Maria Olsovska war mit acht Toren die erfolgreichste Spielerin der Partie. Felix Walker
16.05.2022 10:02
Ligaerhalt mit Auswärtspunkt aus eigener Kraft gesichert
Kreuzlinger Handballerinnen mit Remis gegen Herzogenbuchsee
Der HSC Kreuzlingen spielt auch in der Saison 2022/23 in der «Bel Etage» des Schweizer Frauenhandballs. Beim heimstarken Herzogenbuchsee erreichte er ein 26:26.
Handball Die Erleichterung war den Spielerinnen und den Teamverantwortlichen nach Spielschluss auf den ersten Blick anzusehen. Nach zuletzt doch ziemlich überraschenden Niederlagen gegen schlechter klassierte Teams rappelten sich die Kreuzlingerinnen beim punktgleichen Ranglistendritten Herzogenbuchsee nochmals auf, performten wieder auf dem gewohnten Niveau und liessen sich auch durch eine etwas einseitige Strafenverteilung (2- vs. 7-mal 2 Minuten) und einigem Abschlusspech (vier Aluminiumtreffer alleine in der 2. Halbzeit) nicht aus der Balance bringen. Das Fehlen von gleich drei Stammspielerinnen (Topscorerin Marku, P. Novotna und Gulyas) machte das Team von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug durch viel Einsatz- und Laufbereitschaft wieder wett. Nachdem die Oberaargauerinnen nach der ausgeglichenen ersten Halbzeit (15:15) meist vorne lagen und zwischenzeitlich sogar mit drei Treffern führten (39./19:16), war der HSCK dann in der Schlussphase dem Sieg näher. Herzogenbuchsee wendete nach dem 22:25 (54.) die drohende Niederlage aber mit einem taktischen Schachzug (7. Feldspielerin für die Torfrau im Angriff) ab. Über die gesamten 60 Minuten gesehen geht das Unentschieden in Ordnung. Mit diesem Punktgewinn haben sich beide Teams den Klassenerhalt bereits vor dem letzten Spieltag gesichert.
Bei den Kreuzlingerinnen zeigte Rückraumspielerin Maria Olsovska eine starke Leistung und war nicht nur wegen ihrer acht Tore (dazu vier Aluminiumtreffer) die auffälligste Spielerin auf dem Platz. Die slowakische Ex-Internationale brachte mit ihren Pässen ihre Mitspielerinnen immer wieder in beste Abschlusspositionen und war auch in der Abwehr ein stabiler Wert. Überzeugende Leistungen zeigten auch Torfrau Nathalie Wörner, die in wichtigen Phasen zwei Siebenmeter parierte, sowie Abwehrspezialistin Kira Klein, die zudem drei Tore erzielte. Zu erwähnen gilt es auch Katarina Novotna, die sich nach ihrer einwöchigen Auszeit mit fünf Treffern zurückmeldete und die junge Jennifer Heinstadt, die dreimal traf.
Saisonabschluss mit Heimspiel
Am nächsten Samstag schliessen die Kreuzlingerinnen die Saison 2021/22, die sich über lange neun Monate erstreckte, mit dem Heimspiel gegen Tabellenführer Thun ab. Dabei geht es nur noch darum, den zweiten Platz zu sichern und die Spielzeit mit einem Erfolgserlebnis abzuschliessen. Der Anpfiff in der Egelseehalle erfolgt um 17.30 Uhr.
In den beiden anderen, gleichzeitig stattfindenden Partie geht es um das vierte und letzte SPL1/NLA-Ticket für die nächste Saison. Olten (5.) muss einerseits Herzogenbuchsee (3.) bezwingen und andererseits auf eine Niederlage von Zürich (4.) beim noch punktelosen Arbon (6.) hoffen. Läuft alles wie erwartet, dann verbleiben Thun, Kreuzlingen, Herzogenbuchsee und Zürich in der obersten Spielklasse, während die Herausforderer Olten und Arbon auch in der nächsten Saison in der SPL2 auf Punktejagd gehen werden.
red
HV Herzogenbuchsee – HSC Kreuzlingen 26:26 (15:15)
Mittelholz. – 120 Zuschauer. – Sr. Fallegger/Leu.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Herzogenbuchsee, 7-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Herzogenbuchsee: Käser (1.-50./9 Paraden), Witschi (50.-60./1 Parade), L. Lüthi (nicht eingesetzt); Schneider, Weinekötter, V. Lüthi (3), Haas, Hofer (3), Roth (4), Rotondo (3), Strub (4), Rohde (3), Karlen, Rieder (2), Schmied (1), Steiner (3/1).
Kreuzlingen: Siggaard (1.-25./5 Paraden), Wörner (25.-60./7 Paraden, davon 2 Penalties); Mayer, Kampelmühler (1), Skoricova (4), Suter, K. Novotna (5), Klein (3), Weidmann (2), Rothacker, Lischka, Olsovska (8/1), Heinstadt (3).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Marku (verletzt), P. Novotna (Prüfungen) und Gulyas (abwesend). – Penaltystatistik: Herzogenbuchsee 1/3, Kreuzlingen 1/1. – Best-player-Ehrung: Viviane Lüthi (H) und Kira Klein (K).