Sandra Marolf gewann das Finale. zVg
17.10.2022 00:00
Sandra Marolf überzeugte erneut
Altnau-Langrickenbach dominiert Thurgauer Meisterschütz Final in Frauenfeld
Die Schützen Altnau-Langrickenbach konnten drei Schützen für das Final stellen. Im Finale kam es zu einem Duell der Vereinskollegen Sandra Marolf und Ruedi Indergand.
Schiessen Die Hürden zur Erreichung des Meisterschütz-Finals sind hoch. Hervorragende Resultate während der ganzen Saison sind Voraussetzung. In der Kategorie A, der Königsdisziplin mit den Sportgewehren, liegen in der Qualifikationsrangliste sechs, in der Kategorie D zehn Punkte zwischen dem ersten und dem achten Startplatz. Trotz der hohen Leistungsdichte an der Spitze des Feldes konnten sich die Schützen Altnau-Langrickenbach drei von acht Starplätzen am Meisterschütz Final sichern.
Vorjahressiegerin holt sich erneut den Titel
Gemäss Reglement können sich für jeden Verein maximal drei Schützinnen und Schützen am Final beteiligen. Mit Sandra Marolf (465 Punkte), Fritz Reinhard (463) und Ruedi Indergand (463) ist den Schützen Altnau-Langrickenbach das Kunststück gelungen, dass sie sich diese maximale Zahl an Startplätzen sichern konnten. Nachdem der als Qualifikationssieger in den Final gestartete Guido Oertig, SG Tobel, bereits nach dem ersten k.o.-Schuss das Läger verlassen musste, lagen bis zum siebten Schuss hinter Sandra Marolf die beiden Vereinskollegen auf den Rängen zwei und drei. Den achten Schuss hat Fritz Reinhard nicht optimal abgegeben, was für ihn auf Rang fünf das Aus bedeutete. Rolf Bosshard konnte im folgenden Schuss nicht mehr genügend Zähler verbuchen, das Aus auf Rang vier war die Folge. Der zu diesem Zeitpunkt auf Rang drei liegende Toni Andres, Schützen Eschlikon, erwischte vermutlich eine "faule" Patrone. Nur so kann nach vier Schüssen mit Wert 95, 94, 97 und 96 sein mit dem Wert 37 gezeigter Schuss erklärt werden. Das Ende auf Rang drei war für ihn die Folge.
Damit kam es zum Duell der Vereinskameraden der Schützen Altnau-Langrickenbach. Dieses entschied Sandra Marolf, welche den ganzen Wettkampf auf sehr hohem Niveau geschossen hatte, mit einem Vorsprung von 27 Punkten vor ihrem Vereinskollegen Ruedi Indergand für sich. Damit heisst die Meisterschützin 2021 gleich wie die Meisterschützin 2022: Sandra Marolf.
Der Zweitletzte der Qualifikation wird Zweiter
Im Feld D mit den Ordonnanzgewehren konnten sich nur Teilnehmende mit dem aufgerüsteten Sturmgewehr 57 (57/03) für die Finalteilnahme qualifizieren. Die mit dem Sturmgewehr 90 Schiessenden hatten keine Chance. Ob das nur am Sportgerät liegt, oder ob es daran liegt, dass diejenigen, welche gut schiessen, sich für das Sturmgewehr 57/03 entschieden haben, bleibe dahingestellt.
Nach dem Hauptdurchgang mit fünf Schüssen lag der Qualifikationssieger Roger Schmied, Schützen Heckemos, mit 1052 Punkten noch auf Rang eins. Im weiteren im Cup-System ausgetragenen Wettkampf schied nach jedem Schuss einer der vorne rangierten Schützen aus, bis vor dem letzten Schuss der auf Rang fünf gestartete Sepp Brunschwiler, SG Fischingen, und sein auf dem zweitletzten Rang sieben gestarteter Vereinskamerad, Thomas Langensand, den Sieg vereinsintern unter sich ausmachen mussten. Mit einem 91er entschied Sepp Brunschwiler mit vier Punkten Vorsprung das Duell für sich und wurde damit Meisterschütz 2022 in der Kategorie Ordonnanzgewehre. Auf Rang drei landete der aus der Qualifikation auf dem dritten Rang gestartete Stefan Hut, SG Bürglen.
Vier hätten den Sieg ausjassen können
In der Nachwuchskategorie U21 wurden nur sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeldet. Nach einer Abmeldung infolge Ferien und einem Ausfall infolge Motorradunfall am Vormittag des Finals waren es nur noch vier. Der in der Nachwuchsrangierung des SSV auf dem zweiten Rang platzierte Patrice Wettstein, SG Balterswil-Ifwil, konnte mit 392 Punkten starten. Claudia Stäheli, SG Braunau, hatte bereits 17 Zähler weniger auf dem Startblatt. Nach den ersten fünf Wettkampfschüssen war es für Dunja Haag, SG Bürglen, zu Ende. Als nächste schied auf Rang drei Claudia Stäheli aus. Das Duell um den Titel des Nachwuchs Meisterschützen entschied Patrice Wettstein mit vier Punkten Vorsprung vor Rafael Haag, SG Bürglen, für sich. Ranglisten unter tksv.ch
red