Mit starkem Auftritt an die Tabellenspitze
Kreuzlingerinnen siegten erneut gegen Herzogenbuchsee
Mit einem 28:20-Heimsieg im Spitzenkampf gegen Herzogenbuchsee haben die Kreuzlingerinnen den Leaderthron in der Auf-/Abstiegsrunde SPL1/SPL2 erklommen.
Die Kreuzlinger Abwehr hatte die italienische Nationalspielerin Laura Retondo (Nr. 11) gut im Griff. Felix Walker
Mit einem 28:20-Heimsieg im Spitzenkampf gegen Herzogenbuchsee haben die Kreuzlingerinnen den Leaderthron in der Auf-/Abstiegsrunde SPL1/SPL2 erklommen.
Handball Viele zufriedene Gesichter – zumindest auf Thurgauer Seite – gab es in der Egelseehalle nach dem Abpfiff des mit Spannung erwarteten dritten Saisonduells zwischen dem HSC Kreuzlingen und dem HV Herzogenbuchsee. Zum dritten Mal durfte sich das Team von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug vom einheimischen Publikum als Sieger feiern lassen. Für die Oberaargauerinnen setzte es dagegen im vierten Spiel der Auf-/Abstiegsrunde die erste Niederlage ab. Damit wurden sie vom HSCK (jetzt 6:0 Punkte) an der Tabellenspitze abgelöst.
Auf die ersten beiden Auftritte in der Auf-/Abstiegsrunde blickten die Kreuzlinger Verantwortlichen mit gemischten Gefühlen zurück. Die Resultate gegen die beiden Herausforderer Olten (27:21) und Arbon (29:20) waren zwar okay, die gezeigte Performance hingegen etwas weniger, was allerdings auch auf zahlreiche Absenzen zurückzuführen war. Erstmals konnte der HSCK gegen Herzogenbuchsee nun mit dem kompletten Kader antreten, auch wenn noch nicht alle Spielerinnen hundertprozentig fit waren.
Die Thurgauerinnen begannen stark, zeigten grossen Willen und defensive Disziplin. Eine 5:0-Führung nach sechs Minuten war der Lohn dafür. HVH-Trainer Andjelko Milosevic musste deswegen schon früh mit einem Time-out eingreifen. Und die Gäste reagierten. Unter der Regie der 50-fachen italienischen Nationalspielerin Laura Retondo glichen sie das Skore innerhalb von nur sechs Minuten zum 5:5 aus. In der Folge agierten die beiden Spitzenteams auf Augenhöhe, mit leichten Vorteilen für den HSCK. Der 13:12-Halbzeitstand spiegelt das Gezeigte in den ersten 30 Minuten korrekt wider.
Nach der Pause war Kreuzlingen dann das klar spielbestimmende Team. Bis zum zweiten Time-out des Gästetrainers hatten die entfesselten Einheimischen ihren Vorsprung auf 19:13 ausgebaut. In der Folge konnte der HVH eigentlich nur nach seinen drei Toren in Serie zum 21:17 (47. Minute) nochmals auf eine Wende hoffen. Allerdings nicht lange: Der HSCK konterte seinerseits mit vier Treffern in Folge zum 25:17. Grossen Anteil besassen daran die drei treffsichersten Werferinnen Katerina Novotna (total 8 Tore), Petra Skoricova (7) und Selina Weidmann (5). Dazu zeigte die zur zweiten Halbzeit eingewechselte Torhüterin Nathalie Wörner mehrere erstklassige Paraden. Der HSC Kreuzlingen brachte den Achttore-Vorsprung schliesslich souverän über die Distanz. Ein verdienter Sieg gegen den bisher klar stärksten Gegner in der Auf-/Abstiegsrunde.
Auch Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug zeigte sich mit der Leistung ihrer Mannschaft zufrieden, schaut gleichzeitig aber bereits nach vorne: «Jetzt wollen wir diesen Schwung am 2. April ins Auswärtsspiel nach Thun mitnehmen und dort einen weiteren Schritt in Richtung frühzeitigen Ligaerhalt machen.» Diesen will der HSCK dann zuhause gegen Arbon (9.4.) und auswärts gegen Zürich (13.4.) fix machen.
red
HSC Kreuzlingen – HV Herzogenbuchsee 28:20 (13:12)
Egelsee. – 220 Zuschauer. – Sr. Rottmeier/Salah.
Strafen: je 2-mal 2 Minuten.
Kreuzlingen: Siggaard (1.-30./5 Paraden), Wörner (31.-60./7 Paraden); Mayer, Kampelmühler, Skoricova (7), K. Novotna (8/3), Klein (1), Weidmann (5), Rothacker, Marku (2), Gulyas (1), P. Novotna (1), Lischka, Olsovska (3), Heinstadt.
Herzogenbuchsee: Käser (1.-60./6 Paraden), L. Lüthi (für 1 Penalty/0); Schneider, V. Lüthi (2), Haas (1), Hofer (2), Roth, Rotondo (3), Strub, Käser, Rohde (3), Karlen, Rieder, Schmied, S. Albrecht (4).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Plüss (verletzt). - Penaltystatistik: Kreuzlingen 3 von 3, Herzogenbuchsee 2 von 3 (60./27:20 Steiner scheitert an Wörner). – Rausch-Best-Player: Petra Skoricova (K) und Sev Albrecht (H).
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