Seit Ende 2023 nur noch ein Eventlokal: die im städtischen Besitz befindliche Besitz befindliche Seeburg. Archiv
01.02.2024 07:00
Nur für geschlossene Gesellschaften
Schriftliche Anfrage der SP-Gemeinderatsfraktion zum Restaurant Seeburg
Wird die Seeburg zum reinen Eventlokal? Die SP Kreuzlingen befürchtet dies nach der Ankündigung des Restaurants, dass es ab Ende 2023 für Tagesgäste geschlossen bleibt. Die Gemeinderatsfraktion will vom Stadtrat deshalb unter anderem Auskunft darüber, ob diese Massnahmen der Regelung zwischen Stadt und Pächter entspricht.
Kreuzlingen Die SP-Gemeinderatsfraktion ärgert sich darüber, dass das Restaurant Seeburg seit Ende 2023 für Tagesgäste nicht mehr zur Verfügung steht. «Die Ankündigung kam doch sehr kurzfristig und wir bekamen auch entsprechende Rückmeldungen», sagt SP-Gemeinderätin Kathrin Wittgen. In ihrer schriftlichen Anfrage weist die Fraktion darauf hin, dass «das Schloss samt Park 1958 in den Besitz der Stadt, also in den Besitz der Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Kreuzlingen überging». Seit 1993 sei ein Restaurant im Schloss integriert, wechselnde Pächterinnen und Pächter hätten dieses an wunderschöner Lage gelegene Restaurant mit mehr oder weniger Erfolg geführt. Ökonomisch habe sie Verständnis für die Entscheidung der Pächter, es stelle sich aber die Frage, ob bei einem neuen Vertrag der öffentliche Zugang zur Seeburg geregelt werden könne. «Das Schloss hat auch eine Identifikationsfunktion im Park, dass das Restaurant auch für Tagesgäste geöffnet werden kann, entspricht sicher einem Bedürfnis», so Kathrin Wittgen.
Grosse Beliebtheit
Im November 2023 hätten die jetzigen Pächter bekanntgegeben, dass die Seeburg ab Ende des Jahres nur noch als Eventort zur Verfügung stehe. Für Tagesgäste wie Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie Besucherinnen und Besucher des Parks bleibe das Schloss Seeburg in Zukunft geschlossen. «Das Lokal erfreut sich grosser Beliebtheit und wird rund ums Jahr von Tagesgästen als auch für Veranstaltungen gut besucht», schreibt die SP. Sie stellt nun Fragen an den Stadtrat, vor allem deshalb, weil die Seeburg im Eigentum der Stadt und deren Bevölkerung ist. «Nun haben die Einwohner und Einwohnerinnen, die Besitzer der Seeburg, nicht mehr die Möglichkeit, sich nach einem Aufenthalt im Park im Restaurant zu verköstigen», bemängelt die Gemeinderatsfraktion und will vom Stadtrat wissen, wie dieser dazu steht. Ausserdem will die Fraktion wissen, «welches die Überlegungen des Stadtrates waren, dieser Konzeptänderung zuzustimmen und: «Ist es korrekt, der besitzenden Bevölkerung den Zugang zu verwehren?»
Für die SP stelle sich die Frage, «ob das neue Betriebskonzept noch der damals beschlossenen rechtlichen Regelung zwischen Stadt und Pächter entspricht». Sei der Pachtvertrag entsprechend angepasst worden und wenn ja wie und falls nicht, sei dessen Anpassung angedacht?
Von Kurt Peter