Mit klarem Heimsieg auf Platz 3
HSCK-Frauen bleiben in der Erfolgsspur
Die SPL1-Frauen des HSC Kreuzlingen haben ihren Überraschungscoup bei Meister Zug mit dem 32:26-Heimsieg über Herzogenbuchsee bestätigt und belegen neu Platz 3.
Die Kreuzlinger Mobiliar-Topscorerin Pashke Marku bei einem ihrer insgesamt zehn erfolgreichen Abschlüssen. Felix Walker
Die SPL1-Frauen des HSC Kreuzlingen haben ihren Überraschungscoup bei Meister Zug mit dem 32:26-Heimsieg über Herzogenbuchsee bestätigt und belegen neu Platz 3.
Handball Am Ende resultierte gegen den unberechenbare HV Herzogenbuchsee, der in den ersten beiden Runden zwei knappe Niederlagen gegen Meister Zug (24:27) und in Thun (19:22) hatte einstecken müssen, ein deutlicher Heimsieg für die Thurgauerinnen. Es ist dies der vierte Kreuzlinger Erfolg in Serie gegen die Bernerinnen. Diese waren aber der erwartet hartnäckige Gegner, der die favorisierte HSCK-Truppe bis Mitte der zweiten Halbzeit fordern konnte. Ausgerechnet während einer Unterzahlphase schufen sich die Thurgauerinnen dann aber die Basis zum wichtigen Heimerfolg. Zuerst setzten die Gäste einen Penalty an den Pfosten, um dann vier Gegentreffer in Serie zum wegweisenden 28:20 für den HSCK zu kassieren. Die Frage nach dem Sieger war somit bereits eine Viertelstunde vor Schluss geklärt.
Angesichts des klaren Vorsprungs, der maximal neun Treffer betrug (51./31:22), gab Trainer Thomas Zilm, der in Abwesenheit von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug, die sich in einem kurzen Mutterschaftsurlaub befindet, die Verantwortung trug, in der Schlussphase auch mehreren jungen Spielerinnen wichtige Einsatzzeit. Topscorerin Pashke Marku, die zehn Treffer («Stängeli») zum Kreuzlinger Erfolg beitrug, beorderte Zilm auf die Bank. Mehr als etwas Resultatkosmetik schafften die Berner Gäste allerdings nicht. Am Ende kassierten sie mit dem 26:32 ihre bisher höchste Saisonniederlage. Daran konnte auch die neuverpflichtete italienische Nationalspielerin Laura Rotondo nichts ändern, die mehrfach am starken Innenblock des HSCK scheiterte und am Ende nur zwei Treffer aus sieben Versuchen verbuchen konnte. Das lag allerdings auch an Torfrau Nathalie Wörner, die gleich drei Penalties abwehrte und auf eine starke Abwehrquote von 38 Prozent kam.
In der Tabelle sind die Kreuzligerinnen auf Platz 3 vorgestossen. Bezeichnenderweise gibt es bereits nach drei Runden in der höchsten Spielklasse kein einziges verlustpunktloses Team mehr. Die Tabelle wird von den Spono Eagles Nottwil mit 5:1 Punkten angeführt, gefolgt von vier Teams mit jeweils 4:2 Zählern. Noch nicht auf Touren gekommen ist der LC Brühl St. Gallen (3:3 Punkte), der am Wochenende in der Schlussminute einen Zweitore-Vorsprung gegen Spono verspielte. Die Olmastädterinnen stehen somit am nächsten Samstag im Heimspiel gegen Kreuzlingen bereits unter Erfolgsdruck. Auf der anderen Seite können die Thurgauerinnen relativ entspannt nach St. Gallen reisen. Ein Punktgewinn beim Supercup-Gewinner wäre eine weitere positive Überraschung in der noch jungen SPL1-Saison 2021/22. Die Partie wird um 17.30 Uhr in der Sporthalle Kreuzbleiche angepfiffen.
Nach der Nationalmannschaftspause trifft der HSCK am Mittwoch, 13. Oktober, in der Zürcher Saalsporthalle auf das aktuelle Tabellenschlusslicht GC Amicitia, bevor dann drei Tage später das Europacup-Hinspiel beim österreichischen Meisterschaftsdritten UHC Stockerau auf dem Programm steht.
red
HSC Kreuzlingen – HV Herzogenbuchsee 32:26 (16:14)
Egelsee. – 200 Zuschauer. – Sr. Keiser/Rottmeier.
Strafen: 8-mal 2 Minuten plus Rote Karte (37. Weidmann), 5-mal 2 Minuten gegen Herzogenbuchsee.
Kreuzlingen: Siggaard (1.-17./1 Parade/1 Tor), Wörner (17-60./10 Paraden); Kampelmühler (2), Skoricova (4), K. Novotna (7/1), Klein (4), Weidmann (1), Rothacker, Marku (10), Gulyas (1), P. Novotna (2), Heinstadt, Bratina-Sivka.
Herzogenbuchsee: Witschi (1.-15./2 Paraden), L. Lüthi (15.-60./6 Paraden); Schneider (1), Weinekötter, V. Lüthi, Jenni (2), Hofer (4), Roth (1), Rotondo (2), Rohde (4), Sturny, Karlen, Rieder (1), Schmied (6/4), Albrecht (4), Steiner (1).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 1 von 2 (41./22:19 K. Novotna scheitert an Lüthi, verwertet aber den Abpraller); Herzogenbuchsee 3 von 7 (15./7:7 Schmied scheitert an Siggaard, 42./24:20 Schmied trifft Pfosten, 46./28:20 Rotondo scheitert an Wörner, 60./32:26 Rieder scheitert an Wörner).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Olsovska (rekonvaleszent) und Plüss (verletzt); Saisondebüt von Sivka.
RAUSCH-best-Player: Marku und Albrecht.
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