesslich mit einem 15:13-Vorteil in die Pause zu gehen. Der HSCK forderte die St. Gallerinnen aber auch nach dem Seitenwechsel vorerst weiter. Linksaussen Lea Rothacker mit ihrem bereits vierten Treffer sowie Kreisläuferin Vanda Gulyas schafften - nicht zuletzt dank Paraden von Nathalie Wörner - den erneuten 15:15-Gleichstand (33. Minute).
Danach unterliefen dem Team von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug aber wieder deutlich mehr Fehler. Dazu gesellten sich auch noch zwei Strafen. Da liess sich Brühl nicht zweimal bitten und zog wieder auf vier Treffer davon. Einzig die starke Wörner konnte in dieser Phase ihr hohes Niveau halten. Nach fünf technischen Fehlern innerhalb von viereinhalb Minuten sah sich das Kreuzlinger Trainerduo zu einem Time-out genötigt. Die Ansprache verpuffte allerdings schnell: Es folgten gleich drei weitere technische Unzulänglichkeiten. Dazu sündigte der HSCK im Abschluss mehrfach. So blieben die Thurgauerinnen während rund zehn (!) Spielminuten ohne weiteren Torerfolg. Das änderte erst Katerina Novotna in der 48. Minuten mit ihrem Penaltytreffer zum 17:21. Die Brühlerinnen liessen sich in der Schlussphase den Sieg allerdings nicht mehr streitig machen. Als Novotna bei ihrem fünften Penaltyversuch erstmals scheiterte und Mia Kernatsch das Skore wenig später auf 18:24 für Brühl erhöhte, war die Entscheidung gefallen. Der HSCK konnte in der Schlussviertelstunde nicht mehr reagieren. Im Gegenteil: Am Ende liess er sich von den St. Gallerinnen vorführen und verlor noch deutlich mit elf Treffern.
red
Schweizer Cup Frauen 2021/2022
Sechzehntelfinal
SG Muotathal/Mythen-Shooters (1.Liga) – HSC Kreuzlingen (SPL1) 25:27 (11:15)
MZH Muotathal. – 260 Zuschauer. – Sr. Grünig/Nauer.
Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Muotathal/M., 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Muotathal/Myten-Shooters: M. Betschart (1.-60./17 Paraden, davon 3 Penalties), Suter (nicht eingesetzt); J. Heinzer (1), P. Gwerder-Betschart, N. Betschart (1), C. Weber (5), D. Betschart (10), E. Heinzer, F. Weber, Y. Gwerder (6/1), Piantanong, M. Gwerder (1), V. Betschart, Shubenok (1), M. Betschart.
Kreuzlingen: Siggaard (1.-30./12 Paraden), Wörner (31.-60./4 Paraden); Kampelmühler-Rink (1), Skoricova (5), K. Novotna (4/1), Klein (2/1), Weidmann, Rothacker (2), Marku (3), Gulyas (3/1), P. Novotna, Heinstadt (1), Bratina (6).
Penaltystatistik: Muotathal/M. 1 von 1, Kreuzlingen 3 von 7.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Mayer (krank), Lischka (Prüfung), Olsovska, Petre und Plüss (alle verletzt). – 45. Skoricova verletzt ausgeschieden.
Achtelfinal
HSC Kreuzlingen (SPL1) – LC Brühl St. Gallen (SPL1) 20:31 (13:15)
MZH Muotathal. – 169 Zuschauer. – Sr. Keiser/Rottmeier.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 3-mal 2 Minuten gegen St. Gallen.
Kreuzlingen: Wörner (1.-60./12 Paraden), Siggaard (für 2 Penalties/0 Paraden); Kampelmühler-Rink, Suter (2), K. Novotna (6/5), Klein (1), Weidmann, Scherrer, Rothacker (4), Marku (3), Gulyas (4), P. Novotna, Heinstadt, Bratina.
St. Gallen: Dokovic (1.-30./6 Paraden), Schlachter (31.-60./7 Paraden); Kernatsch (4), Brunner, Pavic (5/1), Ackermann (3), Altherr, Wolff (8/4), Tomasini (2), Lüscher, Gutkowska (2), Hess (6/1), Cutura, Forizs, Baric (1).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 5 von 6, St. Gallen 6 von 6.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Skoricova, Olsovska, Petre, Plüss (alle verletzt), Mayer (krank) und Lischka (Prüfungen); Weidmann und Scherrer nicht eingesetzt.
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