Rekordmeister erneut eine Schuhnummer zu gross
Niederlage gegen Brühl St. Gallen
Die Kreuzlinger SPL1-Frauen scheitern auch im 15. Anlauf, erstmals ein Derby gegen den Rekordmeister Brühl St. Gallen zu gewinnen. Sie verlieren mit 24:32.
Maria Olsovska zeigte im zweiten Spiel nach ihrer achtmonatigen Verletzungspause bereits wieder viele gute Ansätze. Felix Walker
Die Kreuzlinger SPL1-Frauen scheitern auch im 15. Anlauf, erstmals ein Derby gegen den Rekordmeister Brühl St. Gallen zu gewinnen. Sie verlieren mit 24:32.
Handball Um sich wie im Vorjahr wieder für die Finalrunde beziehungsweise die Playoff-Halbfinals qualifizieren zu können, benötigen die Kreuzlingerinnen in der finalen Phase der Hauptrunde mindestens einen Exploit. Gegen den Rekordmeister aus St. Gallen ist dieses Unterfangen am Samstag in eigener Halle vorerst nicht gelungen. Die ersatzgeschwächten Thurgauerinnen zeigten zwar phasenweise eine durchaus ansprechende Leistung, ernsthaft in Bedrängnis bringen konnten sie die St. Gallerinnen, die letztes Jahr im Meister-Playoff-Final standen und bei der Vergabe des Titels 2022 wiederum ein gewichtiges Wort mitreden wollen, zu keinem Zeitpunkt.
Nach Ablauf der ersten Viertelstunde schloss der HSCK nach einem 3:8-Rückstand dank drei Treffern in Serie immerhin wieder bis zum 6:8 auf. Die kurze Aufholjagd wurde aber durch eine unnötige Zweiminuten-Strafe abrupt gestoppt. Diese Überzahl nützte das mit zahlreichen A-Nationalspielerinnen besetzte Brühl ebenfalls zu drei Treffern in Folge. Der erneute Rückschlag hinterliess augenscheinlich Spuren beim Team von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug. Die Gäste waren insgesamt nicht nur schneller auf den Beinen, sondern zeigten sich auch physisch präsenter in den wichtigen Zweikämpfen. Erst zwei verwertete Siebenmeter von Katerina Novotna zum 10:15-Halbzeitstand bremste den Lauf des Titelmitfavoriten wieder ein.
Nach dem Seitenwechsel begegneten sich die Teams dann resultatmässig vorerst auf Augenhöhe. Der Fünftore-Vorsprung von Brühl hatte auch nach 40 Minuten noch Bestand. In den Genuss einer erneuten Kreuzlinger Aufholjagd wie in der ersten Halbzeit kamen die Zuschauer allerdings nicht. Die St. Gallerinnen traten zu souverän auf und blieben unantastbar, auch weil ihr dänischer Trainer Nikolaj Andersson nahezu jede Position mit zwei fast gleichwertigen Spielerinnen besetzt weiss. Da hatte sein Kreuzlinger Gegenüber deutlich weniger Möglichkeiten, zumal mit Selina Weidmann immer noch eine Teamstütze verletzungsbedingt fehlt. Als sich die Niederlage schon eine Viertelstunde vor Schluss abzuzeichnen begann, setzte die HSCK-Trainerin sämtliche Spielerinnen ein. Mit dem 24:32-Schlussresultat konnten sich die Kreuzlingerinnen im Vergleich zu den letzten beiden Duellen mit dem LC Brühl Handball (18:30 in der SPL1-Vorrunde und 20:31 im Cup-Achtelfinal) immerhin etwas verbessern. Beste Werferin der Partie war die Kreuzlingerin Vanda Gulyas mit sieben Treffern, während bei St. Gallen gleich fünf Spielerinnen jeweils viermal erfolgreich waren.
Am nächsten Samstag schnüren die Kreuzlingerinnen die Handballschuhe als klarer Favorit. Gegen den nach elf Spieltagen immer noch punktelosen Tabellenletzten GC Amicitia Zürich wird vom Team um die Mobiliar-Topscorerin Pashke Marku nicht nur ein Heimsieg gefordert, sondern obendrauf auch noch ein möglichst deutlicher. Der HSCK muss nämlich im Kampf um das letzten Finalrunden-Ticket gegenüber Yellow Winterthur unbedingt beim Torverhältnis aufholen. Hierfür sollte der HSCK allerdings viel entschlossener und konzentrierter auftreten als beim 26:22-Hinspielerfolg in Zürich. Die Partie in der Kreuzlinger Egelseehalle wird um 19 Uhr angepfiffen. Für die Zuschauer gilt dabei die 2G-Regel.
red
HSC Kreuzlingen – LC Brühl Handball St. Gallen 24:32 (10:15)
Egelsee. – 150 Zuschauer. – Sr. Capoccia/Jucker.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 2-mal 2 Minuten gegen St. Gallen.
Kreuzlingen: Wörner (1.-24./2 Paraden), Siggaard (24.-60./6 Paraden); Mayer (2), Kampelmühler, Skoricova (5/2), K. Novotna (3/2), Klein (1), Marku (4), Gulyas (7), P. Novotna (1), Lischka, Olsovska (1), Heinstadt.
St. Gallen: Dokovic (1.-54./6 Paraden), F. Schlachter (54.-60. und 4 Penalties/5 Paraden); Kernatsch (4), Brunner (3), Pavic (4), Ackermann (4), Altherr (2), Wolff (4/3), Tomasini (2), Lüscher, Gutkowska (2), Hess (4), Cutura (1), Baric (2).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 4 von 5 (41./15:21 K. Novotna scheitert an Schlachter), St. Gallen 3 von 3.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Weidmann, Rothacker, Plüss (alle verletzt) und Suter; St. Gallen u.a. ohne Simova (krank), Schaefer und Forizs.– Best-Player-Wahl: Vanda Gulyas (K) und Mia Kernatsch (SG).
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