14.06.2023 00:00
Neubau bald bereit
Genossenschaft Alterszentrum auf gutem Weg
Die Genossenschaft Alterszentrum Kreuzlingen präsentiert an der Generalversammlung gesunde Finanzen, wählt Roland Zimmerman als neues Vorstandsmitglied und stellt den neuen Geschäftsführer Marco Styner vor.
Kreuzlingen Aussergewöhnlich viele Genossenschafterinnen und Genossenschafter haben an der Genossenschaftsversammlung teilgenommen. Im Zentrum des Interesses stand das neue Angebot für Wohnen mit Services; der Neubau wird voraussichtlich ab Oktober 2024 bezugsbereit sein. «Wir sind zurzeit beschwerdefrei», stellt Urs Haubensack fest: Die Einsprache eines bei der Ausschreibung unterlegenen Anbieters ist endgültig vom Bundesgericht abgewiesen worden.
Neues Angebot
Dem Rohbau mit 63 Wohneinheiten fehlt noch das Attika-Geschoss. Voraussichtlich steht die Musterwohnung ab Oktober 2023 mit vollem Ausbau für Besichtigungen zur Verfügung. Die ersten Mieterinnen und Mieter werden wohl im Herbst 2024 einziehen. Bereits haben sich 130 Interessenten für eine Wohnung in eine Liste eingetragen. Die von Marc Grosjean vorgestellten Baupläne und Visualisierungen stehen beim Empfang der GAZK zur Verfügung, auch eine Registrierung ist dort möglich. Die aktive Vermarktung wird ab Herbst 2023 erfolgen.
Dank der frühzeitigen Mittelbeschaffung und dem Anlegen noch nicht benötigter Gelder können die Mehrkosten in Grenzen gehalten werden. Von den ursprünglich veranschlagten 29 Mio steigen die Baukosten auf rund 32 Mio.
Auf Anfrage des Publikums für Wohnmöglichkeiten von EL-Bezügern betont Urs Haubensak, dass sich GAZK der sozialen Verantwortung bewusst sei und sich zum genossenschaftlichen Gedanken bekenne. Gleichwohl müsse sie sich den Marktverhältnissen stellen und ihre Rechnung ausgeglichen gestalten. Die GAZK lasse sich von einer Immofirma beraten und werde alle Kriterien abwägen, so dass auch für EL-Bezüger eine Option gefunden werden sollte. Dieses sozialpolitische Problem könne die GAZK nicht alleine lösen, da sei sie auf Unterstützung angewiesen. Die Namensfindung für das neue Angebot ist nicht abgeschlossen, die Baukommission sammelt weiterhin Ideen.
Neue Geschäftsführung
Marco Styner schildert seine Eindrücke nach den ersten vier Arbeitstagen. «Das Alterszentrum ist wie eine kleine Stadt», sagt Marco Styner. «Es ist faszinierend zu sehen, wie das Räderwerk zusammenläuft.» Der Jurist und Diplomorganisator zeigt sich beeindruckt von der Institution und freut sich auf die Aufgaben. Es sei eine grosse, verantwortungsvolle Aufgabe, Menschen im letzten Lebensabschnitt begleiten zu dürfen. Marco Styner ist 47 Jahre alt, in Basel aufgewachsen, lebt in Steckborn und ist Vater von zwei Kindern.
Der neue Geschäftsführer hat die Funktion am 1. Juni von Susan Danubio übernommen, die nebst ihrer Tätigkeit als Bereichsleiterin Pflege und Betreuung die Geschäftsleitung während rund eines halben Jahres ad interim führte. Sie freue sich, sich nun wieder mehr um ihren eigenen Bereich kümmern zu können.
Neues Vorstandsmitglied
Roland Zimmerman, der an der Generalversammlung leider nicht persönlich teilnehmen kann, blickt auf eine langjährige Karriere im Gesundheitswesen und in der Bildung zurück: Pflegefachmann, Berufsfachschullehrer, Verantwortlicher für Aus-/Weiter- und Fortbildung und Leiter der Fachschaft Pflege waren u.a. seine Stationen. Als dipl. Pflegefachmann und Verantwortlicher verschiedener Bildungsstätten verfügt er über einen «grossen, gut gefüllten Rucksack, der für die GAZK von grossem Nutzen sein wird», so Urs Haubensak.
Die GAZK verfügt über solide Finanzen. Die Einführung eines neuen Lohnsystems, das einen Mindestlohn von 4000 Franken sowie faire, leistungsorientierte und marktwirtschaftliche Löhne für alle vorsieht, schlagen sich in der Erfolgsrechnung nieder. Aufgrund der Grösse mit maximal 25 Pflegeplätzen in Bottighofen ist es kaum realistisch, an diesem Standort ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Besonders erfreulich, so betont Christina Büher, sei die Entwicklung des Ertrags in den Restaurants. «Das Angebot findet Anklang.»
red