Pflicht erfüllt mit mehr Mühe als erwartet
Umkämpfter Heimsieg gegen Zürich
Die Kreuzlinger SPL1-Handballerinnen bleiben dank eines mühevollen 31:24 (12:13)-Heimsieges gegen Zürich im Rennen um eine erneute Finalrundenteilnahme.
Die Kreuzlinger SPL1-Handballerinnen bleiben dank eines mühevollen 31:24 (12:13)-Heimsieges gegen Zürich im Rennen um eine erneute Finalrundenteilnahme.
Handball Der HSC Kreuzlingen liegt zwei Spiele vor Abschluss der SPL1-Hauptrunde weiterhin auf dem fünften Tabellenplatz. Die Top 4 qualifizieren sich am Ende für die Finalrunde bzw. die Playoff-Halbfinals, die Teams auf den Ränge 5 bis 8 bestreiten mit den besten beiden SPL2-Clubs (voraussichtlich Olten und Arbon) die Auf-/Abstiegsrunde. Gleich viele Punkte wie der HSCK weist aktuell Yellow Winterthur auf, wobei die Eulachstädterinnen aufgrund von Verschiebungen drei Partien weniger ausgetragen haben, darunter jene gegen die Spitzenteams Spono Nottwil und Zug. In jedem Fall müssen die Kreuzlingerinnen die Direktbegegnung gegen das zuletzt formstarke Winterthur am nächsten Samstag, 19 Uhr, in der heimischen Egelseehalle gewinnen, wollen sie ihre Finalrunden-Chancen bewahren.
Eigentlich gingen die Kreuzlingerinnen mit der Vorgabe ins Spiel, gegen den noch punktelosen Tabellenletzten aus Zürich mit einem Kantersieg etwas für das eigene Torverhältnis zu tun. Der Auftakt verlief dann allerdings gar nicht nach dem Gusto des Trainerduos Ertl-Hug/Zilm. Nach einem resultatmässigen Fehlstart verletzte sich in der 9. Minute auch noch die Abwehrspezialistin Kira Klein. Der zweite gewichtige Ausfall nach der Ungarin Vanda Gulyas, die krankheitshalber fehlte. Weil im Angriff beim HSCK noch sehr wenig zusammenpasste, lief er permanent einem Rückstand hinterher, der bis zur 26. Minute auf 8:13 anwuchs. Mit vier Toren in Serie konnten die Thurgauerinnen den Schaden bis zur Halbzeit wenigstens in Grenzen halten. Dazu kassierte die Zürcherin Antonia Rakaric mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit noch eine rote Karte, weshalb dem dänischen GC-Trainer Kent Ballegaard für den weiteren Spielverlauf eine Leistungsträgerin fehlte.
In der zweiten Halbzeit gab dann Selina Weidmann nach fast zweimonatiger Verletzungspause ihr Comeback. Sie holte mit ihrer ersten Aktion gleich einen Penalty heraus und ermöglichte so Petra Skoricova den Gleichstand. Mit drei weiteren Toren in Serie ging der Favorit erstmals mit 16:13 in Führung. Die personell dezimierten Zürcherinnen steckten zwar nicht auf und hielten die Partie bis zum 18:16 (38.) durchaus offen, doch ein verschossener Penalty und sieben (!) HSCK-Treffer in Serie zum 25:16 (46.) stellten die Weichen dann endgültig. In der Folge verfielen die Kreuzlinger wieder einer gewissen Nonchalance, was sich in mehreren ungenützten Topchancen widerspiegelte. Deshalb fiel der Heimsieg mit dem 31:24 schlussendlich knapper aus als erhofft. Besten Werferinnen waren Pahske Marku mit elf und Petra Skoricova mit sieben Toren auf Kreuzlinger, sowie Leonie Aellen mit neun Treffern auf Zürcher Seite.
red
HSC Kreuzlingen – GC Amicitia Zürich 31:24 (12:13)
Egelsee. – 160 Zuschauer. – Sr. Feld/Müller.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 4-mal 2 Minuten plus Rote Karte (30. Rakaric) gegen Zürich.
Kreuzlingen: Siggaard (1.-39./4 Paraden), Wörner (39.-60-/2 Paraden); Mayer, Kampelmühler (3), Skoricova (7/1), K. Novotna (3), Klein, Weidmann, Scherrer, Marku (11), P. Novotna (2), Lischka, Olsovska (4), Heinstadt (1).
Zürich: Ennen (1.-34./6 Paraden), Leuenberger-Garcia (34.-60./7 Paraden); Erni (3/2), Aellen (9/2), Dormann (5), Thomas (1), Isenring (4), Abegg, Schläpfer, Rakaric (2).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 1 von 2 (37./17:16 Skoricova scheitert an Leuenberger), Zürich 4 von 6 (26./8:12 Aellen scheitert an Wörner, 39./18:16 Erni neben das Tor).
Bemerkungen: Kreuzlingen u.a. ohne Gulyas (krank); 100. SPL-Spiel von Kira Klein. – Rausch-Best-Player-Wahl: Pashke Marku (K) und Leonie Aellen (Z).
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