Ehe für alle?
Korrekt müsste es heissen «Kinder für alle», aber das würde auf dem Abstimmungsformular weniger ansprechend wirken. Kinder für homosexuelle Paare widerspricht jedem Naturgesetz. Deshalb Nein zu diesem Abstimmungspaket! Es soll genügen, wenn wir Menschen mit andern sexuellen Präferenzen vorbehaltlos respektieren und sie zusammenleben lassen wie es Konkubinats Paare auch tun. Ein Gesetz zu ändern für einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung wäre paradox. Wie weiter nach einem möglichen Ja für diese Vorlage? Man könnte dann auch noch die Akzeptanz von Polygamie, Inzestbeziehung und Wechsel des Geschlechts je nach momentaner Befindlichkeit etablieren. Darüber spricht man ja jetzt schon im Trubel des ganzen Genderwahns. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist ein zentrales Merkmal unserer westlichen Werte und Traditionen und hat sich bewährt. Ein Ja zu Toleranz unseren lesbischen und schwulen Mitmenschen gegenüber aber ein Nein für die Ehe für alle!
Erika Henke, Kreuzlingen
Kult X, wirklich ein Glücksfall?
Am 26. September stimmen wir über das Kult X ab. Einen Betriebsbeitrag über Fr. 750'000 für drei Jahre sowie die Überführung der Liegenschaft in das Verwaltungsvermögen über Fr. 4,87 Mio.
In der Botschaft, Seite 7, 2.4 Planungskredit, wird darauf hingewiesen das der Gemeinderat einem Planungskredit nach dieser dreijährigen Probephase zugestimmt hat. Was ich nun doch vermisse ist eine Aussage über deren Höhe. Gemäss Botschaft an den Gemeinderat ist mit weiteren Ausgaben in der Höhe von rund Fr. 7.0 Mio. nach diesen drei Jahren zu rechnen. Wir haben bereits grosse Projekte bewilligt wie z.B ein neues Hallenbad, Ein Stadthaus, wo und wie auch immer, wird uns auch einiges kosten. Die Bodenseearena hat auch einen grösseren Sanierungsbedarf der uns in kürze beschäftigen wird. Dies ist nur eine kleine Aufzählung dessen was auf Kreuzlingen zukommt. Kreuzlingen kann sich einiges leisten, aber nicht alles. Erhalten wir doch die bestehende Infrastruktur und bauen sie mit Augenmass aus, nicht alles was schön ist können wir uns im Moment auch leisten. Deshalb werde ich am 27. September Nein stimmen.
Fabian Neuweiler, Gemeinderat
Keine Liebe zweiter Klasse
Seit Jahrzehnten engagiere ich mich in verschiedensten Funktionen ehrenamtlich in der katholischen Kirche. Ob in der Jugendarbeit, als Präsident der katholischen Kirchgemeinde Weinfelden oder auch in der Synode: Ich engagiere mich für eine menschen- und lebensfreundliche Kirche, für eine Kirche, die Heimat schenkt – für eine Kirche, die die Liebe Gottes in dieser Welt sichtbar und erfahrbar machen will.
Genau vor diesem Hintergrund ist klar für mich, dass ich Ja sage zur «Ehe für alle», über die wir Ende September abstimmen werden. Dieser Schritt, gleichgeschlechtliche Partnerschaften als gleichberechtigt wahrzunehmen, ist für mich längst überfällig. Leider wird die Vorlage gerade mit religiösen Argumenten bekämpft. Für mein Glaubensverständnis ist allerdings klar: Es gibt keine Liebe zweiter Klasse. Jesus von Nazareth selbst stellte die Liebe zum Nächsten an die höchste Stelle, über alle andern Gebote. Seine Grundhaltung war: «Das Gesetz ist für den Menschen da und nicht der Mensch für das Gesetz.» Wenn ein Gesetz den Menschen und der Gemeinschaft also nicht dient, so ist das Gesetz zu ändern. – Und genau das können wir in dieser Abstimmung. Wir können gleichgeschlechtliche Paare endlich auch als vollwertig und als gleichberechtigt anerkennen.
Ein Kritikpunkt bei der Vorlage ist teilweise, dass gleichgeschlechtliche Paare auch Kinder haben, beispielsweise adoptieren dürfen. Zahlreiche Untersuchungen zeigen indes längst, dass Kinder auch bei gleichgeschlechtlichen Elternpaaren genauso glücklich werden können. Selbstverständlich ist es wichtig, dass Kinder Bezugspersonen beider Geschlechter brauchen – aber das können auch Paten, Nachbarn, Lehrpersonen, Freunde der Eltern, Grosseltern, Tanten oder Onkel usw. sein. Kinder brauchen Liebe, Geborgenheit, brauchen für ihre Entwicklung lebendige Gegenüber – all das können gleichgeschlechtliche Elternpaare genauso gut bieten.
Thomas Merz, lic. theol., Weinfelden; alt Kantonsrat CVP




Vampirgerüchte mit glanzvoller Premiere
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