Bernhard Sonderer, zuständige für die Berufsbildung, erläutert den Mentorinnen und Mentoren den Ablauf im Pneulager. Zweiter von links: Mentor Walter Cadonau aus Münchwilen. Werner Lenzin
Weinfelden Die Mentorinnen und Mentoren des Thurgauer Gewerbeverbandes begleiten Jugendliche beim Übergang von der Schule ins Berufsleben. Das Mentoring beinhaltet eine Förderbeziehung zwischen erfahrenen Persönlichkeiten (Mentorinnen und Mentoren) und jungen Menschen (Mentees). Der Kern der Zusammenarbeit beinhaltet die breit abgestützte Realisierungshilfe bei der Suche von Lehrstellen oder Praktikumsplätzen. Dieses Jahr legten die Mentorinnen und Mentoren den Fokus auf die Autoberufe bei der Bickel Auto AG in Weinfelden. Sie zeigten sich begeistert von den top modern eingerichteten Arbeitsplätzen, welche über die neuesten Diagnosesysteme verfügen.
Seit drei Jahren in Weinfelden
«Ihr Erscheinen zeugt vom Interesse der Berufsbilder im Autogewerbe und die Vernetzung mit den Betrieben ist wichtig für unsere Tätigkeit», begrüsste Diana Manser, Programmleiterin beim Gewerbeverband Thurgau und dort verantwortlich für das Mentoring, die 21 teilnehmenden Mentorinnen und Mentoren. Beatrice Bickel erinnert daran, dass sie mit ihrem Gatten Andreas seit 2006 die Bickel Auto AG führt. Drei Jahre später erfolgte die Eröffnung des Betriebs in Frauenfeld und zehn Jahren später derjenige in Weinfelden. «Heute beschäftigen wir in beiden Betrieben insgesamt 75 Mitarbeitende, wovon elf Lernende in drei verschiedenen Berufen», erklärte sie. Sie teilte mit, dass 99 Prozent der Arbeiten im eigenen Haus gemacht werden. Für die Kunden ist auch eine Spenglerei integriert, dies, um die Qualität im Haus zu sichern. Allerdings besteht in diesem Sektor keine Möglichkeit, um eine Lehre zu absolvieren. Lobend äussert sie sich über ihr hervorragendes Team, das von den Kundinnen und Kunden aus der näheren und weiteren Umgebung sehr geschätzt wird.
Zufriedenheit der Mitarbeitenden
Aline Jaquenoud ist zuständig für die Lernenden in den beiden Berufen Detailhandels-Assistent und Detailhandels-Fachmann. Sie informierte darüber, dass seit diesem Jahr neu die Grundbildung «Detailhandelsassistent/-in EBA Automobil After-Sales» angeboten wird. Neu ist ebenfalls die Grundbildung «Detailhandelsfachmann/-frau EFZ Automobil After-Sales» angeboten. «Letztere ist eine Neupositionierung der bisherigen Grundbildung und ist deutlich verkaufsorientierter als bisher», sagte Jaquenoud. Detailhandelsfachleute beraten und bedienen Kunden im Verkauf des Autoersatzdienstes und im Zubehörbereich. Diese Aufgabe erfüllen sie telefonisch, online oder im persönlichen Kontakt. Die zweijährige Lehre als Lackierassistent EBA und die vierjährige Ausbildung zum Carrosserielackierer EFZ präsentierte Matthias Baldo. «Der Unterschied zwischen diesen beiden Ausbildungen liegt im Detail», erklärte Baldo. Wichtige Eigenschaften sind für den Carrosserielackierer EFZ das Erfassen der Farbe mit einem Laser. Es braucht Feingefühl, eine gute Sicht und das Gespür für die Wetterbedingungen. Schliesslich oblag es Bernhard Sonderer, die dreijährige Lehre des «Automobil-Fachmann» und die vierjährige Ausbildung zum «Automobil-Mechatroniker» vorzustellen. «Ein hohes technisches Produkt mit einem komplexen System im Autoinnern und einer anspruchsvollen Kundschaft verlangt hohes berufliches Können», gab er zu verstehen. Deshalb wird hohen Wert auf die Rekrutierung von Lernenden gelegt, welche sorgfältig und in Zusammenarbeit mit den Eltern ausgelesen werden. «Wir möchten unsere Lernenden nach der Lehrzeit behalten und möchten ihnen den Wert des Berufes mitgeben, die sie befähigen, sich im Berufsleben zu bewähren. Die schulischen Anforderungen bezeichnete Sonderer als sehr hoch und Zwischenprüfungen haben zum Ziel, allfällig notwendige Umstufungen vorzunehmen. Den Wechsel zum E-Fahrzeug wird während der Ausbildung Rechnung getragen.
Anschliessend bot sich den Teilnehmenden die Möglichkeit, einen Teil der Mitarbeitenden bei ihrer Arbeit mit Hilfe neuester Technik wie Lenkgeometrievermessungsgerät, mit einem speziellen Lift für Schnell- und Reifenservice u.a. mitzuverfolgen. Nach dem Firmenrundgang überbrachte Marcel Volkart, Amtschef Amt für Berufsbildung und Berufsberatung, ein Grusswort im Namen der Trägerschaft und würdigte die ehrenamtliche Tätigkeit der Mentorinnen und Mentoren. Er bedankte sich für ihr wertvolles Engagement für die Jugendlichen. Diana Manser verabschiedete den langjährig Mentor Mentor Walter Cadonau aus Münchwilen, der sich während während 15 Jahren im Mentoring-Team für die lehrstellensuchende Jugendliche eingesetzt und dabei unzählige ehrenamtliche Stunden geleistet hat.
Werner Lenzin




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