Ligaerhalt dank 33:20-Sieg in Zürich fast auf sicher
Die Kreuzlingerinnen haben im wichtigen Nachtragsspiel bei GC Amicitia Zürich viel Charakter und Kampfgeist bewiesen und beim 33:20 zwei wichtige Punkte geholt.
Mobiliar-Topscorerin Pashke Marku schloss in Zürich rund ein halbes Dutzend Konter erfolgreich ab. Felix Walker
Die Kreuzlingerinnen haben im wichtigen Nachtragsspiel bei GC Amicitia Zürich viel Charakter und Kampfgeist bewiesen und beim 33:20 zwei wichtige Punkte geholt.
Handball Bis fast ganz zum Schluss hat die Mannschaft von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug am Mittwochabend im Nachtragsspiel bei GC Amicitia eine starke Leistung auf den Zürcher Hallenboden gezaubert. Nachdem der HHSCK erst mit etwas Verzögerung in die wegweisende Partie fand, war er in jeder Hinsicht spielbestimmende und deutlich überlegen. «Das war von A bis Z ein überzeugender Auftritt meiner Mannschaft», freute sich Ertl-Hug nach dem Abpfiff. Und sie bekam auch Lob vom Zürcher Trainer Kent Ballegaard: «So stark habe ich den HSCK noch nie gesehen!»
Die Kreuzlinger Abwehr und vor allem der physisch präsente Mittelblock hatte sich ausgezeichnet auf die starken Zürcher Kreisläuferinnen eingestellt und liessen so auch Leonie Aellen, der Topscorerin der Auf-/Abstiegsrunde, wenig Raum für erfolgreiche Aktionen. Aus dem Rückraum kam bei den Gastgeberinnen kaum Druck. Gerademal einen Treffer erzielten sie in den gesamten 60 Minuten mit einem Distanzwurf von Antonia Raketic. Am gefährlichsten war GC Amicitia über die Flügel, was primär der Tatsache geschuldet war, dass der dänische Trainer in der zweiten Halbzeit mehrheitlich mit einer siebten Angreiferin anstelle der Torfrau spielen liess. Bis zur Pause hatte sein Team gerademal sieben Treffer erzielt.
Die jungen Zürcherinnen konnten insgesamt aber nicht an den starken Auftritt in Herzogenbuchsee anknüpfen, als sie sich beim 30:27 überraschend beide Punkte erkämpften. Eigentlich war GC Amicitia an diesem Abend gegen den HSCK absolut chancenlos. Immer wieder liefen sie in Kreuzlinger Konter, die meist auf erfolgreichen Abwehraktionen oder Paraden der formstarken Torfrau Frederikke Siggaard (15 Paraden/Abwehrquote 54 Prozent) basierten. Topscorerin Pashke Marku kam so zu vielen «einfachen» Torerfolgen. Alleine in der ersten Halbzeit gelangen der Linksaussen sieben Treffer. Einen starken Eindruck hinterliessen beim HSCK aber auch die drei Aufbauerinnen Pavlina Novotna, Maria Olsovska und Selina Weidmann, die ausgezeichnet harmonierten.
Ein Nachlassen war bei den Thurgauerinnen trotz der 17:7-Pausenführung nach Wiederbeginn nicht zu erkennen. Obschon sie insgesamt während zehn Minuten in Unterzahl agieren mussten, schraubten sie das Skore auf 32:16 in die Höhe. Zwischenzeitlich winkte damit sogar die Tabellenführung, für die sie einen Vorsprung von 17 Toren benötigt hätten. Erst in den Schlussminuten, nachdem Trainerin Ertl-Hug zahlreiche Wechsel vorgenommen hatte, flaute der Schwung deutlich ab. Die jetzt wieder zahlreicheren Kreuzlinger Fehler nützte Zürich dazu, dass die Niederlage am Ende «nur» mit 13 Treffern Unterschied ausfiel.
In der Tabelle liegt der HSC Kreuzlingen vier Spieltage vor Abschluss der Auf-/Abstiegsrunde SPL1/SPL2 mit 10:2 Punkten auf Augenhöhe mit Tabellenführer Thun auf Platz zwei. Der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt doch schon beruhigende sieben Punkte. Will heissen: Aus den restlichen vier Partien benötigen die Thurgauerinnen maximal noch einen Sieg, um das SPL1-Ticket für die Saison 2022/23 zu lösen. Eine erste Chance, den Sack zuzumachen, bietet sich ihnen gleich im nächsten Spiel, wenn man am Sonntag, 1. Mai, um 16 Uhr, in der heimischen Egelseehalle zum Rückrundenstart erneut auf GC Amicitia Zürich trifft.
Die Zürcherinnen (5:7 Punkte) dürften sich mit dem SPL2-Qualifikationssieger SG HV Olten (3:9 Punkte) um das vierte und letzte SPL1-Ticket für die nächste Saison streiten. Entscheidend wird dabei wohl das Direktduell am zweitletzten Spieltag vom 14. Mai in Zürich werden. Thun, Kreuzlingen und Herzogenbuchsee dürften kaum mehr in Bedrängnis kommen.
red
GC Amicitia Zürich – HSC Kreuzlingen 20:33 (7:17)
SH Utogrund. – 52 Zuschauer. – Sr. Hasler/Hungerbühler.
Strafen: keine gegen Zürich, 5-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Zürich: Bach (1.-43./6 Paraden), Ennen (43.-60./0 Paraden); Näf (3), Erni, Aellen (5/2), Dormann (2), Thomas (1), Isenring (4), Abegg, Suter, Schläpfer (2), Dolci (2), Hartmann, Rakaric (1).
Kreuzlingen: Siggaard (1.-45./15 Paraden), Wörner (45.-60./4 Paraden, davon 1 Penalty); Mayer, Kampelmühler (2), Skoricova (3), K. Novotna (2), Klein (1), Weidmann (3), Rothacker (2), Marku (10), Gulyas, P. Novotna (3), Lischka (2), Olsovska (3), Heinstadt (2).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Plüss (verletzt) und Zilm (abwesend). – Penaltystatistik: Zürich 2 von 4 (24./5:14 Erni an die Latte, 47./Aellen scheitert an Wörner), Kreuzlingen 0 von 1 (1./0:0 Gulyas verschiesst).
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